WI-Talk Audio

Antisemitismus im Deutschrap

Hip-Hop und vor allem Deutschrap sind aus der Jugendkultur in Deutschland fast nicht mehr wegzudenken. Doch in der Vergangenheit gab es öfter israelfeindliche und antisemitische Textzeilen. Manche Urheber solcher Lines werden sogar mit Preisen für Menschlichkeit ausgezeichnet.

Leonard Kaminski spricht mit dem Rapper, Singer/Songwriter Ben Salomo und den Rapper und Mitglied von Artists Against Antisemitism RONI über Judenfeindlichkeit in diesem Rap-Genre.

WI-Talk Audio

Kunst als Waffe? Antisemitismus bei der „documenta fifteen“

Die Documenta ist eine der bedeutendsten zeitgenössischen Kunstausstellungen weltweit.

Bereits im Vorfeld haben unter anderem jüdische Organisationen vor Antisemitismus auf der diesjährigen „documenta 15“ gewarnt. Auf der documenta fifteen kam es dann in Teilen von Kunstinstallationen zu antisemitischen Entgleisungen.

Über dieses Thema sprechen wir mit Ilana Katz, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Kassel und Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

WI-Talk Audio

Iran: Aufstand für die Freiheit. Was Deutschland jetzt tun muss!

Leonard Kaminski diskutiert in diesem WI-Talk mit Maryam Blumenthal (Bündnis 90/Die Grünen) und der Aktivistin Daniela Sepehri über die Protestbewegung im Iran, die seit der Ermordung der 22-jährigen Jina Mahsa Amini Mitte September 2022 ausgelöst wurde.

Das menschenverachtende Regime der Islamischen Republik verübt seit 43 Jahren massive Menschenrechtsverbrechen, betreibt einen aggressiven Antisemitismus, finanziert Terror weltweit und sein langer Arm reicht bis nach Deutschland.

Aktivitäten WI-Talk Audio

Islamismus vs. Rechtsextremismus

Sowohl der Islamismus als auch der Rechtsextremismus stellen eine reale Gefahr für unsere Demokratie und das jüdische Leben dar. Besonders gefährlich sind auch die Formen in ihrer legalistischen Ausprägung.

In diesem WI-Talk diskutieren Prof. Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster, und Prof. Matthias Quent, Professor für Soziologie an der Hochschule Magdeburg, über Gemeinsamkeiten und eventuelle Unterschiede von Islamismus und Rechtsextremismus.

Moderation: Tina Adlersztejn

WI-Talk Audio

Antiisraelische Demonstrationen mit antisemitischen Vorfällen

In den letzten Tagen kam es in Berlin zu antiisraelischen Demonstrationen mit schweren antisemitischen Vorfällen. Der Schock in der jüdischen Gemeinschaft ist groß, denn die letzte Welle an antiisraelischen Demonstrationen war erst 2021.

Zu den Geschehnissen befragt unser Vorsitzender, Elio Adler, die Polizeipräsidentin des Landes Berlin, Dr. Barbara Slowik.

Aktivitäten

Treffen mit Senatorin Dr. Lena Kreck und Staatssekretärin Saraya Gomis

Anfang Dezember trafen wir uns im Gebäude der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Diskriminierung mit Senatorin Dr. Lena Kreck und Staatssekretärin Saraya Gomis.

Wir tauschten uns über eine Vielzahl an Themen aus: den Kampf gegen Antisemitismus als gesamtgesellschaftliche Notwendigkeit, die Rolle des Landes Berlin in der Demokratieförderung und die lebensnahe Verankerung freiheitlich-demokratischer Grundwerte im Zusammenleben der Berlinerinnen und Berliner.

Wir waren uns darin einig, dass Antisemitismus ein Querschnittsthema ist, das in allen Bereichen und Ebenen der Berliner Politik und Gesellschaft angegangen werden muss, so z.B. auch in der Aus- und Fortbildung von Richterinnen und Richtern.

Wir danken Senatorin Dr. Kreck, Staatssekretärin Gomis und ihren Mitarbeiterinnen herzlich für den interessanten Austausch und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Aktivitäten

Young Leadership Seminar 2022

Vom 20. – 22 November 2022 fand unsere Bildungsreise ins politische Berlin in Kooperation mit der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD) und dem Ernst-Ludwig-Ehrlich Studienwerk (ELES) statt. Das Leadership-Nachwuchsprogramm ist eine dreitägige Bildungsreise für junge Erwachsene, die sich nachhaltig für Politik aus jüdisch-deutscher Perspektive engagieren. Sie gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern direkten Einblick ins politische Berlin und bietet ihnen die Möglichkeit, Input aus erster Hand über exklusive Erkenntnisse und Erfahrungen aus der politischen Arbeit zu erhalten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die dieses Jahr zum ersten Mal dabei waren, erwartete ein ähnliches Programm wie im Vorjahr während die Alumni ein komplett neues Programm aus Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern von Medien, NGO’s und des diplomatischen Betriebs erwartete. Für beide Gruppen neu: Der Besuch beim  Zentralrat der Juden, bei dem die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fragen an den Geschäftsführer Daniel Botmann richten konnten. Natürlich durften auch dieses Jahr die Gruppenfotos nicht fehlen!

Jüdische Stimmen in der Öffentlichkeit

Nach einer ersten Vorstellungsrunde war das Auftaktpanel der Bildungsreise für die neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Thema Jüdischer Stimmen in der Öffentlichkeit. Die Schriftstellerin und Journalistin Mirna Funk, der Rapper und Songwriter Ben Salomo und der Pressesprecher der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern K.d.ö.R., Richard Volkmann gaben kurzen Input über ihre Arbeit und beantworteten die zahlreichen Fragen der Teilnehmenden.

Wie hinein und wie heraus aus dem Bundestag. Und: Was passiert danach?

Nach einer kurzen Pause folgte für unsere neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer das bereits aus dem Vorjahr bekannte Panel der ehemaligen Mitglieder des Bundestags. Fritz Felgentreu (SPD), Klaus Dieter Gröhler (CDU) und Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) haben rückblickend über ihren Weg in den und ihre Arbeit im Bundestag gesprochen. Und auch: wie geht es weiter, wenn man mal nicht mehr Bundestagsabgeordneter ist.

Die Moderation beider Panels und Q&As hat unser Sprecher Leonard Kaminski übernommen.

Unser Tag im Bundestag. Meet the MdBs:

Auch aus dem Vorjahr bekannt, folgte am zweiten Tag der Bildungsreise der Besuch in den Bundestag. Die Teilnehmenden konnten bei persönlichen Treffen mit Jens Spahn (CDU/CSU) , Dietmar Bartsch (Die Linke), Kevin Kühnert (SPD), Marlene Schönberger (Die Grünen/ Bündnis 90), Olaf in der Beek (FDP) und Staatsministerin Sarah Ryglewski einen exklusiven Einblick in die politische Arbeit und in parlamentarische Prozesse bekommen und ihre Fragen direkt an die Mitglieder des Bundestags und die parlamentarische Staatssekretärin richten.

Kai Kochmann: Die Bedeutung der Rhetorik in der Politik

Wie es im vorherigen Jahr gewünscht wurde, begann für unsere Alumni die Bildungsreise mit einem Einblick in die Kunst der Rhetorik. Dazu haben wir den Coach und Rhetorik-Trainer von vielen politischen Persönlichkeiten, Kai Kochmann eingeladen. Er präsentierte die wichtigsten Grundlagen für eine herausragende Rede und wie diese in der Praxis umgesetzt werden können. In einer Gruppenarbeit lernten die Teilnehmenden korrektes Atmen und die richtige Haltung für Reden kennen. Das abschließende Q&A motivierte die Teilnehmenden an sich zu arbeiten und in Zukunft auf die rhetorischen Skills großer Politikerinnen und Politiker zu achten.

US-Botschafterin: Diplomatie zum Greifen

Was ist die Aufgabe einer US-Botschafterin in Deutschland? Welche Bedeutung spielt die jüdische Herkunft für die US-Botschafterin? Welche Ziele hat sie und was will sie uns jungen Menschen geben? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Ihre Exzellenz Amy Gutmann, Botschafterin der USA in Deutschland beim Besuch unserer Alumni in der US-Botschaft.

AJC Germany: Wie geht Interessenvertretung?

Nach dem Besuch in der US-Botschaft, folgte eine amerikanisch-jüdische Organisation, das American-Jewish Committee. Unsere Teilnehmenden trafen den Direktor des AJC Germany Dr. Remko Leemhuis. Durch seinen präzisen Vortrag lernten unsere Teilnehmenden nicht nur die Geschichte des AJC kennen, sondern verstanden, wie Interessenvertretung funktioniert und auf welche Probleme diese stoßen kann.

WELT: Hinter den Kulissen der vierten Gewalt

Rhetorik, Diplomatie und Interessenvertretung – was fehlt? Journalismus und Medien!
Der Chefredakteur Ulf Poschardt und weitere Mitarbeitende der “Welt”-Redaktion präsentierten uns den schnelllebigen Alltag im journalistischen Betrieb. Wie entsteht das Blatt und wie die Online-Ausgabe? Wo genau liegt der Unterschied Und was sind die wichtigsten Grundsätze im Journalismus?? Die Teilnehmenden hörten konzentriert zu und stellten präzise Fragen in journalistischer Manier.

AAS: Für die Zivilgesellschaft

Am frühen Abend durften unsere Teilnehmenden wiederum ein neues für die Demokratie wichtiges politisches Feld kennenlernen: Zivilgesellschaftliches Engagement!
Nikolas Lelle und Tahera Ameer präsentierten die Geschichte und die Arbeit der Amadeu Antonio Stiftung (AAS). Neben den großen Erfolgen der AAS wurde u. a. darüber gesprochen, dass ihre Arbeit auch Hass auf sich zieht und die Mitarbeitenden mit konkreten Bedrohungen zu tun hatten.

Zentralrat der Juden: Meet the Zentralrat

In der größten jüdischen Dachorganisation fanden sich beide Gruppen zusammen, um gemeinsam von Daniel Botmann, dem Geschäftsführer des Zentralrats einen Einblick in die Tätigkeiten des Zentralrats zu bekommen. Durch mehrere konkrete Fallbeispiele, welche die Teilnehmenden lösen sollten, erläuterte sich die Komplexität der Arbeit des Zentralrats von selbst.

Jugendparteien: Young Professionals

Nach dem besuch beim Zentralrat folgte der Abend mit den JUgendparteien. Die spannende Diskussion zum Thema „Nie Wieder! – Floskel oder Programm? zwischen Manon Luther (JUSOS), Timon Dzienus (Grüne Jugend), Alice Kathrin (Junge Liberale) und Finn Wandhoff (Junge Union) zeigte unseren Teilnehmenden welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den jeweiligen Jungparteien in politischen Fragen existieren. Die Moderation übernahm unser Sprecher Leonard Kaminski.

Das anschließende Buffet nutzten die Teilnehmenden zum Austausch mit den Podiumsgästen und den dazugestoßenen ELES-Stipendiaten. Auch die Jüdische Allgemeine war dabei und hat einen schönen Bericht über den spannenden Abend geschrieben.

Die parteinahen Stiftungen

Am letzten Tag der Bildungsreise fand das letzte Panel zu den politischen Stiftungen statt, mit Maik Schnierer (Friedrich-Naumann-Stiftung), Bastian Hermisson (Heinrich-Böll-Stiftung), Peer Teschendorf (Friedrich-Ebert-Stiftung) und Dr. Andreas Jacobs (Konrad-Adenauer-Stiftung). Durch das Panel führte unser Sprecher Leonard Kaminski.

ARD-Hauptstadtstudio

Für unsere Alumni ging es währenddessen am letzten Tag der Bildungsreise ins ARD-Hauptstadtststudio. Ein großer und wichtiger Baustein des politischen Systems in Deutschland ist der Öffentlich-Rechtliche-Rundfunk. Nachdem unsere Teilnehmenden die Arbeit eines privaten Medienhauses kennenlernten, zeigte ihnen die Journalistin Kristin Schwietzer (mdr) im Hauptstadtstudio, wie Meinungsbeiträge im Studio entstehen, wo Podcasts und Social-Media Content produziert wird und wie unterschiedlich die Arbeit bei der ARD aussehen kann. Frau Schierer hat sich auch nach dem Rundgang durch die beeindruckenden Räume nochmal Zeit für die Fragen der Teilnehmenden genommen.

Vertreter der israelischen Botschaft

Noch vor der gemeinsamen Reflexions- und Feedbackrunde, trafen die Teilnehmenden einen Vertreter der israelischen Botschaft, welcher von seiner Laufbahn als Diplomat und die Schwierigkeiten der Diplomatie erläuterte. Er betonte die guten deutsch-israelischen Beziehungen und ging auf die Abraham Accords ein. Die Teilnehmenden erfuhren, wie sich der Nahe Osten politisch verändert und weshalb die arabisch-israelischen Beziehungen stetig besser werden.

Aktivitäten

Treffen mit Dr. Silke Launert MdB, CSU

Am 29. November trafen wir uns mit Dr. Silke Launert, MdB der CSU. Frau Dr. Launert ist unter anderem Mitglied im Innenausschuss und damit für viele unserer Kernthemen verantwortlich.

Nach einer Vorstellung unserer Arbeit tauschten wir uns mit Frau Launert über die Wichtigkeit der Stärkung unserer freiheitlich-demokratischen Werte aus. Nur eine starke Zivilgesellschaft und ein starker Rechtsstaat können gemeinsam unsere Demokratie gegen Gefahren wie Desinformation und Antisemitismus verteidigen.

Wir danken Frau Dr. Launert und ihren Mitarbeiterinnen herzlich für den angenehmen und interessanten Austausch und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Aktivitäten

PM: Jüdischer Verein „WerteInitiative“ begrüßt die Nationale Strategie gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben

Berlin, 30.11.2022 – Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, stellte heute in Berlin die „Nationale Strategie gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben“ (NASAS) vor. Die WerteInitiative begrüßt die NASAS.

Dazu Elio Adler, Vorsitzender der WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen e.V.: „Die NASAS ist der auch von uns schon länger geforderte ganzheitliche Ansatz im Kampf gegen den Antisemitismus. Judenfeindlichkeit ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Dem trägt die NASAS Rechnung.“

In der Strategie werden neben fünf Handlungsfeldern auch drei Querschnittsdimensionen beschrieben. Gemeinsam bilden sie den Rahmen der Strategie.

Adler: „Die NASAS setzt einen weitreichenden und durchdachten Rahmen für den Kampf gegen Antisemitismus. Notwendig ist nun, dass dieser Rahmen mit konkreten Inhalten befüllt wird.“

Über den Verein WerteInitiative – Jüdisch-deutsche Positionen e.V.:

die WerteInitiative hat sich als zivilgesellschaftliche jüdische Stimme in Deutschland seit 2014 etabliert. Wir sind angetreten, um die Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland zu sichern. Daher setzen wir uns für die Stärkung der Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung aus jüdischer Perspektive ein. Dies tun wir, indem wir den wertebasierten politischen, gesellschaftlichen und medialen Diskurs, das bürgerschaftlich-jüdische Engagement in Deutschland und das deutsch-israelische Verhältnis fördern. Für weitere Informationen empfehlen wir, unsere Webseite zu besuchen: https://werteinitiative.de/.

Aktivitäten

Treffen mit Sebastian Hartmann MdB, SPD

Vergangene Woche trafen wir uns mit dem innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Hartmann.

Wir waren uns einig, dass wir auf die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zurecht stolz sein können. Sie müssen positiv erlebbar und fühlbar sein, damit unsere Gesellschaft resilient gegen die Feinde der Demokratie wird. Eine gemeinsame Idee hierzu: Den 23. Mai als Tag des Grundgesetzes zum freudigen Feiertag zu machen!

Außerdem tauschten wir uns über eine der größten aktuellen Gefahren für unsere Demokratie aus: Die Desinformation. Um dagegen effektiv vorgehen zu können, bedarf es einer engen Zusammenarbeit von Staat, Politik und Zivilgesellschaft.

Wir danken Sebastian Hartmann vielmals für den guten Austausch und freuen uns auf die Zusammenarbeit!