Interreligiöses Bündnis setzt gemeinsam Zeichen gegen Antisemitismus

Im Restaurant Feinberg's trafen sich Christen, Juden und Muslime; organisiert durch die Ibn-Rushd Goethe Moschee

23.09.2018

Antisemitische Gewalttaten und Parolen nehmen in Deutschland zu, so auch gegen den jüdischen Restaurantbesitzer Yorai Feinberg in Berlin, der täglich antisemitischer Hetze ausgesetzt ist. Ein interreligiöses Bündnis, bestehend aus der Ibn Rushd – Goethe Moschee, der Evangelischen Kirchengemeinde Tiergarten, dem Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus und der WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen , hat nun ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt. Gemeinsam versammelten sie sich im Restaurant Feinberg’s und zeigten sich solidarisch mit Yorai Feinberg und seinem Team.

Auf dem Bild vordere Reihe (v.l.n.r.): Yorai Feinberg, Seyran Ates, Rebekka Weinmann, Dr. Elio Adler
Hintere Reihe: (v.l.n.r.):  Abbas El-Fares, Lala Süßkind, Jochen Felicke

(c) Ibn-Rushd Goethe Moschee

(c) JFDA – Jüd. Forum f. Demokratie u. gegen Antisemitismus

„Antisemitismus ist Menschenfeindlichkeit und greift uns daher alle in einer offenen Gesellschaft an. Als Ibn Rushd – Goethe Moschee sind wir Teil der deutschen Gesellschaft und sehen uns ebenso in der gesellschaftlichen sowie historischen Verantwortung den Antisemitismus nicht nur zu ächten, sondern ihn konsequent zu bekämpfen.“ begründet Seyran Ates die Idee zur Veranstaltung.

Pfarrerin Rebekka Weinmann von der Evangelischen Kirchengemeinde Tiergarten ergänzt: „Ich solidarisiere mich mit Yorai Feinberg, weil ich davon überzeugt bin, dass kein Mensch angegriffen werden sollte. Nicht wegen seiner Herkunft, seiner Religion und auch nicht aus anderen Gründen. Es war eine bereichernde Erfahrung, mit Menschen muslimischen, jüdischen und christlichen Glaubens zusammen am Tisch zu sitzen, zu essen, gute Gespräche zu führen und zu beten, denn das zeigt mir, dass die Kraft des Glaubens uns friedlich verbinden kann – und außerdem: was verbindet mehr als ein gemeinsames Essen mit guten Gesprächen.“

Lala Süsskind vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus war die Wut über den erstarkenden Antisemitismus deutlich anzumerken: „Mir reicht es: Es ist höchste Zeit, dass sich alle anständigen Menschen für ein friedlicheres Zusammenleben einsetzen!“

Elio Adler von der WerteInitaitive – jüdisch-deutsche Positionen betonte, dass es in einer Demokratie Veranstaltungen wie diese seien, die dazu beitragen, dass ein friedliches Miteinander Normalität sei. Die WerteInitiative unterstützte politisch gerne „Leuchttürme“, die sich auf Basis der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung zum Wohle der gesamten Gesellschaft engagieren.

Abbas El-Fares, Koordinator der Ibn Rushd-Goethe Moschee für den interreligiösen Dialog, zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung: „Es ist uns heute gelungen ein deutliches Zeichen setzen für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben. Jegliche Art von Hass, Hetze, Antisemitismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit wird von uns auf das Schärfste verurteilt.“

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