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WerteInitiative.
jüdisch-deutsche Positionen

Freiheit ist per definitionem ein labiler Zustand und keineswegs selbstverständlich. Sie wird von den Rändern her (politische & religiöse Extremisten, Terroristen) erodiert. Wir sehen die aktuellen gesellschaftlichen, kulturellen und sicherheitspolitischen Herausforderungen als „Erosionsversuche an der Freiheit“, für deren Wahrnehmung wir Juden schon immer sehr sensibel waren und sind.

Der beste Schutz gegen den Verlust von Freiheit sind starke, präsente Werte im gesellschaftlichen Bewusstsein. Sie immunisieren einerseits gegen Extremismus, geben aber andererseits einer Gesellschaft den inneren Zusammenhalt und Rückhalt, den sie braucht, um Erosionsversuchen von außen stark zu begegnen.

Als jüdische Deutsche sehen wir uns als Träger freiheitlich-demokratischer Werte und haben klare Erwartungen an den Staat, dessen Aufgabe es ist, aus Werten Regeln zu machen und der nicht aus falsch verstandener Toleranz darauf verzichten darf, Recht und Gesetz konsequent durchzusetzen.

Teile der Bevölkerung fühlen sich von der politischen Führung unseres Landes nicht verstanden. Politik(er)verdrossenheit ist oft die Resignation vor der Komplexität politischer Zusammenhänge. Es sollte kein Gefühl entstehen, dass die eigene Meinung irrelevant und nicht Teil der gesellschaftlichen Konsensbildung ist. Wir leisten als jüdische Bürger unseres Landes mit der WerteInitiative einen konstruktiven und mitunter beratenden Beitrag zu Themen des politischen und gesellschaftlichen Diskurses.

Durch Gesprächskreise, Stellungnahmen, Hintergrundgespräche mit Entscheidungsträgern und Impulse in der öffentlichen Debatte koppeln wir Politik und zivilgesellschaftliches, jüdisch-deutsches Engagement direkt miteinander.


Portraits
o.v.l.n.r: Selma Merbaum, Else Lasker-Schüler, Lise 
Meitner, Max Liebermann, Albert Einstein, Rosa 
Luxemburg
u.v.l.n.r: Gutav Mahler, Heinrich Heine, Franz Kafka, 
Lesser Ury, Nelly Sachs, Siegmund Freud,