WI-Talk

WI-Talk: Vorstellung der Jüdischen Studierendenunion Deutschland -JSUD

Die Jüdische Studierendenunion Deutschland – JSUD ist seit 2016 die politische Interessenvertretung junger Jüdinnen und Juden im Alter zwischen 18 und 35 und ist organisiert unter dem Dach des Zentralrates der Juden in Deutschland.

Die JSUD gibt dem Bedürfnis nach politischen Angeboten und gemeinsamer Arbeit für junge jüdische Erwachsene einen Platz und beschäftigt sich mit einer gemeinsamen politischen Arbeit und Interessensvertretung.

Sie veranstaltet bundesweit umfangreiche Programme und Projekte, organisiert und führt Kampagnen und Veranstaltungen durch und kooperiert auch vielfach international mit jüdischen Studierendenorganisationen.

Im WI-Talk stellen Anna Staroselski und Lars Umanski die JSUD vor.

Moderation: Tina Adlersztejn


Das jüdische Leben in Deutschland ist breit aber oft wenig sichtbar. Wir wollen dazu beitragen, dass sich das ändert. Daher laden wir jüdische Organisationen zum WI-Talk ein, um mehr über ihre Arbeit zu erfahren.

Aktivitäten

Treffen mit Elisabeth Kaiser (SPD), Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus der SPD-Bundestagsfraktion

Anfang April trafen wir uns mit der neuen Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus der SPD-Bundestagsfraktion, Elisabeth Kaiser. Elio Adler präsentierte die Arbeit der WerteInitiative und unseren neu geplanten Arbeitsbereich “Fakten statt antisemitischer Mythen”.

Gerade bei der Gefahr ausgehend von Desinformation und Verschwörungsmythen für unsere Demokratie herrschte große Einigkeit. Gegenrede ist dabei wichtiger denn je.

Wir wünschen Frau Kaiser viel Erfolg in ihrer neuen Funktion und bleiben in Kontakt!

WI-Talk

WI-Talk mit Dr. Barbara Slowik, Polizeipräsidentin des Landes Berlin

In den letzten Tagen kam es in Berlin zu antiisraelischen Demonstrationen mit schweren antisemitischen Vorfällen. Der Schock in der jüdischen Gemeinschaft ist groß, denn die letzte Welle an antiisraelischen Demonstrationen war erst 2021.

Die Frequenz der Demonstrationen wird höher und es besteht die Gefahr, dass diese Demonstrationen zu einem jährlichen Ritual rund um den Ramadan und die israelische Staatsgründung werden.

Gleichzeitig gibt es Videoaufnahmen, die zeigen, wie die Polizei Journalisten auf Wunsch des Veranstalters aus der Demonstration ausschließt. Dies behindert die Arbeit der Presse, aber auch die Dokumentation antisemitischer Vorfälle.

Zu den Geschehnissen befragt unser Vorsitzender, Elio Adler die Polizeipräsidentin des Landes Berlin, Dr. Barbara Slowik, im WI-Talk.

Aktivitäten

Treffen mit Dr. Thorsten Lieb (FDP), stellvertretender Vorsitzender des Rechtsausschusses

Anfang April trafen wir den stellvertretenden Vorsitzenden des Rechtsausschusses, Dr. Thorsten Lieb (FDP). Elio Adler berichtete ihm über die Arbeit der WerteInitiative und die anstehenden Projekte für das Jahr 2022.

Es herrschte große Einigkeit, dass die freiheitlich-demokratische Gesellschaft wehrhaft gegen ihre Feinde verteidigt werden muss. Gleichzeitig benötigt sie einen emotionalen Zusammenhalt, durch den Freiheit und Demokratie täglich neu mit Leben gefüllt werden.

Das Konzept des “Verfassungspatrotismus” ist dafür zwar richtig, aber gleichsam emotionsarm – andere Konzepte für den emotionalen Zusammenhalt der Gesellschaft bergen wiederum die Gefahr des nationalistischen Missbrauchs. Eine Herausforderung über die wir diskutieren sollten.

Wir freuen uns, mit Herrn Dr. Lieb einen so kompetenten und freiheitswerte-bewussten Politiker im Bundestag zu haben.

Aktivitäten

Treffen mit Benjamin Strasser, Mitglied des Bundestages (FDP) und parl. Staatssekretär bei dem Bundesminister der Justiz

Mitten in der letzten Sitzungswoche trafen wir uns mit dem Bundestagsabgeordneten, Benjamin Strasser. Er ist seit dieser Legislaturperiode Parlamentarischer Staatssekretär bei dem Bundesminister der Justiz.

Herr Strasser ist seit Jahren ein Fachmann für viele “unserer” Themen, so dass unser Gespräch eine inhaltlich große Breite hatte. So führte uns das Gespräch von den juristischen Möglichkeiten gegen Desinformation vorzugehen bis zum Umgang der Bundesregierung mit der auch auf deutschem Boden antisemitisch agierenden Kuwait Airways.

Wir freuen uns, dass ein so großer Unterstützer jüdischen Lebens in Deutschland nun in so bedeutender Funktion arbeitet und wünschen ihm viel Erfolg bei der Umsetzung seiner Ideen!

Aktivitäten

Aaron Sagui, Gesandter des Staates Israel, zu Besuch in der Geschäftsstelle der WerteInitiative

Am 30. März war der Gesandte des Staates Israel, Herr Aaron Sagui, zu Besuch in der neuen Geschäftsstelle der WerteInitiative.

Wir haben die Gelegenheit genutzt, ihn über die aktuellen Aktivitäten unseres Vereins zu informieren und ihm unsere Veröffentlichung „Außenpolitik – jüdisch-deutsche Perspektiven“ zu übergeben. Im Gespräch lobte der Gesandte ausdrücklich die positive Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen und zeigte sich auch in Bezug auf künftige gemeinsame Herausforderungen zuversichtlich. In Bezug auf die Opfer der jüngsten Terroranschläge in Israel haben wir ihm im Namen unseres Vereines unsere Anteilnahme ausgesprochen.

Angesichts des Krieges in der Ukraine und den andauernden iranischen Aggressionen waren wir uns darin einig, dass abzuwarten bleibt, inwieweit westliche Regierungen Parallelen im Umgang mit anderen autoritär-aggressiven Regimen wie dem Iran ziehen werden.

Aktivitäten

Treffen mit Bijan Djir-Sarai, kommissarischer Generalsekretär der FDP

Ende März trafen wir Bijan Djir-Sarai, den kommissarischen Generalsekretär der FDP.

Auch wenn Bijan Djir-Sarai in seiner neuen Funktion als Generalsekretär der FDP weniger außenpolitisch sondern mehr partei- und innenpolitisch eingebunden ist, hatte er großes Interesse an unserem aktuellen Reader „Außenpolitik – jüdisch-deutsche Perspektiven“.

Herr Djir-Sarai sieht es als eine seiner Aufgaben, die FDP auch im außenpolitischen Bereich profilierter aufzustellen und dabei streng an Menschen- und Bürgerrechten zu orientieren, schließlich geraten diese weltweit zunehmend unter Druck. Dies sieht man nicht nur beim russischen Angriff auf die Ukraine, sondern auch in China, dem Iran und vielen anderen Ländern der Welt.

Ein weiteres, dem Inhalt unseres Readers entsprechendes Thema, ist der politische Umgang mit autoritären Regimen: Putin oder aber die iranischen Machthaber –  beide erfordern, dass man ihre Rhetorik ernst nimmt und sie nicht als harmlos und ungefährlich abtut. Als wehrhafte Demokratie müssen wir unsere Werte nach innen und außen verteidigen können.

Aktivitäten

Übergabe unseres Außenpolitik-Readers an Dr. Tobias Lindner, Staatsminister im Auswärtigen Amt

Am 28.03. haben wir dem Bundestagsabgeordneten Dr. Tobias Lindner (Bündnis 90/Die Grünen) unseren Reader „Außenpolitik. Jüdisch-deutsche Perspektiven“ überreicht. Herr Lindner ist gleichsam Staatsminister im Auswärtigen Amt und u.a. für den Bereich Naher Osten zuständig. Staatsminister sind die direkte Ebene unter der Außenministerin und unterstützten und vertreten diese bedarfsweise. Auch darum ist er für uns ein wichtiger Ansprechpartner.

Unser Reader zeigt: Die überwiegende Mehrheit der teilnehmenden Jüdinnen und Juden an unserer Umfrage messen der deutschen Außenpolitik eine relevante Rolle für ihre Zukunft in Deutschland bei. Dabei wünschen sie sich von der deutschen Bundesregierung eine wertebasierte Außenpolitik, die Menschenrechte in den Fokus rückt und klare Kante gegen antidemokratische Regime und Kräfte zeigt.

Dr. Tobias Lindner betonte ebenfalls die Wichtigkeit einer wertebasierten Außenpolitik. Neben vielen aktuellen Themen sprachen wir mit ihm z.B. über die Notwendigkeit des Ausbaus des deutsch-israelischen Jugendaustausches. Begegnung ist eine Möglichkeit, Vorurteile abzubauen, die auf keinen Fall ungenutzt bleiben darf.

Wir freuen uns, mit Dr. Lindner einen Staatsminister im Auswärtigen Amt zu erleben, der einen klaren Kompass bei wichtigen Themen hat.

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Kommentator Länderspiel Deutschland gegen Israel heute im ZDF

Ein übler Fußballabend beim Länderspiel Deutschland gegen Israel am 26.3.2022 im ZDF: Wenn das antisemitische Israelbild des Kommentators Oliver Schmidt innerlich so sehr zu drücken scheint, dass es in noch so absurdem Zusammenhang herausbricht, dann: willkommen beim ZDF.
Der israelische Sportdirektor möchte bewusst politische Äußerungen seines Teams in den sozialen Medien vermeiden – wie es übrigens häufig üblich ist. Richtig so, denn Sport soll vereinen und nicht trennen. Der Sportstudio-Kommentator will es aber besser wissen und ergänzt eifrig, dass es in Israel generell so sei, dass die arabisch-israelischen Sportler nur solange akzeptiert würden, so lange sie still wären, sonst gäbe es „Gegenwind von konservativen und orthodoxen Kräften“.
Das nennt man israelbezogenen Antisemitismus – ein bekanntes und gerne kleingeredetes Phänomen.
Wir fragen: ZDF, inwiefern stimmen die o.g. Äußerungen Ihres Kommentators mit den Grundsätzen Ihres Hauses überein?
WI-Talk

WI-Talk mit S. E. Jeremy Issacharoff Botschafter des Staates Israel in Deutschland im Abschiedsgespräch

WI-Talk mit dem israelischen Botschafter: S. E. Jeremy Issacharoff im Abschiedsgespräch mit der WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen.
Seine letzten Tage als israelischer Botschafter in Deutschland. Im Gespräch mit der WerteInitiative reflektiert er mit uns über seine Amtszeit, gibt Einblicke in die letzten fünf Jahre und erzählt uns vielleicht etwas über seine Zukunftspläne.

Fast alle jüdischen Bürgerinnen und Bürger haben eine besondere Beziehung zum Staat Israel. Entsprechend groß ist auch ihr Interesse daran, was dessen Vertreter in Deutschland macht.

Wir freuen uns sehr, S. E. Jeremy Issacharoff zu seinem Abschiedsgespräch bei uns im Studio begrüßen zu dürfen.

S. E. Jeremy Issacharoff ist israelischer Diplomat und seit August 2017 Botschafter des Staates Israel in Deutschland. Im Frühjahr 2022 endet seine Amtszeit in Deutschland.

Das Gespräch ist Teil der Reihe „WI-Talk“, wird moderiert von Dr. Maja Vataman und findet auf Englisch statt.