Presseerklärung zu den deutsch-israelischen Regierungskonsultationen in Israel

“Unsere beiden Länder können von einer starken Partnerschaft profitieren”  

04.10.2018

Zu den heutigen, in Israel stattfindenden, deutsch-israelischen Regierungskonsultationen erklärt die WerteInitiative jüdisch-deutsche Positionen e.V.:

Wir als deutsche Juden schauen erwartungsvoll auf die heutigen deutsch-israelischen Regierungskonsultationen. Israel ist für uns ein besonderes Land, in das Viel von uns familiäre oder freundschaftliche Kontakte haben. Auch emotional hat der Staat Israel für die meisten Juden eine hohe Bedeutung.

Für Deutschland ist Israel seit über 50 Jahren einer der wichtigsten diplomatischen Partner. Vor dem Hintergrund der leidvollen Geschichte entstanden, sind die deutsch-israelischen Beziehungen heute so vielfältig wie die beiden Gesellschaften selbst. Damit die vielschichtigen  Beziehungen zukunftsfähig bleiben und weiter ausgebaut werden, braucht es diese Regierungskonsultationen.

Beide Länder können in den unterschiedlichsten Bereichen voneinander profitieren. So ist die führende Start-Up-Nation am Mittelmeer heute beispielsweise weltweites Vorbild in Sachen Technologie und Innovation und damit ein optimaler Wirtschaftspartner für den Exportweltmeister Deutschland.

Beim gesellschaftlich relevanten Thema der Integration kann Deutschland von Israel einiges lernen. Denn Israel gelang es schon als jungem Staat, eine große Anzahl von Flüchtlingen und Einwanderern aus verschiedenen Ländern zu integrieren.

Der Wert einer guten Zusammenarbeit wird auch im Bereich der heute untrennbar miteinander verbundenen Außen- und Innenpolitik deutlich. Der Vorsitzende der WerteInitiative, Elio Adler, dazu:

“Beide Länder sehen sich mit der Bedrohung durch Terror konfrontiert. Daher sollte es im Interesse beider Länder sowie unserer gemeinsamen Werte sein, die Bevölkerung vor kriminellen Aktivitäten von Terror-Organisationen, wie z.B. der Hisbollah, zu schützen. Wenn diesen auf deutschem Boden entschieden entgegengewirkt wird, kann damit sowohl bei uns in Deutschland als auch in und um Israel der Frieden gewahrt werden.“

Ferner sollten auch zukünftig Begriffe wie „Staatsräson“ und „Besondere Beziehungen“ mit Leben und Inhalt gefüllt werden. Ein deutsch-israelischer Jugendaustausch, bei dem die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen, jenseits des Geschichtsunterrichts, besteht, ist dafür essentiell.

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