Gedenkgottesdienst anlässlich des Jahrestages des Terrorangriffs am Breitscheidplatz

Erklärung, 23.12.2017

23.12.2017

Die Opfer werden verhöhnt, die Gesellschaft an der Nase herumgeführt und die moderaten, säkularen Muslime der Stadt bekommen einen Tritt ins Gesicht. Die Message ist: es gibt kein Entweichen vor den Islamisten!

Berlin (stellvertretend für die gesamte Bundesrepublik) ist unfähig mit dem politischen Islam umzugehen. Chronisch wird dessen Invasivität, Aggressivität und auf langfristigen Erfolg ausgelegte Strategie unterschätzt. Die Auswahl eines über alle Zweifel erhabenen Imams bzw. einer solchen Imamin, hätte ein positives Signal an die muslimische Community und die deutsche Mehrheitsgesellschaft sein können. Leider wurde diese Chance verpasst und einem umstrittenen Imam das Wort gegeben. Einer der Veranstalter, die Evangelische Kirche, erklärt nun, dass Mohammed Matar vom “Zentralrat der Muslime” empfohlen wurde. Damit hat die Kirche die Gelegenheit versäumt, selbst politisch zu gestalten.

Haben die verantwortliche Staatssekretärin, Frau Chebli, oder der Regierende Bürgermeister, Herr Müller, den Namen von Herrn Matar einmal gegoogelt?
Diese Gemengelage macht den Gedenkgottesdienst zu einem weiteren Tiefpunkt im Umgang mit dem Attentat.

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