Judenhass am Brandenburger Tor

Erklärung, 09.12.2017

09.12.2017

Wir sind geschockt. Geschockt über die Aggression, die uns Juden von augenscheinlich muslimischen Teilen der Gesellschaft entgegenschlägt. Sie lassen uns durch Parolen wissen, dass wir entweder massakriert werden  oder als erpresste Dhimmis unter ihrer Herrschaft leben sollen. (Dank an mena-watch: „Eine weitere Parole lautete: „Khaybar Khaybar ya yahud, jaish Mohammed sa yaoud“ =„Chaibar, Chaibar, oh ihr Juden! Mohammeds Heer kommt bald wieder!“ – ein Verweis auf die Schlacht von Chaibar im Jahr 628, bei der der Prophet Mohammed und seine Anhänger gegen die in der Oase Chaibar lebenden Juden kämpften. Die Juden waren damals gezwungen, sich zu ergeben, nachdem viele von ihnen massakriert worden waren.“)

Wir sind enttäuscht, wie zahlreich und engagiert sich diese Leute gegen Juden und gegen die einzige Demokratie im Nahen Osten, Israel,  mobilisieren lassen und wie unmöglich es ist, von ihnen auch nur annähernd Ähnliches in der Verurteilung von islamistischem Terror zu erleben.

Wir sind geschockt, aber nicht überrascht. Schon 2014, während des Gaza-Kriegs wünschten uns diese Leute den Tod! Wir sind höchst besorgt, dass die Ankündigung des US-Präsidenten bzgl. der Anerkenntnis Jerusalems als Hauptstadt Israels, die deutsche Politik mehr zu beunruhigen scheint, als diese Hasser, 200 Meter vom Reichstag entfernt. Die Polizei hat die Veranstaltung nach einer Weile aufgelöst. Den Hass tragen diese “Demonstranten” weiterhin durch die Stadt. Wir appellieren an die Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene, dringend alles in ihren Möglichkeiten Stehende zu tun, um Derartiges jetzt und in Zukunft zu unterbinden. Eine Einkesselung mit Personalienfeststellungen und Verhaftungen der Rädelsführer wären sinnvoll gewesen, um die Gesellschaft gezielt vor  diesen Leute schützen zu können. Dieser Missbrauch des Rechts auf freie Meinungsäußerung und des Demonstrationsrechts ist unerträglich.

Beweisvideo:

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