Deutscher Judo-Bund oder die Grenze des Sportgeists

Am 28.10.2017 haben wir den Präsidenten des Deutschen Judobundes, Herrn Peter Frese, angeschrieben, nachdem israelische Judokas bei einem internationalen Wettkampf in den Vereinigten Arabischen Emiraten diskriminiert wurden und dies von den dort vertretenen deutschen Judokas kommentarlos hingenommen wurde:

Sehr geehrter Herr Frese, 

uns interessiert, ob, wann und wie der DJB auf die Behandlung der israelischen Athleten durch die IJF und die UAEJWU als lokalen Ausrichter reagieren wird?! Weder Ihrer Website, noch den sozialen Medien, noch der Presse ist ein Hinweis Ihrer Positionierung zu dem Vorfall zu entnehmen. 

Wie Sie bestimmt wissen, hat der Ausrichter den Israelis verboten, ihre Flagge auf der Sportkleidung anzubringen und ihre Nationalhymne zu spielen. Andere – arabische – Teilnehmer verweigerten dem israelischen Sportler den Händedruck.

Unsere Initiative versteht sich als Stimme jüdischer Deutscher, welche konsequent für die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung eintritt. Dies nicht nur im deutschen Inland, sondern auch da, wo deutsche Organisationen diesen Werten im Ausland folgen sollten. 

Deutschland und Israel sind Mitglied in der EJU und beim IJF. 

Wir weisen darauf hin, dass wir Ihre Antwort veröffentlichen werden. 

Mit freundlichen Grüssen 

Dr. Elio Adler, 
Gründer der WerteInitiative.

Trotz einer freundlichen Erinnerungsmail vom 12.11.17 haben wir bis heute (30.12.17) keine Antwort bekommen. Eine derartige Ignoranz ist nicht erklärlich und lässt alle Äußerungen über Sportgeist und Fairplay als sinnfreies Gerede erscheinen.