Veranstaltungen WI in der Diskussion

Werte(Initiative) in der Diskussion: Die Israel-Boykottbewegung. Alter Hass in neuem Gewand.

Die Israel-Boykottbewegung. Alter Hass in neuem Gewand.

Buchpräsentation von Alex Feuerherdt und Florian Markl

 

Wann: Mittwoch, 18. November 2020, 19:00 Uhr
Wo: Online-Stream via Facebook

Seit Jahren sorgt die BDS-Bewegung in Deutschland und international für Aufsehen. Unterstützt von prominenten Personen, fordert die Bewegung einen totalen Boykott Israels. Im Zusammenhang mit BDS kam es zu zahlreichen antisemitischen Vorfällen – Jüdinnen und Juden nehmen dies mit größter Sorge zur Kenntnis.

2019 hat der Deutsche Bundestag die Resolution „BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten – Antisemitismus bekämpfen“ verabschiedet. In diesem Beschluss wurden Boykottaufrufe gegen den jüdischen Staat als antisemitisch verurteilt.

Doch die Kampagne geht weiter. Weltweit werden Jüdinnen und Juden von der Kampagne unter Druck gesetzt. Vereinzelt erfährt die Kampagne Unterstützung aus der Zivilgesellschaft. Doch wer steckt hinter diesen Aufrufen? Und was ist der Kern dieser Kampagne?
Die aktuelle Israel-Boykottbewegung behauptet, 2005 als Reaktion auf einen Aufruf der „palästinensischen Zivilgesellschaft“ entstanden zu sein, lediglich für die Einhaltung von Menschenrechten einzutreten und nicht antisemitisch zu sein. Die Realität sieht jedoch anders aus: Die Bewegung vernebelt durch die Berufung auf die Zivilgesellschaft ihre tatsächlichen Wurzeln. Es geht ihr nicht um die Rechte der Palästinenser, sondern um die Dämonisierung und Delegitimierung Israels. Sie vertritt alten Hass in neuem Gewand. In ihrer Propaganda wird Israel auf grotesk verzerrte Art und Weise diffamiert, ausgesondert und nicht nach den gleichen Maßstäben behandelt wie alle anderen Länder der Welt. Hieß es früher „Kauft nicht bei Juden!“, so lautet die Parole heute: „Boykottiert Israel!“

Alex Feuerherdt ist freier Publizist und lebt in Köln. Er arbeitet schwerpunktmäßig zu den Themen Israel, Nahost, Antisemitismus und Fußball und schreibt regelmäßig unter anderem für die Jüdische Allgemeine, n-tv.de, die Jungle World und Konkret. Außerdem ist er der Betreiber des Blogs Lizas Welt. Gemeinsam mit Florian Markl hat Feuerherdt bereits 2018 ein Buch im Verlag Hentrich & Hentrich veröffentlicht: „Vereinte Nationen gegen Israel – Wie die Uno den jüdischen Staat delegitimiert“.

Florian Markl ist Politikwissenschaftler und wissenschaftlicher Leiter des Nahost-Thinktanks Mena-Watch in Wien. Zuvor war er Archivar und Historiker beim Allgemeinen Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus und Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Beiträge von ihm sind u.a. den Zeitungen „Die Presse“ und „Der Standard“ und der Zeitschrift „konkret“ erschienen.

Moderiert wird das Gespräch von Elio Adler.

Die Veranstaltung findet online statt und wird auf Facebook gestreamt. Hier können auch Fragen an die beiden ExpertInnen gestellt werden: https://www.facebook.com/events/694850797821068

Der Stream wird direkt auf unserer Facebook-Seite zu sehen sein: https://www.facebook.com/WerteInitiative

Die Veranstaltung wird gefördert durch die „Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus“ der Amadeu-Antonio-Stiftung.

Veranstaltungen WI in der Diskussion

Video: Dr. Ronen Steinke und sein Buch: “Terror gegen Juden”

Antisemitische Gewalt erstarkt – versagt der Staat?

Dr. Ronen Steinke liest aus seinem neuen Buch “Terror gegen Juden”

 

Wann: Mittwoch, 30. September 2020, 19:00 Uhr
Wo: Literaturhandlung Berlin, Joachimsthaler Str. 13, 10719 Berlin

Hier die Aufzeichnung der Veranstaltung:

Ronen Steinke Foto: Regina Schmeken
Moderation: Gilda Sahebi

In Deutschland hat man sich an Zustände gewöhnt, an die man sich niemals gewöhnen darf: Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen sind alltäglich.  Judenhass wird durch Polizeischutz nicht weniger und Gerichtsurteile bekehren keine Antisemiten. Dennoch sind es Polizei und Gerichte, die sich der Manifestation dieses Hasses entgegenstellen müssen.

Der jüdische Autor Ronen Steinke, selbst Jurist, ist durch Deutschland gereist und erzählt von jüdischem Leben im Belagerungszustand. Er trifft Rabbinerinnen und Polizisten, Staatsschützer, Geheimdienstler und Minister. Viel muss sich ändern in Deutschland. Wir werden mit ihm darüber sprechen, was seiner Meinung nach zu tun wäre.

Die Veranstaltung wird von der Journalistin Gilda Sahebi moderiert.

Die Veranstaltung findet unter Einhaltung von coronabedingten Abstandsregeln statt. Die Zahl der Sitzplätze ist stark limitiert. Anmeldungen werden nach Eingang und Möglichkeit berücksichtigt.

Der Journalist und Autor liest aus seinem Buch und ist anschließend mit der Journalistin Gilda Sahebi sowie mit dem Publikum im Gespräch.

Hinweis: Im Rahmen der Veranstaltung werden Fotos und Videoaufnahmen zur öffentlichen Verwertung ohne namentliche Kennzeichnung erstellt.

Die Veranstaltung ist mittlerweile ausverkauft. Es wird eine Videoaufzeichnung geben, die anschließend online zur Verfügung gestellt wird.
Veranstaltung in Kooperation mit der Literaturhandlung und im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.

Ticketpreis: 10 EUR  / 8 EUR für Mitglieder und Freundeskreis der WerteInitiative

Ticketreservierung: 030 / 8824250  oder  info@literaturhandlung.de

Es gilt folgender Einlassvorbehalt: Personen, die extremen Parteien oder Organisationen angehören, erkennbar oder bekanntermaßen einer extremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.