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Treffen mit Bundespräsident a.D. Prof. Horst Köhler

Bundespräsident a.D. Professor Horst Köhler war schon während seiner Amtszeit ein weit vorausdenkender Repräsentant Deutschlands und daher haben wir an den Gesprächstermin mit ihm hohe Erwartungen geknüpft. Und so waren wir uns einig: eine jüdische Zukunft in Deutschland ist untrennbar an eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft und einen funktionierenden Rechtsstaat gekoppelt.

Prof. Köhler hat dafür seit jeher ein besonderes Gespür – denn er war stets nahe an der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland. Sein Blick auf uns ist der auf deutsche Bürgerinnen und Bürger, die in Deutschland zu Hause sein können und sich inmitten der Gesellschaft sicher fühlen sollen. Eine Perspektive, die wir als Verein ebenso teilen.

Wir sind Herrn Professor Köhler dankbar für den motivierenden Zuspruch bzgl. unserer Arbeit und freuen uns auf den künftigen Austausch

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Brief an Freiburgs OB Martin Horn

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Horn,

in unserem Schreiben an Sie vom 10. Juni dieses Jahres haben wir unsere Kritik an der Partnerschaft zwischen Ihrer Stadt Freiburg und der iranischen Stadt Isfahan erläutert.

Die Entwicklungen im Iran bestätigen unsere Position: Seit Wochen geht das Mullah-Regime mit äußerster Härte gegen die Bevölkerung vor. Das Eintreten für eine Gleichbehandlung der Geschlechter, für religiöse Freiheit und gegen die diktatorische Unterdrückung durch das Regime verdient die eindeutige Unterstützung aller Demokratinnen und Demokraten. Iranerinnen und Iran, die für universelle Grundwerte eintreten, werden erschossen, verschleppt und gefoltert.

Gestern wurde der regimekritische Rapper Toumaj Salehi von den Behörden festgenommen und in ein Gefängnis in Isfahan verschleppt. Dort wird er momentan wahrscheinlich gefoltert.

Vor diesem Hintergrund wiederholen wir unsere Forderung vom Juni: Mit der Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Isfahan wird das frauenunterdrückende, folternde und mordende iranische Regime aufgewertet. Diese Aufwertung sollte spätestens jetzt ein Ende haben.

Wir behalten uns vor, dieses Schreiben und Ihre Antwort zu veröffentlichen. Für ein Gespräch stehen wir Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Elio Adler
-Vorstandsvorsitzender-

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Wir haben zusammen mit über 180 anderen – meist jüdischen – Organisationen Twitter angeschrieben

Since its establishment, Twitter has become one of the world’s preeminent social media platforms for online discussions, where citizens, elected officials, and the media exercise their right to free expression and engage in healthy and productive conversations.

To maximize the probability that the future is good, the world needs an online platform where everyone can participate. Unfortunately, this is not the case, as Jewish users are subject to unrelenting harassment on Twitter.

We, the undersigned 180 nonprofit and civil rights organizations, believe that exchanges of ideas on Twitter must not undermine the safety or well-being of users, especially those from vulnerable communities.

Consistent with that principle, Twitter’s guidelines should afford protection to Jewish Twitter users from antisemitic content and harassment. This is particularly urgent given the record-breaking spike in antisemitic incidents over the last three years. For example, between 2020-2021, antisemitic incidents surged by 78% in the United Kingdom and 75% in France, while the United States saw an all-time high with 2,717 recorded antisemitic incidents, a 34% increase from the prior year.

In order to fight antisemitism properly, it must be defined.

Therefore, we call on you to update Twitter’s anti-hate policies by adopting the globally recognized IHRA Working Definition of Antisemitism as a guiding tool to stymie the spread of Jew hatred.

Nearly 40 countries, including the United States, have already endorsed or adopted the IHRA Working Definition. In addition, an overwhelming majority of civil society groups, at the forefront of the fight against antisemitism, encourage the use and adoption of the IHRA Working Definition.

The IHRA Working Definition covers various types of antisemitism, including justifying the killing of Jews in the name of radical ideology, Holocaust denial, and denying the Jewish right to self-determination in the State of Israel.

We believe the only way to truly grasp how pervasive antisemitism is on Twitter is to witness it. For this purpose, we present you with a data sample of more than 1,000 recent antisemitic tweets, all satisfying the IHRA Working
Definition, collected and vetted in an interactive database (attached in
Appendix A).

Adopting the IHRA Working Definition would provide Twitter with an effective and neutral tool to protect Jewish users from antisemitic content along with the hate and violence it can inspire (see Appendices B and C for more details).

We urge you to help Twitter rise to its commitment to be the “modern town square,” and facilitate a future that is good, by fully adopting the IHRA Working Definition of Antisemitism.

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Stellenausschreibung für

Vorstandsreferent (m/w/d)

Die WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen e.V. tritt als jüdische NGO insbesondere an, um die jüdische Zukunft in Deutschland zu sichern. Wir engagieren uns für ein friedliches, gesellschaftliches Miteinander basierend auf Respekt, Menschenwürde und Freiheit. Wir ergreifen daher Initiative gegen Diskriminierung, Rassismus, Extremismus und gegen Antisemitismus. Wir stärken die freiheitliche Demokratie und fördern das deutsch-israelische Verhältnis.

Zum 01.12.2022 ist die Stelle des Vorstandsreferenten (m/w/d) in Vollzeit (39 Wochenstunden) zu besetzen. Die Anstellung erfolgt unbefristet.
Der Arbeitsort ist in Berlin-Mitte in unmittelbarer U-Bahn-Nähe.

Tätigkeitsprofil

  • Monitoring der politischen/kulturellen/wirtschaftlichen Themen rund um jüdisches Leben in Deutschland.
  • Aufbereitung und Verfassung fachkundiger Tisch- und Entscheidungsvorlagen für den Vorstand
  • Verfassen von Statements, Konzepten, Papieren, Presseerklärungen etc.
  • Vor- und Nachbereitung sowie Begleitung des Vorstands zu Terminen
  • Verfassen von Ergebnisprotokollen der Termine und Verarbeitung für Beiträge auf Website, in Social Media, in Newsletter
  • Entwicklung und Umsetzung neuer Veranstaltungsformate des Vereins
  • Fachliche Anleitung eines Referenten-Teams
  • Organisation von Veranstaltungen des Vereins mit überregionalem Charakter
  • Kontaktpflege und Erweiterung des Netzwerks der WerteInitiative

Anforderungen

  • Hochschulstudium (mind. Bachelorabschluss / bevorzugt Geistes- und Sozialwissenschaften) oder umfassende Erfahrungen im ausgeschriebenen Arbeitsfeld
  • Kenntnisse der politischen Landschaft in Deutschland, grundlegende Kenntnisse im Bereich jüdischer Themen
  • Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft
  • Sehr gute Organisationsfähigkeit, Eigenständigkeit und Fähigkeit, sich in komplexe Themen einzufinden
  • Exzellente Kommunikationsfähigkeit, gute Ausdrucksfähigkeit im Deutschen, Erfahrung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit
  • Erfahrung in der Handhabung sozialer Medien (Instagram, Twitter, Facebook)
  • Grundkenntnisse in Bildbearbeitung (z.B. Canva, InDesign, Photoshop) wünschenswert
  • Erfahrung auf dem Gebiet der Vereinsarbeit von Vorteil

Wir bieten

  • eine Einstellung in Entgeltgruppe E11 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst
  • 30 Urlaubstage bei einer 5-Tage-Woche, zusätzlich freier Tag an Rosch HaSchana und Jom Kippur.
  • ein breites Aufgabenspektrum sowie gute Entwicklungsmöglichkeiten, interessante, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeiten in einem kompetenten und kreativen Team
  • Freiraum zur Verwirklichung eigener Ideen in Ihrem Verantwortungsbereich
  • Offene, wertschätzende Kommunikations- und Arbeitskultur, regelmäßige Reflexionsformate und eigenverantwortliches Arbeiten

Wir bitten Sie, Ihre  Bewerbung an vorstand (at) werteinitiative.de zu senden.

Aktivitäten Top WI-Talk

WI-Talk zum Iran: Aufstand für die Freiheit. Was Deutschland jetzt tun muss.

In diesem WI-Talk diskutieren Maryam Blumenthal (Bündnis 90/Die Grünen) und die Aktivistin Daniela Sepehri über die aktuelle Protestbewegung im Iran, die seit der Ermordung der 22-jährigen Jina Mahsa Amini Mitte September 2022 ausgelöst wurde.

Das menschenverachtende Regime der Islamischen Republik verübt seit 43 Jahren massive Menschenrechtsverbrechen, betreibt einen aggressiven Antisemitismus, finanziert Terror weltweit und sein langer Arm reicht bis nach Deutschland.

Moderation: Leonard Kamniski

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Treffen mit S.E. Botschafter Seibert

Das Verhältnis von Deutschland zu Israel ist für Jüdinnen und Juden von besonderer Bedeutung. Eine der Schlüsselpositionen dafür ist die des deutschen Botschafters in Israel und früheren Sprechers der Bundesregierung, Steffen Seibert. Botschafter Seibert zeigte sich besorgt darüber, dass gemäß Umfragen das Image Israels in Deutschland erheblich schlechter sei als umgekehrt.

Unser Vorsitzender führte u.a. das deutsche UN-Abstimmungsverhalten als eines der Ursachen dafür an.

Beide waren sich einig: das Besondere Verhältnis zwischen Israel und Deutschland basiert auf einer schmerzhaften Historie. Die Freundschaft und Partnerschaft zwischen beiden Ländern entwickelt sich jedoch heute durch gemeinsame Werte und viele gemeinsame Interessen.

Wir danken dem Botschafter Seibert für den freundlichen Austausch und freuen uns auf die Fortsetzung unseres Kontakts.

360°

Diskussionsreihe 360°: „Desinformation“

Eine der größten Herausforderungen des digitalen Zeitalters ist die Geschwindigkeit der Verbreitung von Falschinformationen und damit einhergehender Verschwörungserzählungen. Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie beherrschen Fakenews und Desinformationskampagnen das Internet und die Medien. Ein globales Phänomen, das längst in Deutschland angekommen ist. Ein fester Bestandteil sind gesteuerte Desinformationskampagnen, wie sie etwa der deutsche Ableger des russischen Staatssenders Russia Today vor der jüngsten Bundestagswahl betrieb.

Mit zunehmend digitalisierter Kommunikation wächst die Vulnerabilität. Desinformationen kommen heutzutage im Gewand aktueller Nachrichten daher. In der Flut von Informationen lassen sie sich kaum von seriöser Berichterstattung unterscheiden.

Hinzu tritt die Verbreitung alternativer Medienplattformen wie Telegram, auf denen gezielt Antisemitismus befeuert wird.

Das Internet wirkt wie ein Katalysator für Verschwörungsmythen und Falschinformationen. Was ist ihre Ursache? Sind es gezielte Kampagnen und wenn ja, wie organisiert sind sie? Wer oder was ist das Angriffsziel von Desinformation und was können Politik und Zivilgesellschaft dem entgegensetzen?

Diese Fragen diskutiert die WerteInitiative in Kooperation mit dem Think und Do-Tank „Institute for Strategic Dialogue“ (ISD Germany) mit ihren Gästen.

Auf dem Podium sprechen:

• Rita Schwarzelühr-Sutter (Parl. Staatssekretärin Innenministerium, SPD)
• Benjamin Strasser (Parl. Staatssekretär Justizministerium, FDP)
• Pia Lamberty (Center for Monitoring, Analysis, and Strategy / CeMAS)
• Julia Smirnova (Institute for Strategic Dialogue / ISD Germany)
Moderation: Karolin Schwarz (Autorin: Hasskrieger. Der neue globale Rechtsextremismus)

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Treffen mit Dr. Felor Badenberg, Vizepräsidentin Bundesamt für Verfassungsschutz

Seit Kurzem hat der deutsche Inlandsnachrichtendienst eine neue Vizepräsidentin, Frau Dr. Felor Badenberg. Im Gespräch zwischen der Vizepräsidentin und unserem Vorsitzenden erörterten wir den 360° Ansatz der WerteInitiative: die Gefährdung der Demokratie und damit einhergehend die antijüdischen Anfeindungen aus allen Richtungen erkennen und die Gesellschaft und den Staat ertüchtigen, ihnen angemessen entgegenzutreten. Ferner tauschten wir uns über die derzeit zu beobachtenden Mobilisierungsversuche in Teilen der rechten Szene im Bezug auf den russischen Angriffskrieg aus.

Schließlich war der allgegenwärtige Online-Hass ein Thema im Gespräch mit Frau Dr. Badenberg. Nach wie vor kann diesem nicht ausreichend begegnet werden. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass diesem entschieden entgegengetreten werden muss.

Danke für das interessante Treffen und Ihre Arbeit zum Schutz einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.

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Treffen mit Dr. Florian Hengst, Antisemitismusbeauftragter der Generalstaatsanwaltschaft Berlin

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat einen neuen Beauftragten für das Thema Antisemitismus. Herr Dr. Florian Hengst löst seine Vorgängerin Claudia Vanoni ab, welche vor vier Jahren bundesweit eine der ersten Antisemitismusbeauftragten einer Staatsanwaltschaft war.

In unserem Gespräch ging es unter anderem um die verschiedenen Rechtsbereiche, die eine Rolle beim Schutz jüdischen Lebens spielen und die oft komplexen Zusammenhänge zwischen ihnen. Außerdem wurde schnell klar: An den Themen rund um die Gefährdung jüdischen Lebens lässt sich eine Vielzahl grundsätzlicher Probleme identifizieren und gegebenenfalls auch lösen.

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Umfrage „Jung und jüdisch in Deutschland“ – Jetzt teilnehmen!

Klima, Corona, Glaube, Diskriminierung, politische Teilhabemöglichkeiten – welche Themen beschäftigen Euch als junge Jüdinnen und Juden im Europäischen Jahr der Jugend 2022? Und welche Rolle spielt Euer Jüdischsein dabei?

Wir möchten mehr darüber erfahren und auch die Perspektive jüdischer Deutscher zwischen 15 und 35 in unsere politische Arbeit einbringen.

Die Teilnahme dauert nur 5-10 Minuten, beinhaltet sowohl offene als auch Multiple-Choice-Fragen und erfolgt anonym und DSGVO-konform.

Wir freuen uns über Eure Teilnahmen hier: https://survey.lamapoll.de/Jung-und-juedisch-in-Deutschland