Bei Botschafter Boris Ruge, stellv. Vorsitzendem der Münchener Sicherheitskonferenz

Botschafter Ruge von der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) empfängt Elio Adler in Berlin

26.08.2021

Als jüdische Bürgerinnen und Bürger erleben wir die enge Verbindung von Aussen-/Sicherheitspolitik und der Atmosphäre in Deutschland.

Daher war es uns wichtig, einen der Menschen wiederzutreffen, deren Organisation der internationalen Außenpolitik eines der bedeutendsten Foren bietet: Botschafter Boris Ruge ist stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Auf der MSC treffen sich jährlich Staatschefs, Minister, Entscheidungsträger und Experten in einem nicht-staatlichen Rahmen, um in vertraulicher Atmosphäre über aktuelle oder sich ankündigende Themen zu sprechen.

Tagesaktuell beschäftigte uns im Gespräch natürlich die katastrophale Situation in Afghanistan und welche Lehren daraus möglicherweise gezogen werden könnten. In Mali z.B. könnte eine analoge Situation entstehen. Die unzureichenden Fähigkeiten der Bundeswehr, solche Lagen auch ohne US-Unterstützung bewältigen zu können, stellen gewiss eine Herausforderung dar. Dieser wird sich die nächste Bundesregierung stellen müssen.

Ein weiteres Thema war Nahost. Im Rahmen des bewaffneten Konfliktes zwischen der Hamas und Israel vor wenigen Monaten ist deutlich geworden, wie schnell sich der dortige Konflikt auf Deutschlands Straßen widerspiegelt und welche Relevanz das für das Sicherheitsgefühl von uns Juden hat.

Wir haben außerdem die Gelegenheit genutzt, Herrn Botschafter Ruge von unserer Erhebung zu berichten. Die WerteInitiative befragt derzeit jüdische Bürger, welche Bedeutung für sie einzelne außenpolitische Themen haben und wie sie die derzeitige Politik diesbezüglich einschätzen.

Herr Botschafter Ruge war interessiert daran, den Reader mit den Erhebungsergebnissen nach Fertigstellung zu erhalten.

Herr Botschafter, vielen Dank für das Gespräch!