“Die Mitte” – Diskussionsreihe 360 Grad

Verfassungsfeindliche/Demokratiegefährdende Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft: Was spaltet die “Mitte“ und was hält sie zusammen?

01.01.2021

In den letzten Veranstaltungen haben wir uns mit den Themen Rechtsextremismus, Islamismus und Linksextremismus beschäftigt. Diese stellen eine elementare Bedrohung für die Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland dar. Bei dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns mit der politischen und gesellschaftlichen Mitte.

Auch wir beziehen uns in unserem Selbstverständnis auf die sog. „Mitte“. So erhoffen wir uns von ihr ein gefestigtes Verständnis für die Werte der Demokratie, sowie eine emotionale und proaktive Loyalität zu Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Doch nicht nur das: In einer Zeit, in der antidemokratische und extremistische Gruppierungen versuchen, unsere Gesellschaft zu spalten, erwarten wir uns auch eine klare Abgrenzung gegen freiheitsfeindliche Bestrebungen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aus der Mitte der Gesellschaft.

Die sog. Mitte-Studie zeigt seit Jahren, dass rassistisches und antisemitisches Denken nicht nur ein Randphänomen ist, sondern bis in die Mitte der Gesellschaft hineinreicht. Wie gehen wir mit diesen Erscheinungen um? Gibt es genug Abgrenzung und Wehrhaftigkeit gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in und aus der Mitte der Gesellschaft?  Die Mitte hat oftmals ein Problem damit, ihre Grenzen zu definieren und aktiv für den Erhalt unserer freiheitlichen Gesellschaft einzutreten.

Was ist diese Mitte? Steht sie für etwas, oder ist sie das, was die Ideologen von den Rändern aus übriglassen? Ist sie Inhalt oder Vakuum? Diese Fragen diskutieren wir an diesem Abend.

Podium:

Thorsten Frei (Mdb, CDU, stellv. Fraktionsvorsitzender CDU/CSU-Bundestagsfraktion)

Konstantin von Notz (Mdb, Die Grünen, stellv. Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen)

Samuel Salzborn (Antisemitismusbeauftragter Land Berlin)

Düzen Tekkal (GermanDream)






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