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Zeitungsartikel über das Podiumsgespräch

Am 28.05.2018 veranstaltete die WerteInitiative im Berliner Angleterre Hotel ein Podiumsgespräch mit dem Antisemitismus-Beauftragten der Bundesregierung, Herrn Dr. Felix Klein, und dem Vorsitzenden der Axel Springer SE, Herrn Dr. Mathias Döpfer. Im Folgenden finden Sie einige ausgewählte Medienberichte über die gelungene Veranstaltung.

[teaserbox img=”335″ title=”DIE WELT” link_url=”https://www.welt.de/politik/deutschland/article176802961/Gespraech-ueber-Antisemitismus-Der-uferlose-Kampf-gegen-die-ewige-Judenfeindschaft.html?wtrid=onsite.onsitesearch” target=”blank” text=”Ein ausführlicher Bericht von Richard Herzinger”]
[teaserbox img=”273″ title=”Bild” link_url=”https://www.bild.de/politik/inland/antisemitismus/null-toleranz-55847858.bild.html” target=”blank” text=”Als erste Online war Bild!”]
[teaserbox img=”987″ title=”Bild” link_url=”https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/31767″ target=”blank” text=”Die Jüdische Allgemeine über den Abend”]
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Antrag: “Gegen jeden Antisemitismus! – Jüdisches Leben in Berlin schützen” angenommen

Zum vom Berliner Abgeordnetenhaus verabschiedeten Antrag “Gegen jeden Antisemitismus! – Jüdisches Leben in Berlin schützen”, haben wir die Unterzeichner des Antrags von der SPD, CDU, Grünen, FDP und LINKE angeschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie schlimm und wie gut!

Wie schlimm, dass sich die gesellschaftliche Atmosphäre so entwickelt hat, dass Antisemitismus wieder ein tagesaktuelles Thema wurde; wie gut, dass Sie dazu beigetragen haben, dass sich das Land Berlin derartig eindeutig positioniert. So traurig es ist: wir danken Ihnen dafür!
Unser Anliegen bzgl. des Themas Antisemitismus ist deutlich zu machen, dass der Kampf gegen Antisemitismus zwar zunächst „nur“ das jüdische Leben in Deutschland schützt, in weiterem Kontext gesehen aber klar ist: wer präventiv, integrativ, edukativ, repressiv und sanktionierend Antisemiten bekämpft, der dient damit dem Wohle der gesamten Gesellschaft. Denn Antisemitismus tritt meist im Cluster mit anderen Einstellungen auf, die der freiheitlich-demokratischen Grundordnung widersprechen und damit die Werte und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft insgesamt gefährden.
Als politisch überparteilich arbeitender, jüdisch-deutscher gemeinnütziger Verein leisten wir in diesem Sinne auch unseren Beitrag zum Schutz der freien Gesellschaft. Wir thematisieren, wo es unserer Meinung nach drückt und bieten unseren Input an, damit auch unsere zivilgesellschaftlich-jüdische Stimme wahrgenommen wird. Viele der im Antrag genannten Themenbereiche sind die Themen, die auch wir sehen; sie nachdrücklich verbalisieren und tatkräftig begleiten! Insofern bestärkt uns der o.g. Antrag und vor allem, dessen Annahme auch in der Sinnhaftigkeit unserer Arbeit und darin, diese fortzusetzen.

Wir weisen der Vollständigkeit halber darauf hin, dass wir dieses Schreiben und etwaige Reaktionen darauf veröffentlichen werden. Individuelle Kontaktangaben werden dabei unkenntlich gemacht.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elio Adler
Vorstandsvorsitzender

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Podiumsgespräch mit dem AS-Beauftragten Dr. Felix Klein und Springer-Chef Dr. Mathias Döpfner

Wir haben uns seit 4 Jahren als zivilgesellschaftliche, jüdische Stimme in Deutschland etabliert. Eines der Themen, die unser Verein gefordert und begleitet hat, war die Bestellung eines Antisemitismus-Beauftragten. Daher begrüßen wir sehr, dass die Bundesregierung Herrn Dr. Klein dazu berufen hat. 

Um ihn und sein neu geschaffenes Amt besser kennenzulernen, haben wir ihn zu einem Podiumsgespräch mit Dr. Mathias Döpfner, dem Chef der Axel Springer SE, nach Berlin eingeladen.

Die WELT berichtet ausführlich über den Abend: WELT

Fotos des Abends:

Über 100 Gäste sind gekommen: Politiker, Multiplikatoren, Mitglieder unseres Vereins und weitere Gäste haben das  Podiumsgespräch zwischen dem Beauftragten der Bundesregierung gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, und dem Vorstandschef der Axel Springer SE, Dr. Mathias Döpfner,  verfolgt und intensiv mitdiskutiert.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Werteinitiative, Dr. Elio Adler, richtet Staatssekretär Christian Lange als Vertreter der Bundesregierung mahnende Worte an die Besucher: Er möchte, dass Kuwait Airlines die Landerechte entzogen werden, wenn sie keine israelischen Staatsbürger befördern wollen.

Dr. Klein sagt: “Wer sich antisemitisch äußert, steht abseits der Gesellschaft und muss sich dafür verantworten”. Bei der späteren Fragerunde des Publikums erklärt er, dass sein Büro bisher nur aus ihm sowie einer Sekretärin besteht und dass er keinerlei Recht hat, Menschen einzubestellen und auch noch kein Budget für eigene Studien oder ähnliches hat. Aber als erfahrener Beamter sichert er zu, sich diese Dinge von den verschiedenen Ministerien zu besorgen.

Dr. Matthias Döpfner zitiert zunächst Henryk M. Broder, welcher provokant aber doch gut gesonnen sagte: “Was soll ein Antisemitismus-Beauftragter machen? Darauf achten, dass die antisemitischen Spielregeln eingehalten werden? (…) So wie ein Wetter-Beauftragter das Wetter beobachtet?” Anschließend erhält Dr. Klein eine Ausgabe von Broders Werk “Der Ewige Antisemit” mit der Widmung “Möge Ihnen gelingen, woran ich gescheitert bin”.
Döpfner fasst die Lage aus seiner Sicht zusammen: “Wir sind am Tiefpunkt angekommen, was die Empörung über Antisemitismus angeht. Wir müssen die Flüchtlinge aufnehmen, die vor dem Krieg fliehen. Aber wenn dort teilweise Antisemitismus Staatsräson ist und sie das von klein auf lernen, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie das mitbringen. Und wir haben hier den rechten und linken Antisemitismus. Wir brauchen eine Null-Toleranz-Grenze für Antisemitismus. Das heißt nicht ‘bei jedem neuen Fall eine neue Rede’ sondern ‘bei jedem Fall eine Handlung!’ Dr. Döpfner erntet dafür den längsten Applaus des Abends.

Dr. Elio Adler sagt zu Dr. Klein: “Jeder linke, rechte und Stammtisch-Antisemit kann erklären, was genau das Problem mit den Juden ist. Das ist ja wie eine Massen-Psychotherapie, was Sie da machen müssen. Können Sie das leisten? Sie brauchen dafür doch einen Expertenpool und das Budget!” Die Forderung der WerteInitiative an die Bundesregierung war deutlich. “Die  Stelle des AS-Beauftragen muss gut ausgestattet werden! Der Mann muss seine Arbeit machen können.”

Im Publikum befindet sich auch der jüdische Rapper Ben Salomo. Er berichtet kurz von seiner eigenen Erfahrung mit Antisemitismus in Deutschland und fragt: “Wie bekommen wir die Deutungshoheit über den Zionismus zurück?”
Dr. Klein möchte es lösen, indem man den Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus klar stellt. Ben Salomo möchte eher, dass man das Thema schon früh in der Schule aufgreift. “Wenn wir den Leuten nicht beibringen, was Zionismus und Antisemitismus ist, dann machen das Leute wie Kollegah”.

Dr. Charlotte Knobloch möchte von Dr. Klein wissen, wie er es mit der AfD hält. Klein dazu: “Die AfD hat durch die Duldung antisemitischer Äußerungen stark zum Diskurs beigetragen. Es ist perfide, wie sie agiert und wir haben gesehen, wie das auf fruchtbaren Boden fällt. Wenn die AfD das Gespräch sucht, nehme ich die Konfrontation an, aber gehe nicht auf sie zu.”

Das Schlusswort hat Rabbiner Yitshak Ehrenberg: “Dr. Klein, ich wünsche Ihnen viel Glück. Meine Erfahrung ist, dass die Leute nichts über Juden und Israel wissen. Wenn wir in der Synagoge eine Stunde mit den Menschen sprechen, gehen sie mit einem ganz anderen Bild raus. Ich habe in Frankfurt dreißig Minuten auf einer Taxifahrt mit dem Fahrer gesprochen. Er wusste vorher nichts. Am Ende sagte er, ich sei ein guter Botschafter für Israel!”


Danke an Enno Lenze für einige Textpassagen.
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Gespräch mit Christoph Bernstiel, CDU

Wie eng Innen- und Außenpolitik verwoben sind und wie umfassend damit politische Lösungskonzepte vorhandener Probleme sein müssen, haben Max Doehlemann und Elio Adler mit dem Bundestagsabgeordneten Christoph Bernstiel, CDU, besprochen. Ebenfalls ging es um das Thema “Antisemitismus”, der sich leider auch aus innen- wie außenpolitischen Entwicklungen neu speist.

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Ein jüdisch-deutsches Statement zu “70 Jahre Israel”

Vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948, wurde der Staat Israel gegründet.

 „Wir fühlen uns in Deutschland zu Hause, haben aber auch eine spirituelle, teilweise familiäre und freundschaftliche Verbindung nach Israel. 70 Jahre! Für uns als jüdische Deutsche ist dies ein Anlass zur Freude, aber auch zu deutlicher Kritik an Teilen der deutschen Medien“, sagt der Vorsitzende der WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen, Elio Adler.

„Wir begleiten das Land aus der Ferne und erleben dabei die Wahrnehmung des Staates Israel in der deutschen Öffentlichkeit. Außerdem kennen wir das Land und das Lebensgefühl der Menschen in Israel. Die dabei erlebte Diskrepanz von deutsch-medialer Wahrnehmung und den facts-on-the-ground ist oft kaum erträglich vor allem, wenn es um die politische Berichterstattung geht. Wer die israelische Gesellschaft, ihren Pluralismus und ihre Positivität kennt, sieht immer wieder eine eindimensional-tendenziöse Berichterstattung, welche die Wahrnehmung und Meinungsbildung über Israel negativ beeinflusst. Zu häufig werden legitime, israelische Sicherheitsinteressen fratzenhaft verzerrt oder gar ins Gegenteil verkehrt.“

Die jüngste Berichterstattung zur militärischen Reaktion Israels gegenüber den in Syrien stationierten, iranischen Truppen ist ein Beispiel dafür. Allzu oft wird Israel als vermeintlicher Aggressor dargestellt. Wenn man den Kern der Argumente freilegt, zeigen sich regelmäßig massive Ressentiments gegen den Staat selbst.

Wir begrüßen die vom überwiegenden Teil der Politik betonte und durch weite Teile der Gesellschaft getragene „besondere Verbindung“ zwischen Israel und Deutschland. Sie wird in unterschiedlichsten Bereichen mit Inhalten gefüllt und verbindet beide Länder auf vielerlei Ebenen. Schüleraustausch, Tourismus, Wirtschaft, Sicherheit, Forschung und Kultur sind dafür gute Beispiele. Diese Verbindung hat ihren Ursprung in einer historischen Verantwortung; wir hoffen aber, dass sie mehr und mehr von den als gemeinsam erkannten Werten und gemeinschaftlichen Interessen getragen und so mit Leben erfüllt wird.

In diesem Zusammenhang weisen wir auf das Israel-Festival der Deutsch-Israelischen Gesellschaft hin, welches vom 25. bis 27. Mai 2018 in Berlin veranstaltet wird und ein facettenreiches, beeindruckendes Programm rund um den Geburtstag Israels bietet: www.70-jahre-israel.digev.de.

Die WerteInitiative wünscht herzlichen Glückwunsch und Mazal tov!

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Termin bei Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Als Reaktion auf unseren offenen Brief an Herrn Kauder, der von einigen Bundestagsabgeordneten verschiedener Parteien unterzeichnet wurde, wurden Daniel Kohn und Elio Adler vom Vorstand der WerteInitiative zu einem Gesprächstermin bei Volker Kauder eingeladen. Dabei war auch u.a. der Berichterstatter “Antisemitismus” der CDU/CSU-Fraktion, Herr Axel Müller (re.) und der Abgeordnete Albert Weiler (li.).

Wir sprachen u.a. über die positiven Folgen, die eine Meldepflicht antisemitischer Vorfälle an Schulen haben würde und darüber, dass der Nutzen weit über das Thema “Juden” hinaus gehen würde. Wenn diejenigen besondere pädagogische Aufmerksamkeit erführen, die durch antisemitische Vorfälle auffallen, wäre ein hoher Prozentsatz dabei, die auch sonst mit der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung im Konflikt stehen. “Antisemitismus” wäre also nur der Anlass, aktiv zu werden; die Wirkung wäre deutlich weitreichender.

Ein weiterer Austausch ist vereinbart.

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Angriff auf Kippa-Träger in Berlin muss Folgen haben

Am gestrigen Abend wurde in Berlin ein Kippa tragender Israeli tätlich angegriffen. Der Angriff ist eindeutig als antisemitische Tat zu werten, da der Angreifer das arabische “Yahudi” (deutsch: Jude) in einem bedrohlichen Ton ruft und dabei mehrfach mit einem Gürtel nach dem jungen Israeli schlägt.

Dieser Übergriff zeigt, wie richtig es war, dass die Bundesregierung einen Antisemitismusbeauftragten berufen hat. Wichtig ist nun, dass man Dr. Felix Klein politisch so gut einbindet und logistisch so gut ausstattet, dass er solche, sich leider wiederholenden, Vorfälle angehen und für deren Vermeidung sorgen kann. Dies sollte auf Basis von Erziehung und Bildung, aber eben auch Sanktion und Repression geschehen.

Solche Vorkommnisse sind keine Einzelfälle, sondern spiegeln tatsächlich die Haltung nennenswerter Teile unserer Bevölkerung wider. Der “Einzelfall” ist hier nur, dass dieser Vorfall gefilmt wurde.

Dazu Dr. Elio Adler, Vorstandsvorsitzender der WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen: “Zu glauben, der Hass dieses jungen Angreifers richte sich nur gegen Juden, ist naiv. Jemand, der so handelt, lehnt unsere Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens insgesamt ab. Es sollte im ureigensten Interesse Deutschlands sein, solche Leute entweder gemäß unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu erziehen oder aber so hart zu bestrafen, dass sie gar nicht mehr auf die Idee kommen, ihre kruden Gedanken irgendwie zu äußern oder gar gewaltsam zum Ausdruck zu bringen.”

Es ist an der Zeit, dass sich die Bundesrepublik Deutschland wehrhaft gegen diese Erosionsversuche an der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zeigt. Die Zielsetzung muss dabei sein, dass sich Juden furchtlos und auch erkennbar auf deutsche Straßen trauen können.

Link zum Video: https://youtu.be/6wyo3qsv7U8

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WerteInitiative stellt sich in Düsseldorf vor

Heute in Düsseldorf:

Auf Einladung von Rotem Lanzman und Simon Reich habe ich auf einer Veranstaltung des Bundesverbands jüdischer Mediziner die #WerteInitiative vorgestellt.

Ein Kompliment an die über 100 Besucher: Super interessiert, engagiert und politisch denkend. Wir konnten viele neue Mitglieder gewinnen.

Für eine jüdische Zukunft in Deutschland!