Tacheles! Nach allen Beschlüssen und Absichtserklärungen gegen Judenhass?

jüdisch-deutsche Organisationen formulieren konkrete Erwartungen an den Bundesbeauftragten und die Landesbeauftragten gegen Antisemitismus

09.07.2018

Wir formulieren anwendbare und konkrete Erwatungen, die für uns die Blaupause im Kampf gegen Antisemitismus darstellen. Daran werden wir messen, wer es ernst meint.

In den letzten Monaten gab es eine Reihe von Beschlüssen des Bundestages sowie mehrerer Landesregierungen und -parlamente zur Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus. Diese Beschlüsse begrüßen wir ausdrücklich!

Die vielen Beschlüsse und gut gemeinten Absichtserklärungen müssen jetzt in konkrete Formen gegossen und in Handlungen überführt werden. Daher hat die WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen gerne mit dem Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) kooperiert und an der „Grundsatzerklärung zu Bekämpfung des Antisemitismus“ mitgewirkt.  Die Grundsatzerklärung findet sich im Anhang dieser E-Mail.

Mit dieser Grundsatzerklärung stellen wir zusammenfassend die Kriterien, sowie die konkreten politischen Gestaltungsaufgaben vor. 

„Nun ist es Zeit, die verschiedenen Beschlüsse auf Bundes- und Landesebene gegen Judenhass in konkrete Aktivitäten zu überführen,“ sagt Elio Adler, der Vorsitzende der WerteInitaitive  jüdisch-deutsche Positionen. „Wenn vom Kampf gegen Antisemitismus die Rede ist, dann ist das oft recht diffus und erscheint manchmal hilflos. Mit dieser Grundsatzerklärung benennen die Betroffenen  wir jüdischen Bürger  was wir darunter verstehen. Für den Schutz jüdischen Lebens und gegen Antisemitismus zu sein heißt heutzutage, an vielen Stellen bequeme, eingetretene Pfade zu verlassen und Probleme ehrlich  und nachhaltig anzugehen!“

Wir freuen uns über die Vielzahl an Unterstützern/innen, die sich exponiert mit jüdischem Leben und der Auseinandersetzung mit Antisemitismus in Deutschland befassen und diese Grundsatzerklärung mittragen. 

Die Diskussion über Antisemitismus und seine Bekämpfung soll einen neuen Impuls von kompetenter Seite erhalten. Die Erklärung soll der Abwertung der Erfahrungen der von Antisemitismus Betroffenen, dem Verharmlosen des israelbezogenen Antisemitismus, dem Kleinreden und der Relativierung des in muslimischen Milieus auftretenden Antisemitismus sowie der Gleichsetzung mit allen Arten gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegenwirken.

 

Link zum Grundsatzpapier

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