Deutscher Judo-Bund oder die Grenze des Sportgeists

UPDATE: Wenn Israelis in Abu Dabi nur ohne Flagge & Hymne antreten dürfen

25.02.2018

28.10.2017

Am 28.10.2017 haben wir den Präsidenten des Deutschen Judobundes, Herrn Peter Frese, angeschrieben, nachdem israelische Judokas bei einem internationalen Wettkampf in den Vereinigten Arabischen Emiraten diskriminiert wurden und dies von den dort vertretenen deutschen Judokas kommentarlos hingenommen wurde:

Sehr geehrter Herr Frese,uns interessiert, ob, wann und wie der DJB auf die Behandlung der israelischen Athleten durch die IJF und die UAEJWU als lokalen Ausrichter reagieren wird?! Weder Ihrer Website, noch den sozialen Medien, noch der Presse ist ein Hinweis Ihrer Positionierung zu dem Vorfall zu entnehmen.Wie Sie bestimmt wissen, hat der Ausrichter den Israelis verboten, ihre Flagge auf der Sportkleidung anzubringen und ihre Nationalhymne zu spielen. Andere – arabische – Teilnehmer verweigerten dem israelischen Sportler den Händedruck.Unsere Initiative versteht sich als Stimme jüdischer Deutscher, welche konsequent für die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung eintritt. Dies nicht nur im deutschen Inland, sondern auch da, wo deutsche Organisationen diesen Werten im Ausland folgen sollten. Deutschland und Israel sind Mitglied in der EJU und beim IJF.

Wir weisen darauf hin, dass wir Ihre Antwort veröffentlichen werden.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Elio Adler,
Gründer der WerteInitiative.

 


30.12.2017

Trotz einer freundlichen Erinnerungsmail vom 12.11.17 haben wir bis heute (30.12.17) keine Antwort bekommen. Eine derartige Ignoranz ist nicht erklärlich und lässt alle Äußerungen über Sportgeist und Fairplay als sinnfreies Gerede erscheinen.


06.02.2018

Der Deutsche Judobund hat uns eingeladen, am 24./25.2.2018 beim Grand Slam in Düsseldorf mit dem Präsidenten des Judo-Weltverbands darüber zu reden, dass die Israelischen Judokas in Abu Dhabi nur ohne Flagge und ohne Nationalhymne antreten durften und, dass einige arabische Judokas ihnen nicht die Hand gegeben hatten. Wir hätten uns dazu eine prompte, sichtbare Positionierung des Deutschen Judobundes gewünscht,
Die Gesprächseinladung haben wir nicht angenommen, da wir aber ein primär innenpolitisch orientierter Verein sind und ein solches Gespräch nicht als unsere Aufgabe ansehen. Der Präsident des Deutschen Judobunds, Peter Frese, hat uns erklärt, dass es das politische Ziel sei, die Rolle der israelischen Mannschaft im Weltjudoverband schrittweise zu normalisieren. Die deutschen Sportler hätten vor Ort gute Beziehungen zu den Israelis gehabt.

Da der Weltjudoverband nenneswert von arabischem Geld abhängt, ist dieser Prozeß der Normalisierung zäh. Wir haben den Deutschen Judobund ermutigt, das Maximum dazu beitzutragen und wünschen dafür, sowie für die Wettkämpfe viel Erfolg!

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