Nazi-Gedenken in Budapest

06.02.2020

Absehbare Nazi-Eskalation: Auch dieses Jahr trifft sich wieder die gewaltbereite Neonaziszene zum „Tag der Ehre“, am 8. Februar, in Budapest. Ungarn scheint für sie ein attraktiver Treffpunkt zu sein. Die Rechtsextremen tragen dort historische Naziuniformen, Banner des in Deutschland verbotenen „Blood and Honour“ und „Combat 18“ Netzwerks.
Auch deutsche Neonazis sind Teil dieser Veranstaltung. Der Dortmunder Neonazi Matthias Deyda (Die Rechte) zitierte in seinem Redebeitrag 2019 Adolf Hitler. Er nannte Hitler den „bekanntesten und größten deutschen Staatsmann der Geschichte“. „Der Feind, der uns versucht zu bekämpfen ist immer noch derselbe wie vor 80 Jahren“, so Deyda weiter.

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus hat dieses Treiben letztes Jahr eindrucksvoll dokumentiert. Wenn Neonazis europaweit SS-Nazis huldigen, braucht es eine gesamteuropäische Antwort darauf.

https://jfda.de/blog/2019/02/10/deutsche-neonazis-bei-gedenken-an-waffen-ss-in-budapest/

Hier einige Informationen des Verfassungsschutzes zum Marsch in Budapest, zum sog. „Lukov-Marsch“ in Sofia und die Beteiligung deutscher Neonazis:

https://www.verfassungsschutz.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/newsletter/newsletter-archive/bfv-newsletter-archiv/bfv-newsletter-2019-01-archiv/bfv-newsletter-2019-01-thema-02 

Foto: JFDA

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