Aktivitäten Top Veranstaltungen

Werte(Initiative) in der Diskussion: „Operation Allah“ – Buchpräsentation von Ahmad Mansour

Wann: 29. September 2022; 18:00 Uhr (Einlass 17:00 Uhr), Wo: Berlin City West

Der Eintritt ist kostenlos und nur mit Anmeldebestätigung. Anmeldung bis 27.September, unter: Anmeldeformular.

Veranstaltung in Kooperation mit der Literaturhandlung.

„Operation Allah – Wie der politische Islam unsere Demokratie unterwandern will.“ – Buchpräsentation mit Ahmad Mansour.

Die WerteInitiative lädt in ihrer Reihe „Werte(Initiative) in der Diskussion“ in Kooperation mit der Literaturhandlung den deutsch-israelischen Psychologen und Bestsellerautor Ahmad Mansour ein, sein neues Buch zu präsentieren.

Der Islamexperte, Bestsellerautor und Träger des Bundesverdienstkreuzes 2022, Ahmad Mansour, nimmt in seinem neuen Buch „Operation Allah“ den Politischen Islam innerhalb unserer demokratischen Strukturen in den Blick und plädiert für einen europäisch geprägten Islam mit demokratischen Werten.

Moderation: Leonard Kaminski, WerteInitiative e.V.

Über unseren Gast:

Ahmad Mansour ist Diplom-Psychologe und Autor aus Berlin. Geboren 1976 in Kfar Saba besitzt er die israelische und die deutsche Staatsangehörigkeit. 2018 gründete Mansour eine Initiative für Demokratieförderung und Extremismusprävention, die verschiedene Projekte im Bildungs- und Integrationsbereich sowie in Justizvollzugsanstalten durchführt. Mansour engagiert sich zudem beharrlich gegen Antisemitismus. 2015 erschien sein Buch »Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen«, im August 2018 folgte »Klartext zur Integration – Gegen falsche Toleranz und Panikmache«. Sein drittes Buch »Solidarisch Sein! Gegen Rassismus, Antisemitismus und Hass« erschien im Oktober 2020. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.

Der Eintritt ist kostenlos und nur mit Anmeldebestätigung. Anmeldung bis 27.September, unter: Anmeldeformular.

Veranstaltungen

Werte(Initiative) in der Diskussion im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Berlin

Wann: 14. September 2022; 18:00 Uhr (Einlass 17:00 Uhr)
Wo: Oranienburger Straße 28 – 31, 10117 Berlin

Der Eintritt ist kostenlos und nur mit Anmeldebestätigung.

Anmeldung bis 10.September, unter: anmeldung@werteinitiative.de

Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Berlin in Kooperation mit der Literaturhandlung.

Koscher durch die Krisen – Ein Abend mit und über jüdischen Humor

Die WerteInitiative lädt in ihrer Reihe „Werte(Initiative) in der Diskussion“ in Kooperation mit der Literaturhandlung zu einem humoristischen, aber nicht gänzlich unernsten Abend mit dem Autor und Kolumnisten Michael Wuliger ein.

Verstehen wir den Witz als spielerische Erzählung gesellschaftlicher Krisen, zeichnet den jüdischen Witz aus, dass er „heiter hingenommene Trauer über die Gegensätze dieser Welt“ (Carlo Schmid) ist. So führt uns Wuliger mit Ausschnitten aus seinen Kolumnen durch den Abend und gibt uns Einblick in die Welt des jüdischen Humors.

Moderation: Leonard Kaminski, WerteInitiative e.V.

 

Über unseren Gast:

Michael Wuliger, geboren 1951 in London, wuchs in Wiesbaden auf, studierte in Marburg, lebt in Berlin. Von 1991 bis 2016 war er Feuilletonchef der „Jüdischen Allgemeinen“, wo von 2017 bis 2020 seine Kolumne „Wuligers Woche“ erschien. Eine Auswahl dieser Texte kam 2020 unter dem Titel „Koscher durch die Krisen“ im Verlag Hentrich & Hentrich Leipzig heraus.

Der Eintritt ist kostenlos und nur mit Anmeldebestätigung.

Anmeldung bis 10.September, unter: anmeldung@werteinitiative.de

Veranstaltungen

WI in der Diskussion: Prof. Dr. Kemal Bozay im Gespräch über die „Grauen Wölfe“

Graue Wölfe heulen wieder. Türkische Faschisten und ihre Vernetzung in Deutschland.

Prof. Dr. Kemal Bozay, Professor an der Internationalen Hochschule in Düsseldorf und Köln.

Wann: Mittwoch, 4. April 2022, 19:00 Uhr
Wo: Livestream auf  Facebook & YouTube

Veranstaltung in Kooperation mit der Literaturhandlung

Wer sind die Grauen Wölfe und was ist ihre Gesinnung? Was ist ihre Entstehungsgeschichte in Deutschland und wie kann man ihnen gesellschaftlich und politisch begegnen? Welche Gefahr geht von ihnen für die Demokratie aus?

Aktuell ist die türkisch-rechtsextreme Organisation der sogenannten „Grauen Wölfe“ in der öffentlichen Debatte präsenter als je zuvor. Vor kurzem ist bekannt geworden, dass ein Anhänger der Grauen Wölfe bei der Berliner Polizei arbeitet. Besonders brisant ist, dass seine Diensteinheit die Aufgabe hatte, gefährdete Objekte, darunter auch Synagogen, zu schützen.

In der Vergangenheit gab es mehrere Verbotsforderungen gegen die Gruppe. Im November 2020 forderte der Deutsche Bundestag in einem gemeinsamen Antrag von Union, SPD, FDP und Grünen die Bundesregierung auf, ein Verbot von Vereinen der Grauen Wölfe zu prüfen und ihnen „mit Mitteln unseres Rechtsstaats entschlossen entgegenzuwirken“. Was klingt wie eine Organisation im Untergrund, ist in Deutschland organisatorisch erstaunlich fest verankert: Allein der deutsche Ableger der türkischen „Partei der nationalistischen Bewegung“ verfügt über mehr als 7.000 Mitglieder, die in über 170 lokalen Vereinen organisiert sind. Die Grauen Wölfe gelten mit mehr als 18.000 Mitgliedern als eine der größten rechtsextremen Organisation in Deutschland.

Versteckt ist daran nichts. Ihre Anhänger geben sich durch den „Wolfsgruß“ und andere bekannte Symboliken offen zu erkennen. Ein inzwischen bekanntes Bild von Demonstrationen türkischer Nationalisten.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz kommt zu dem Schluss, dass ihr Weltbild „gegen das im Grundgesetz formulierte Prinzip der Menschenwürde sowie den dort garantierten Gleichheitsgrundsatz“ verstößt.

Über die „Grauen Wölfe“ reden wir mit dem Experten Prof. Kemal Bozay.

360° Veranstaltungen

Diskussionsreihe 360°: „Extremismus in Sicherheitsbehörden“ – Wie sich der Staat selbst kontrolliert“

Im Juni 2021 wurde das SEK Frankfurt (Main) aufgelöst. Der Grund: Beamte, die dessen Mitglieder waren, hatten in einem Chatraum „rassistische Inhalte” und Symbole nationalsozialistischer Organisationen geteilt. Dieses hessische Spezialeinsatzkommando ist jedoch nicht die einzige Eliteeinheit in deutschen Sicherheitsbehörden, die sich schweren Vorwürfen ausgesetzt sieht. Immer wieder kommt es in verschiedenen Bundesländern zu rechtsextremen Vorfällen innerhalb oder sogar aktiver Hilfe für rechtsextreme Strukturen aus den Sicherheitsbehörden heraus.

Ihre Vielzahl macht es schwer, von Einzelfällen zu sprechen. Offensichtlich besteht ein größeres Rechtsextremismus-Problem in den deutschen Sicherheitsbehörden, das dringend angegangen werden muss.

Warum sind Sicherheitsbehörden gerade für Rechtsextreme so interessant? Gibt es Islamisten innerhalb der Sicherheitsbehörden? Gibt es Faktoren, die Personen mit extremistischem Gedankengut anziehen? Und wie kann das verhindert werden? Gibt es genug Selbstkontrolle oder müssen die bestehenden Konzepte überarbeitet werden?

Die WerteInitiative e.V. setzt ihre Reihe „360° – Bedrohungen für jüdisches Leben in Deutschland und Gefahren für die freiheitliche Demokratie“ fort. Am 10. November 2021 beschäftigt sie sich mit dem Thema „Extremismus in Sicherheitsbehörden – Wie sich der Staat selbst kontrolliert“ auseinander.

Es diskutieren:

> Thomas Haldenwang: Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz

> Matthias Meisner: Autor „Extreme Sicherheit – Rechtsradikale in Polizei, Verfassungsschutz, Bundeswehr und Justiz“

> Dr. Irene Mihalic: Innenpolitische Sprecherin der Bündnis90/Die Grünen-Bundestagsfraktion

> Konstantin Kuhle: Innenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion

Moderation: Hanning Voigts (Journalist / Frankfurter Rundschau)

Termin: 10. November 2021

Ort: Berlin-Mitte

Format: Moderiertes Podiumsgespräch mit geladenem Live-Publikum und Videomitschnitt. Der Videomitschnitt wird wie bei den vergangenen Veranstaltungen kurze Zeit später online zur Verfügung gestellt.

Einladungen erfolgen persönlich.

Veranstaltungen

WI vor Ort – Düsseldorf

Jüdische Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind interessiert und bewegt von politischen Themen. Das bewies die rege Teilnahme an unserer Veranstaltung, bei welcher eine Vielzahl an für die Teilnehmenden wichtigen Themen zur Sprache kamen. Es bestand Konsens, dass der wichtigste Schritt zur Festigung einer demokratischen Gesellschaft die politische Bildung ist. Den Rechtsstaat erlebten viele der Teilnehmenden als bisweilen hilflos gegenüber dem immer offener sichtbaren Judenhass.
Unser Vorsitzender nutzte die Gelegenheit, um die Arbeit der WerteInitiative vorzustellen und hat sich über das Interesse der Teilnehmer sehr gefreut. Sein Impuls, sich politisch zu engagieren scheint auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein.
Danke an Alon Dorn und das Berial Boutiquehotel für die Gastfreundschaft! „WerteInitiative vor Ort“ hat sich erneut (und endlich wieder „nach Corona“) als Gesprächsformat nahe an der jüdischen Gemeinschaft erwiesen. Wir bleiben für Euch dran!
Demnächst in Hamburg und Hannover!
Veranstaltungen

Prof. Dr. Thomas Fischer liest aus seinem Buch „Über das Strafen“

Über Recht und Sicherheit in der demokratischen Gesellschaft

Prof. Thomas Fischer (ehem. Vorsitzender am Bundesgerichtshof) liest aus seinem neuen Buch „Über das Strafen“

Wann: Mittwoch, 27. Oktober 2021, 19:00 Uhr
Wo: Literaturhandlung Berlin, Joachimsthaler Str. 13, 10719 Berlin

Veranstaltung in Kooperation mit der Literaturhandlung

Hier der Video-Mitschnitt

Wie wirken Strafen bei Ideologen und demokratiefeindlichen Tätern? Werden unser Strafgesetz und Richter den Anforderungen in einer von Online-Hass und Fake News durchwachsenen Gesellschaft gerecht? Welche Entwicklungen stehen an?

Für den leidenschaftlichen und wortmächtigen Strafjuristen Thomas Fischer geht es in seinem aktuellen Buch „Über das Strafen: Recht und Sicherheit in der demokratischen Gesellschaft“ um das, was unsere Gesellschaft zusammenhält: Ein selbstgegebenes Regelwerk, unser Rechtssystem, das von vielen Bedingungen abhängt und in ständiger Bewegung ist. Wie kein anderes Rechtsgebiet steht das Strafrecht im Fokus öffentlichen Interesses. Als Grundlage staatlichen Handelns verspricht es Sicherheit, aber es ist auch ein Ort, an dem grundlegende Fragen des gesellschaftlichen Lebens, der Freiheitsspielräume und der Verantwortung verhandelt und besprochen werden. Fischers These: Strafrecht ist Kommunikation und Gewalt.

Der weit über seine Fachkreise hinaus bekannte frühere Bundesrichter liest aus seinem Buch und ist anschließend mit dem Rechtsanwalt Nathan Gelbart sowie mit dem Publikum im Gespräch.

Thomas Fischer, geboren 1953 in Werdohl, studierte Germanistik in Frankfurt am Main sowie Jura und Soziologie in Würzburg. Er ist Rechtswissenschaftler und früherer Vorsitzender des 2. Senats des Bundesgerichtshofs. Einer breiten Öffentlichkeit ist er durch seine beliebten und kontrovers diskutierten Kolumnen „Fischer im Recht“ und „Recht haben“ sowie durch Fernsehauftritte bekannt.

Nathan Gelbart, geboren 1966 in Frankfurt/Main ist Rechtsanwalt in Berlin und Tel-Aviv. Studium der Rechtswissenschaften in Frankfurt und Mainz. Seine Schwerpunkte sind Immobilien- und Medienrecht und Deutsch-Israelischer Rechtsverkehr.

Hinweis: Im Rahmen der Veranstaltung werden Fotos, Ton- und Videoaufnahmen zur öffentlichen Verwertung ohne namentliche Kennzeichnung erstellt. Durch Ihre Teilnahme stimmen Sie dieser Regelung zu.

Website von Herrn Prof. Fischer:

Ticketpreis: 10 Euro (8 Euro für Mitglieder)

Es gilt folgender Einlassvorbehalt: Personen, die extremen Parteien oder Organisationen angehören, erkennbar oder bekanntermaßen einer extremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Aktivitäten Veranstaltungen

Einladung: Bildungsreise ins politische Berlin: „Politisches Forum der WerteInitiative“

Die WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen (WI) veranstaltet eine Bildungsreise in die Bundeshauptstadt für junge Erwachsene, die sich nachhaltig für politische Demokratiebildung aus jüdisch-deutscher Perspektive interessieren und engagieren. Das mehrtägige Leadership-Nachwuchsprogramm bietet einen direkten Einblick ins politische Berlin. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, das abstrakte Bild der „PolitikerInnen“ und deren Arbeit mit konkretem Inhalt zu füllen. In Treffen mit Mitgliedern des Bundestags aus mehreren Fraktionen, ehemaligen Bundestagsabgeordneten, jüdischen PolitikerInnen und mit den VertreterInnen der politischen Stiftungen können die Teilnehmenden aus erster Hand Input über wichtige Fertigkeiten, Erkenntnisse und Erfahrungen für die politische Arbeit erhalten. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu einem nachhaltigen, politischen Engagement in demokratischen Parteien zu motivieren sowie untereinander ein Netzwerk für Austausch und potenzielle Zusammenarbeit zu bilden.

Bewerbungsschluss:  17.10.2021 / Teilnahmegebühr: 30 Euro

In Kooperation mit:

Warum?

Jüdische Bürgerinnen und Bürger Deutschlands sind in der Politik stark unterrepräsentiert. Unser Projekt zielt, mit Unterstützung von der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD) und Europäischen Janusz Korczak Akademie (EJKA), auf eine stärkere Partizipation jüdischer – oder jüdisch-deutschen Themen naher – Personen in den demokratischen Parteien und der Politik ab.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bildungsreise sollen die Möglichkeit haben, BundespolitikerInnen kennenzulernen, sie nach ihren politischen Lebenswegen zu befragen und zu verstehen, wie man sich im „Dickicht“ zwischen Wahlkreisgruppe und Landesliste, Direktmandaten und Arbeitskreisen zurechtfindet und den eigenen Weg gehen kann. Ferner soll den Teilnehmenden die besondere Kopplung jüdisch-deutscher Themen an die Grundpfeiler einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft verdeutlicht werden. Für die teilnehmenden PolitikerInnen der Bundestagsfraktionen ist auch ein Mehrwert vorstellbar: Sie erleben und erfahren im direkten Kontakt, was Bürgerinnen und Bürger aus unserer Bevölkerungsgruppe beschäftigt.

Wer?

Die Ausschreibung richtet sich an alle in Deutschland lebenden politisch-interessierten Personen über 18 Jahre. Eine Kopplung an jüdische Partizipation und Engagement oder die nachhaltige Beschäftigung mit jüdisch-deutschen Themen ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Bildungsreise.

Wie?

Sende uns Deinen Lebenslauf und ein aussagekräftiges Motivationsschreiben (max. 2 Seiten) an: kontakt@werteinitiative.de

Stelle darin bitte auch Deinen Bezug zu den obigen Inhalten (unter „Wer?“) dar. Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, bitten wir um eine zeitnahe Anmeldung. Der Einsendeschluss der Bewerbung ist der 17.10.2021. Rückfragen beantworten wir gerne jederzeit per o.g. E-Mail. Sowohl die Bestätigung der Teilnahme als auch die Absagen werden bis zum 20.10.2021 versandt.  Wir freuen uns auf Deine Bewerbung.

Was?

Geplant ist ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles 3-Tages-Programm. Durch eine Mischung aus Gesprächsrunden mit Politik-Profis, Besuchen bei Bundestagsfraktionen und Diskussionsrunden erwartet Euch eine spannende Erfahrung. Ferner wird es Zeit für Austausch und Networking untereinander geben. Alle weiteren Details erhältst Du mit der Teilnahmebestätigung.

Auf Anfrage an kontakt@werteinitiative.de senden wir Ihnen den geplanten Tagesablauf. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Aktivitäten Veranstaltungen

Kundgebung des „Solidaritätsbündnis Israel“

Bestürzt blicken wir in diesen Tagen auf die Eskalation der Gewalt in Israel.
Tausende Raketen wurden bisher und innerhalb kürzester Zeit aus dem Gaza-Streifen auf Israel abgefeuert. Erneut versucht sich die Hamas, durch einen Krieg gegen Israel in Szene zu setzen.

Ihr Krieg gegen Israel ist bewusst auf zivile Opfer ausgerichtet – auch in der eigenen Bevölkerung.

Ein Zeitpunkt, zu welchem wir der israelischen Bevölkerung unsere Solidarität zeigen möchten!

Doch die Aggression der Hamas wirkt nicht nur im Nahen Osten. Auch in Deutschland kam es in den letzten Tagen zu schweren antisemitischen Attacken. Die Sicherheitslage für israelische und jüdische Menschen und Einrichtungen hat sich dadurch erneut verschlechtert.

Daher rufen wir zu einer Solidaritätsdemonstration für Israel auf. Dies verbunden mit der klaren Absage an jeglichen Judenhass!

Wann: Donnerstag, 20. Mai 2021, 19:00 Uhr

Wo: Brandenburger Tor, Berlin

Für Redebeiträge wurden alle Bundestagsfraktionen (mit Ausnahme der AfD) und die Bundesregierung angefragt.

 

Rednerliste:

Vizekanzler Olaf Scholz

Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz Christine Lambrecht

Gesandter des Staates Israel Aaron Sagui

Paul Ziemiak (CDU)

Christian Lindner (FDP)

Dietmar Bartsch (Die Linke)

Cem Özdemir (Bündnis90/Grüne)

Reiner Hoffmann (DGB)

Zum „Solidaritätsbündnis Israel“ gehören:

Amadeu-Antonio-Stiftung
AMCHA Deutschland e.V.
American Jewish Committee Berlin
B’nai B’rith Berlin, Raoul Wallenberg Loge e.V.
Berlin Story Bunker
DEIN – Demokratie und Information e.V.
Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V.
DGB – Deutscher Gewerkschaftsbund
DGB – Jugend
DIG Berlin-Brandenburg e.V.
Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES)
Europäische Janusz Korczak Akademie (EJKA)
Förderkreis „Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.“
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.
Hillel Deutschland e.V.
Honestly Concerned e.V.
Ibn Rushd – Goethe Moschee
ILI – I Like Israel e.V.
Initiative 27. Januar e.V.
Jehi ‘Or – Jüdisches Bildungswerk für Demokratie – gegen Antisemitismus gUG (JBDA)
Jüdische Gemeinde zu Berlin KdöR
Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD)
Jüdischer Campus Berlin
Jüdisches Bildungzentrum Kehilat Chabad Berlin
Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.
JuFo – Junges Forum Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V.
Junge Liberale (JuLis)
Kahal Adass Jisroel e.V.
Kurdische Gemeinde Deutschland e.V.
Makkabi Deutschland e.V.
Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB)
Scholars for Peace in the Middle East (SPME-Germany)
Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum
Tikvah Institut gUG
WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen e.V.
WIZO Deutschland e.V.

Veranstaltungen

Werte(Initiative) in der Diskussion: Online-Radikalisierung und Gegenkonzepte.

Online-Radikalisierung und Gegenkonzepte. Zwischen Imageboards, De-Plattforming und gesetzlichen Möglichkeiten

Gespräch mit Miro Dittrich und Dr. Matthias Lausen

Wann: Mittwoch, 10. März 2021, 19:30 Uhr
Wo: Online-Stream via Facebook

Radikalisierung und Verschwörungsmythen sind kein neues Phänomen. Dennoch ist auffallend, dass das Internet einen der zentralen Orte für  Radikalisierungen darstellt. Rechtsextreme Attentäter der letzten Jahre waren teilweise nicht in die (über-)regionalen Neonaziszenen eingebunden und dennoch keine isolierten „Einzeltäter“. Vor allem online waren sie mit Gesinnungskameraden in engem Austausch und bestens vernetzt. Auch der Islamische Staat nutzte für die Verbreitung seiner Propaganda und die Rekrutierung von Personen das Internet und soziale Medien. Teile der „Neuen Rechten“ setzen ebenfalls auf digitale Kampagnen. Dieser Offensive wurde mittlerweile durch „De-Plattforming“ etwas entgegengesetzt.

Als letztes Jahr die Plattform „Judas-Watch“ in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit geriet, war es eigentlich schon viel zu spät. Jahrelang konnte die Homepage ungehindert politische Feinde „der weissen Rasse“ auflisten. Jüdische Personen wurden darüber hinaus mit einem Davidstern markiert. Erst durch ein mühsames Meldeverfahren wurde die Hass-Website in Deutschland gesperrt. Doch warum war die Seite überhaupt so lange online?

Ein weiteres Beispiel für offen zur Schau getragenen Hass sind Imageboards. Aufgrund der nachgewiesenen Aktivitäten mehrerer Attentäter in Imageboards kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Berichterstattungen in den Medien. Imageboards bilden ein, von außen nicht ganz nachvollziehbares, Sammelsurium an Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. Unter dem Schutze der Anonymität wird gegen Minderheiten gehetzt und zu Anschlägen aufgerufen. Immer wieder nutzten Attentäter Imageboards, um ihre Manifeste und Videos zu verbreiten. Das alles ist öffentlich zugänglich.

Ortswechsel, gleiches Phänomen: Auf dem Messengerdienst Telegram treiben vegane Kochbuchautoren ihr Unwesen, verbreiten Verschwörungsdenken und Hass auf Menschen. Auch Rechtsterroristen fühlen sich auf dieser Plattform wohl. Zahlreiche Akteure, denen auf anderen Plattformen ihre Accounts bereits gesperrt wurden, ziehen sich dorthin zurück. Moderation: nicht vorhanden. Follower: Zehntausende.

Wie sollte eine Gesellschaft mit diesen Herausforderungen umgehen? Was passiert dort überhaupt genau? Wer sind die Akteure und wie funktionieren diese Plattformen? Ist De-Plattforming eine funktionale Lösung? Und müssen Gesetze geschaffen oder geändert werden, um dem Internet als scheinbar rechtsfreiem Raum etwas entgegen setzen zu können?

Diese Fragen diskutieren wir mit den beiden Experten Miro Dittrich und Dr. Lausen.

Miro Dittrich ist Rechtsextremismusforscher. Er befasst sich mit der Schnittstelle von Technologie und Gesellschaft, mit dem Fokus auf menschen- und demokratiefeindliche Phänomene im digitalen Raum. Mittels qualitativen, quantitativen und OSINT geleiteten Untersuchungen klärt er seit Jahren über rechtsextreme Propaganda, Vernetzung und Radikalisierung in digitalen Räumen auf. Im Zuge der Zunehmenden Radikalisierung der rechtsextremen Szenen konzentrierte er sich ab 2019 zunehmend auf internationalen Rechtsterrorismus und digitale Nischenräume. Von 2018 bis 2020 leitete er das Projekt de:hate zu rechtsextremen, rechtspopulistischen und verschwörungsideologischen digitalen Phänomenen für die Amadeu Antonio Stiftung.

Dr. Matthias Lausen ist Jurist in München mit dem Schwerpunkt Urheber- und Medienrecht. Von 2003 – 2011 war er Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2006 ist er Dozent des Lehrgangs zum Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht am Institut für Urheber- und Medienrecht München. 1995 gründete er die Kanzlei „Lausen Rechtsanwälte“.

360° Veranstaltungen

Diskussionsreihe 360°: „Die Mitte“

In den letzten Veranstaltungen haben wir uns mit den Themen Rechtsextremismus, Islamismus und Linksextremismus beschäftigt. Diese stellen eine elementare Bedrohung für die Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland dar. Bei dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns mit der politischen und gesellschaftlichen Mitte.

Auch wir beziehen uns in unserem Selbstverständnis auf die sog. „Mitte“. So erhoffen wir uns von ihr ein gefestigtes Verständnis für die Werte der Demokratie, sowie eine emotionale und proaktive Loyalität zu Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Doch nicht nur das: In einer Zeit, in der antidemokratische und extremistische Gruppierungen versuchen, unsere Gesellschaft zu spalten, erwarten wir uns auch eine klare Abgrenzung gegen freiheitsfeindliche Bestrebungen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aus der Mitte der Gesellschaft.

Die sog. Mitte-Studie zeigt seit Jahren, dass rassistisches und antisemitisches Denken nicht nur ein Randphänomen ist, sondern bis in die Mitte der Gesellschaft hineinreicht. Wie gehen wir mit diesen Erscheinungen um? Gibt es genug Abgrenzung und Wehrhaftigkeit gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in und aus der Mitte der Gesellschaft?  Die Mitte hat oftmals ein Problem damit, ihre Grenzen zu definieren und aktiv für den Erhalt unserer freiheitlichen Gesellschaft einzutreten.

Was ist diese Mitte? Steht sie für etwas, oder ist sie das, was die Ideologen von den Rändern aus übriglassen? Ist sie Inhalt oder Vakuum? Diese Fragen diskutieren wir an diesem Abend.

Podium:

Thorsten Frei (Mdb, CDU, stellv. Fraktionsvorsitzender CDU/CSU-Bundestagsfraktion)

Konstantin von Notz (Mdb, Die Grünen, stellv. Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen)

Samuel Salzborn (Antisemitismusbeauftragter Land Berlin)

Düzen Tekkal (GermanDream)

Hier die gesamte Diskussion: