Presseerklärung zur Gründung einer jüdischen Gruppe in der AFD (JAFD)

Mit Befremden und Besorgnis nehmen wir zur Kenntnis, dass sich innerhalb der AfD eine jüdische Parteigruppe gründet.

23.09.2018

Mit Befremden und Besorgnis nehmen wir zur Kenntnis, dass sich innerhalb der AfD eine jüdische Parteigruppe gründet. Wir halten jedes Engagement in dieser Partei für falsch, denn sie benutzt ihre vermeintliche Juden- bzw. Israel-Freundschaft insbesondere als Legitimation, um gegen Muslime zu agitieren.

Es ist nicht nur die Rhetorik von Figuren wie Gedeon, Höcke, Gauland oder Weidel, die erkennen lässt, woher der Wind weht; auch, wer sich durch diese Partei angezogen fühlt, macht das deutlich: Die so genannten „besorgten Bürger“ unterlassen es regelmäßig, sich von mitmarschierenden, hasserfüllten Neonazis abzugrenzen und delegitimieren sich somit selbst. Damit sind sie in einer Linie mit den Funktionären der AfD, welche dem äußeren rechten Rand ihrer Follower meist mit Schweigen begegnen.

Liebe AfD-affine Juden: Es läuft sicherlich nicht alles rund in Deutschland und es gibt Probleme, die speziell uns Juden betreffen. Die AfD jedoch wird diese Probleme nicht zu Gunsten eines friedlichen Miteinanders unterschiedlicher Kulturen lösen, sondern spalten. Ihr Muster wird dabei sein: „Heute die, morgen ihr“. So wird man sich scheibchenweise einer monoreligiösen und vornehmlich national-ethnisch definierten Gesellschaft nähern.

Wir sagen deshalb: Juden dienen nicht als Feigenblatt für plumpe AfD-Hassbotschaften!

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