Pressemitteilung: Kippa tragen

Pressemitteilung: Kippa tragen / Dr. Felix Klein / Heiko Maas /Quds-Marsch

29.05.2019

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Dr. Felix Klein, steht vor einer schwer lösbaren Aufgabe: Antisemitismus ist ein Phänomen, das sich durch viele Bereiche der gesamten Gesellschaft zieht: unter Rechtsextremen, Linksextremen, Islamisten und auch im kulturellen Gedächtnis der Mehrheitsgesellschaft ist er zu finden. So breit das Spektrum seines Vorkommens, so zielgruppenspezifisch müssen Problemanalysen und Lösungsansätze sein. Dazu kommt, dass Herr Dr. Klein hinsichtlich Handlungsmöglichkeiten stark beschränkt und seine Ausstattung schwach aufgestellt ist.

Daniel Kohn aus dem Vorstand der WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen: „Mit seiner Aussage, dass sich Juden in Deutschland nicht überall gefahrlos durch religiöse Symbole als Juden zu erkennen geben können, hat er den Finger in die Wunde gelegt und eine wichtige Debatte über die Sicherheit der Juden in Deutschland angestoßen. Und jeder, der einmal in einer Synagoge in unserem Land war und dort von Polizei, Sicherheitspersonal, Mauern und Panzerglas umgeben war, wird kaum etwas anderes behaupten können.“

Seine Aufforderung an die Mehrheitsgesellschaft, sich dem Quds-Marsch am Samstag symbolisch entgegenzustellen ist begrüßenswert. Auch, wenn die wenigsten dieser Forderung folgen werden, werden sich viele fragen, warum diese es nicht tun: Um keinen Anfeindungen ausgesetzt zu sein.

Die Aufforderung von Bundesaußenminister Maas, die Kippa im öffentlichen Raum nicht zu verstecken und damit offensiv Gesicht zu zeigen, unterstützen wir. Dazu gehört jedoch auch, dass sich quer durch alle politischen Bereiche eine stringente Haltung sowie resolutes Handeln gegen jeglichen Antisemitismus zieht.

Eine konkrete Gelegenheit, aktiv gegen Antisemitismus und für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft einzutreten gibt es am Samstag in Berlin. Wir freuen uns über jede(n) Demokraten/in, der/die mit uns gegen den anti-freiheitlichen und antisemitischen Quds-Marsch demonstriert. 1. Juni, 15:00 Uhr, Georg-Grosz-Platz. Mit oder ohne Kippa auf dem Kopf.

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