Terrorattenat in Hanau: Wir trauern mit den Familien der Opfer. Rechtsstaat und Demokratie maximal gefordert.

Wir wollen uns an Terror nicht gewöhnen. Wir brauchen eine solidarische Gesellschaft und einen wehrhaften Rechtsstaat, der sie schützt.

20.02.2020

Ein neuer Fall von offenbar rassistischer, fremdenfeindlicher Gewalt. Wir sind schockiert und unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Viele davon sollen kurdischstämmig sein. Den Verletzten wünschen wir eine schnelle, vollständige Genesung.
Als kleine Minderheit jüdischer BürgerInnen stehen wir solidarisch an der Seite der größeren, kurdischstämmigen Minderheit gegen jedwede Form von Hass und Gewalt.
Solche schrecklichen Ereignisse sind eine Herausforderung für unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft und den Rechtsstaat. Direkt wurden auch leider erste Stimmen laut, welche die entstandene Beunruhigung für ihre eigene Agenda missbrauchen wollen. Die Sicherheitsbehörden sollen ihre Arbeit machen können. Es ist ein Moment, in dem der Rechtsstaat und nicht die Populisten aller Seiten den Ton angeben dürfen. Das schulden wir der Würde der Opfer und dem Schutz unserer freien Gesellschaft.

Serê we sax be!
Îro em hehî kurden!

Heute sind wir alle Kurdên!
Unser aufrichtiges Beileid!

v.l.n.r: E. Adler (Vorsitzender WI), Ali-Ertan Toprak (Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland) (Archivfoto)
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