Treffen mit der Heinrich-Böll-Stiftung

Wir hatten die Heinrich-Böll-Stiftung in der Vergangenheit kritisiert, heute sprachen wir mit den Verantwortlichen

20.11.2018

Wir hatten die Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) in der Vergangenheit wegen unserer Auffassung nach einer sehr einseitigen, anti-israelischen Veranstaltung bzw. Äußerungen ihrer Stiftungsleitenden in Ramallah schriftlich und öffentlich kritisiert. Daraufhin kam es heute mit Verantwortlichen der Stiftung zu einem Gesprächstermin.

Wir haben beide Vorfälle besprochen und konnten neben unseren inhaltlichen Bedenken auch deutlich machen, warum wir uns gegen beide Vorkommnisse geäußert haben: Auch, weil sie eine negative Wirkung für Juden in Deutschland haben können. Wer den Nahostkonflikt einseitig kommuniziert, feuert automatisch Antisemitismus in Deutschland an.

Wir haben betont, dass man für die Bekämpfung des Antisemitismus – auch des Israel-bezogenen Antisemitismus  – eingetretene Pfade verlassen muss und bei allem verständlichen Interesse an einer pluralen Darstellung des israelisch-palästinensischen Konfliktes, rote Linien respektieren muss. Das Existenzrecht Israels ist eine solche rote Linie, welche z.B. von der BDS-Bewegung in diesem Fall überschritten wird. Darin bestand Einigkeit.

Die Vertreter(in) der HBS haben dargestellt, dass sie die Methoden und Ziele der BDS Bewegung ablehnen, da man für die Lösung des Konfliktes Dialog benötige, welcher von den Unterstützern der BDS Bewegung ja abgelehnt werde. Auch die Diffamierung Israels, wie beispielsweise durch den Vergleich Israels mit einem Apartheid-Regime, wurde eindeutig zurückgewiesen. Uns wurde deutlich, dass in der Heinrich-Böll-Stiftung die Problematik unserer Kritik verstanden hat.

Beim Treffen anwesend waren: Dr. Antonie Katharina Nord (Referatsleiterin Nahost und Nordafrika), Michael Alvarez-Kalverkamp (Pressesprecher HBS) und Niko Pewesin (Referent Israel, Palästina, Ägypten und Jordanien). Dr. Elio Adler (Vorstandsvorsitzender) und Aras-Nathan Keul (Vorstandsreferent).

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