Aktivitäten

PM Jüdischer Verein WerteInitiative zum Berliner Schweigen anlässlich der Konzerte von Roger Waters

 

– Pressemitteilung –

Jüdischer Verein „WerteInitiative“ zum Berliner Schweigen anlässlich der Konzerte von Roger Waters

Am Mittwoch- und Donnerstagabend wird Roger Waters, einem der prominentesten Advokaten der israelfeindlichen und antisemitischen BDS-Kampagne (Boycott, Divestment and Sanctions gegen Israel), an zwei Tagen in Berlin eine Bühne geboten.

Durch öffentliche Appelle und eine Vielzahl an Briefen haben Organisationen rund um das jüdische Leben in Deutschland versucht, Politik und Gesellschaft zu sensibilisieren, damit sie sich gegen seinen Judenhass stellen. Doch in Berlin blieb es leider weitgehend vergebens.

Während die politischen Verantwortungsträger in München und Frankfurt – anderen Auftrittsorten der Waters-Tournee – klar und vernehmbar seinen antisemitischen Haltungen widersprochen haben, passierte in Berlin bis dato wenig.

Elio Adler, der Vorsitzende der WerteInitiative dazu: „Es ist mehr als frustrierend. Warum ist es mal wieder Sache von uns Juden selbst sowie unseren engen Freundinnen und Freunden, sich diesem antisemitischen Hass entgegenzustellen? Waters ist die Gallionsfigur des israelbezogenen Antisemitismus im Kunstbereich. Er bezeichnet sich selbst offen als BDS-Unterstützer. Darüber hinaus versteht er sich auch als Mulitplikator von Putins grausamer Kriegsrhetorik und verteidigt dessen Handeln. Wenn die politisch Verantwortlichen schon erklären, seine Auftritte nicht verbieten zu können, da sie von der Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckt seien, dann würden wir doch mindestens lauten Protest und deutliche Positionierungen erwarten. Stattdessen herrscht in Berlin ohrenbetäubendes Schweigen.“

Weder das Abgeordnetenhaus noch der neue Kultursenator und kaum einer der für den Kampf gegen Antidiskriminierung, Rassismus und Antisemitismus Zuständigen der Fraktionen oder des Landes haben sich bisher zu politischen Äußerungen oder gar Handlungen veranlasst gesehen. Am Vortag der Konzerte fordert immerhin die CDU-Fraktion den Betreiber der Mercedes-Benz Arena auf, die Konzerte des „bekannten Antisemiten Roger Waters“ abzusagen.

Gemeinsam mit unseren Bündnispartnern werden wir in Berlin und anderorts auf Waters’ Auftritte reagieren.

Aktivitäten

Treffen mit Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB, Vorsitzende des Rechtsausschusses

Vor kurzem trafen wir uns mit der Vorsitzenden des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages, Elisabeth Winkelmeier-Becker aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Im Anschluss einer kurzen Vorstellung der Aktivitäten unseres Vereins haben wir über die zentrale Bedeutung verbindender Freiheitswerte innerhalb der breiten Zivilgesellschaft gesprochen. Eine solche Basis ist notwendig, um Demokratiefeindschaft in allen ihren Formen effektiv begegnen zu können. Eine Gesellschaft, welche die Anerkennung der Menschenwürde des/der anderen und alle sich aus ihr ableitenden Werte aktiv lebt, ist auch automatisch eine Gesellschaft ohne Antisemitismus. Dabei ist es die Aufgabe des Rechtsstaates, dafür einen Rahmen zu schaffen und so seinerseits zur Sicherung eines friedlichen Miteinanders beizutragen.  

Wir danken Frau Winkelmeier-Becker für das angenehme Gespräch und freuen uns auf den weiteren Austausch. 

Aktivitäten

Treffen mit Mario Czaja, Generalsekretär der CDU

In der vergangenen Woche trafen wir uns in der Bundesgeschäftsstelle der CDU mit Generalsekretär Mario Czaja.

Nach kurzer Vorstellung unserer Arbeit haben wir uns darüber unterhalten, wie die aktive Stärkung unserer freiheitlich-demokratischen Verfassungswerte unverzichtbar für die Sicherung jüdischen Lebens in Deutschland ist. Sie ist darüber hinaus auch eine Voraussetzung für ein friedliches gesellschaftliches Miteinander. Dabei waren wir uns einig: demokratisches Zusammenleben funktioniert nur, wenn sich alle der gemeinsamen Freiheitswerte bewusst sind und die damit verbundene Verantwortung anerkennen.

Wir bedanken uns für den angenehmen und interessanten Austausch und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Aktivitäten WI-Talk

WI-Talk: Nahost-Konflikt 2.0 – Israelfeindliche Dynamiken in den Sozialen Medien

Wie in den vergangenen Jahren leider häufig, ist es auch dieses Jahr zum islamischen Fastenmonat Ramadan zu Krawallen auf dem Tempelberg/ Haram al Sharif gekommen. Hunderte maskierte junge Männer haben mit Steinen, Feuerwerkskörpern, Holzbrettern und Eisenstangen zu den Ramadan-Abendgebeten in der Al-Aqsa-Moschee, in Jerusalem, randaliert und sich dort verbarrikadiert.

Als die israelische Polizei gegen die Randalierer vorging, teilweise mit für solche Einsätze typischen unschönen Bildern, wurde Israel von mehreren Ländern sowie von vielen westlichen Medien und auch in Beiträgen und den Kommentarspalten in den Sozialen Medien an den Pranger gestellt.
Der Tenor war: „Israel greift friedliche Gläubige an“

Auch in den deutschsprachigen Beiträgen gab es in den Sozialen Medien viele Diskussionen, die nicht immer sachlich abliefen, teilweise haben die Beiträge selbst die Vorfälle verzerrt dargestellt. Mit dem Konflikt sind viele Emotionen verbunden und gleichzeitig sind hinter dem „Schutz“ von Anonymität Userinnen und User immer ehrlicher als in der realen Welt. Dies trägt dazu bei, dass eine Grundstimmung in den Sozialen Medien vorherrscht, die im Hinblick auf den Nahost-Konflikt oft aggressiv und Israelfeindlich ist. Die Sozialen Medien werden vor allem von jungen Menschen genutzt.

Im WI-Talk spricht der Pädagoge und Autor Burak Yilmaz mit Leonard Kaminski über seine Erfahrungen in seiner Arbeit mit Jugendlichen.

Burak Yilmaz engagiert sich seit Jahren mit seiner Arbeit im Kampf gegen Antisemitismus. Für sein Engagement hat er das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen.

WI-Talk Audio

Nahost-Konflikt 2.0 – Israelfeindliche Dynamiken in den Sozialen Medien

Wie in den vergangenen Jahren leider häufig, ist es auch dieses Jahr im islamischen Fastenmonat Ramadan zu Krawallen auf dem Tempelberg/ Haram al Sharif gekommen: Hunderte maskierte junge Männer verbarrikadierten sich mit Steinen, Feuerwerkskörpern, Holzbrettern und Eisenstangen in der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem und störten das dort stattfindende Abendgebet. Als die israelische Polizei gegen die Randalierer vorging, teilweise mit für solche Einsätze typischen unschönen Bildern, wurden die Sozialen Medien von scharfer Kritik gegen Israel geflutet. Einige Medien griffen die Erzählung vom „bösen Israel, dass angeblich friedliche Gläubige angreife“ auf.

Auch in deutschsprachigen Beiträgen, sowohl in der Presse als auch in den Sozialen Medien, kam es zu verzerrten Darstellungen. Mit dem Israelisch-Palästinensischen Konflikt sind viele Emotionen verbunden. Gleichzeitig scheint hinter dem ‘Schutz’ von Anonymität die Hemmschwelle zu verbaler Gewalt in den Sozialen Medien, weiter zu sinken, was in diesem Zusammenhang zu einer oft aggressiven und israelfeindlichen Grundstimmung beiträgt. Da die Sozialen Medien vor allem von jungen Userinnen und Usern genutzt werden, haben wir den Jugendarbeiter Burak Yilmaz eingeladen.

Im WI-Talk spricht der Pädagoge und Autor Burak Yilmaz mit Leonard Kaminski über seine Erfahrungen in seiner Arbeit mit Jugendlichen, wie ihre Rezeption vom sogenannten Nahost-Konflikt aussieht und inwiefern sich diese auf Israelfeindliche Dynamiken in den Sozialen Medien auswirkt.

Burak Yilmaz ist seit Jahren sehr engagiert im Kampf gegen Antisemitismus. Für sein Engagement hat er unter anderem das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen.

WI-Talk

WI-Talk: Yom ha’atzmaut – 75 Jahre Israel. Die Bedeutung Israels für deutsche Jüdinnen und Juden

Heute Abend beginnt der israelische Unabhängigkeitstag Yom ha’atzmaut.

Vor genau 75 Jahren wurde der Traum der jüdischen Heimatstätte realisiert und der moderne jüdische Staat ausgerufen. Von Beginn der Staatsgründung an und auch 75 Jahre später, muss der demokratische Staat sich innenpolitisch, aber vor allem außenpolitisch, immer wieder behaupten.

Viele deutsche Jüdinnen und Juden haben einen engen Bezug zu Israel, vor allem als sicheren Hafen, nicht zuletzt wegen dem weltweit grassierenden Antisemitismus.

Welche Bedeutung hat Israel für deutsche Jüdinnen und Juden? Welchen Einfluss hat die Existenz Israels auf das jüdische Leben in Deutschland und wie sieht die Gleichzeitigkeit mehrerer Orte als emotionale Heimat genau aus?

Im WI-Talk sprechen darüber Mia Alvizuri Sommerfeld, Creative Producer am Institut für Neue Soziale Plastik, und Leonard Kaminski.