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Echo-Award 2018: Diese Preisverleihung schadet dem Ansehen Deutschlands im In- und Ausland

Presseerklärung

Am Donnerstag wurde in Israel der alljährliche Jom Ha’shoa begangen – der Tag, an dem den sechs Mio. ermordeten Juden während der Nazidiktatur gedacht wird.

Zeitgleich wurde in Berlin der Echo Award 2018 des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. (BVMI) an die Rapper Kollegah und Farid Bang verliehen. Sie rappen auf ihrem aktuellen Album, dass ihre eigenen Körper definierter als die von Auschwitz-Insassen seien oder “Mache wieder mal ‘nen Holocaust, komm’ an mit dem Molotow“.

Auf diese abstoßende Weise wird von den Rappern heute Geld auf dem Rücken der Opfer von Auschwitz, zugunsten der eigenen Skandalisierung, verdient. Für den Verkaufserfolg wurden sie prämiert.

Wir danken vor allem den Sängern Peter Maffay sowie Campino von den Toten Hosen für ihre Courage, sowohl vor als auch während der Veranstaltung, ihre Stimme gegen Antisemitismus erhoben zu haben!

Erst heute wandte sich der Vorstandsvorsitzende des BVMI, Dr. Florian Drücke, wohl aufgrund des großen öffentlichen und medialen Drucks, mittels einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit. Hierin erklärt er, dass beim Echo nun eine umfassende Analyse sowie die Erneuerung der mit der Nominierung und Preisvergabe zusammenhängenden Mechanismen stattfinden wird.

Was wir auch lesen ist, dass der BVMI Sorgen um den Ruf des Preises hat:
„Im Zuge der aktuellen Debatte mussten wir erkennen, dass wir uns in einem Umfeld wiederfinden, das den Preis in ein falsches Licht rückt.“, so Drücke.

Elio Adler, der Vorsitzende der WerteInitiative: “Wir erkennen hier weder eine Entschuldigung, dass dieses scheußliche Schauspiel stattfinden durfte, noch eine Entschuldigung zugunsten der Opfer der Shoah. Arbeitet der BVMI hier nach denselben Mechanismen wie die Rapper Kollegah und Farid Bang? Nach dem Motto: Ein paar kleinere Feuer löschen, im Grunde aber keine eigenen gravierenden Fehler erkennen? Herr Dr. Drücke, Ihre Erklärung reicht nicht aus!” Diese Ehrung hat nicht nur dem Preis geschadet, sondern auch Deutschlands Ansehen im In- und Ausland.

Der BVMI könnte nun Courage zeigen, indem er den Rappern den Preis wieder aberkennt, nicht nur für die o.g. Textpassagen, sondern für das auch sonst antisemitische Verhaltungen von Herrn Felix Blume (alias Kollegah), der in seinen Videos unter anderem den Teufel mit einem Davidsstern oder hässliche antisemitische Karikaturen, ähnlich denen aus der Nazizeit, veröffentlich. Leute, wie Felix Blume, tragen eine Mitschuld daran, wenn jüdische Schüler auf Schulhöfen gejagt und angegriffen werden. Der BVMI sollte für die Zukunft transparent dafür Sorge tragen, dass es nicht noch ein Mal zu einer solch schändlichen Ehrung kommt.

Die WerteInitiative hatte die Verleihung bereits im Vorfeld, zusammen mit dem Rapper Ben Salomo kritisiert: https://werteinitiative.de/gemeinsame-erklaerung-mit-jued-rapper-ben-salomo/

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Presseerklärung: Benennung des Beauftragten für Jüdisches Leben und gegen Antisemitismus

Wir begrüßen die Berufung von Dr. Felix Klein als Beauftragten für das jüdische Leben und gegen Antisemitismus in Deutschland ausdrücklich. Wir kennen Herrn Dr. Klein und schätzen ihn sowohl menschlich als auch fachlich sehr.
“Für jüdisches Leben in Deutschland” bedeutet nicht nur “für” etwas zu sein, sondern leider auch “gegen” etwas zu sein: Juden sind integraler Bestandteil der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Antisemitismus ist jeglicher Versuch, dieses Verhältnis anzugreifen. Mit seinen verschiedenen Gesichtern ist der heutige Antisemitismus wieder relevanter und aggressiver als seit vielen Jahrzehnten. Deshalb sehen wir die Berufung eines Beauftragten als die richtige und notwendige politische Antwort auf diese Entwicklung.

Der Vorsitzende der WerteInitiative, Elio Adler, dazu: “Wir denken, dass Dr. Klein die wichtige Aufgabe hat, zu zeigen, dass die Bekämpfung von Antisemitismus nicht nur im Interesse der Juden liegt, sondern viel mehr als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden muss. Bekämpft man Antisemitismus, erledigt man auch nebenher gleich einige andere Baustellen, deren Beseitigung wichtig für den Fortbestand unserer pluralistischen Gesellschaft ist. Wer Antisemitismus bekämpft, stärkt damit automatisch die freiheitliche Art, in der wir in Deutschland zusammen leben wollen sowie Meinungsfreiheit, Pluralismus, Gleichberechtigung der Geschlechter und schützt die LGBT-Community.”

Die WerteInitiative, als zivilgesellschaftliche Stimme in Deutschland lebender Juden, hat dieses Amt seit langem gefordert und dessen Einrichtung politisch nah begleitet.

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Offener Brief an Volker Kauder, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Hier unser gemeinsamer, offener Brief:

Unser Verein ist seit langem in gutem Kontakt mit Herrn Weiler. Im Rahmen unseres regelmäßigen Austauschs entstand die Idee, die gute Anregung von Herrn Kauder bzgl. Meldepflicht antisemitischer Vorfälle, weitergehend zu unterstützen:


Offener Brief an den Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Herrn Volker Kauder

5.4.2018

Sehr geehrter Herr Kauder,

in einem Interview mit der Welt haben Sie gefordert, dass es eine Meldepflicht für antisemitische Vorkommnisse in Schulen geben soll. Vielen Dank dafür! Sie zeigen damit, dass Sie bereit sind, die Augen aufzumachen und hinzusehen. Das ist sinnvoll und notwendig, denn am Thema “Antisemitismus” lässt sich sehr viel über den Zustand einer ganzen Gesellschaft ablesen. Antisemitismus ist eine besondere Form der Minderheitenfeindlichkeit. Er löst sofort eine ganze Reihe jahrhundertelang verfestigter Bilder und Verschwörungstheorien aus, welche sich meist im Kreis selbst beweisen. Historisch hat sich anhand der Judenfeindschaft gezeigt, zu welcher Katastrophe dies führen kann.

Unabhängig von dem leider seit jeher vorhandenen Bodensatz antisemitischer Haltungen in der deutschen Mehrheitsgesellschaft, erfährt Antisemitismus durch die größtenteils muslimische Migration der letzten Jahre und die Entwicklungen in der Türkei und im Nahen Osten nun spürbaren Auftrieb.

Hinzu kommt, dass durch tagespolitische Entwicklungen im Nahen Osten, Auffrischungen solcher antisemitischer Bilder entstehen und sich in sog. „Antizionismus“ und Israelhass meist lautstark entladen. Auch anti-christliche Feindbilder erhalten so neue Nahrung. Ihr Vorstoß, dem möglichst nahe an der Quelle Einhalt gebieten zu wollen ist absolut zielführend. Aus einer Auswertung derartiger Schulberichte lassen sich die Quellen der Hass-Infiltration eingrenzen und präventiv oder repressiv austrocknen.

Aber vergessen wir nicht: das Thema “Antisemitismus” ist nur ein Indikator. Lassen Sie uns das Ganze einen mutigen Schritt weiter tragen: es sollen weder christliche, noch muslimische Kinder aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Herkunft drangsaliert und angefeindet werden. Weder Aleviten noch Jesiden, weder Kurden noch Menschen mit anderer Hautfarbe. Und „biodeutsche“ Kinder natürlich auch nicht. 

 

Die Meldepflicht sollte sich also nicht nur singulär auf antisemitische Vorfälle beziehen, sondern es sollte eine Kultur entstehen, in der man hinschaut, Probleme benennt und aktiv wird. Wenn auffällt, dass sich ein Kind klar gegen den Geist der freiheitlich-demokratischen Grundordnung äußert oder verhält, sollte dies (wenn strafrechtlich nicht relevant) anonymisiert erfasst werden. Statt kulturrelativistischer Apologie sollte eine aktive Ansprache der Eltern seitens der Schule erfolgen. Geschulte Pädagogen und Sozialarbeiter sollten den Schulen zur Verfügung stehen, welche mit den Eltern (nötigenfalls in deren Muttersprache), den Kindern und dem Kollegium sprechen. Je mehr Vorfälle Schulen melden, desto mehr qualifizierte Unterstützung sollte diesen Schulen zur Verfügung stehen. 

 

Elternabendpflicht, Kindergartenbesuch und eine Schule, die sich zwar nicht in die Kindererziehung einmischt, aber die Kinder aktiv in “Pluralismus” bildet sind weitere Maßnahmen. Zusätzlich wäre es sinnvoll, Überprüfungsmöglichkeiten für Koranschulen zu schaffen, segregativ wirkender Jugendarbeit die Unterstützung zu entziehen sowie Auflagen zu erteilen, dort antisemitische Literatur und diskriminierendes Material zu entfernen. Die freigewordenen Mittel stünden dann für gemeinsame Jugendarbeit zur Verfügung. Das wären gute gesellschaftliche Antworten auf die, die meinen, die Wahrheit für sich allein beanspruchen zu können.

Ja, das bedeutet wieder “mehr Staat”. Aber um in schwierigen Zeiten ein Schiff zu steuern braucht es “alle Mann an Bord”.

Wir sollten gewährleisten, dass sich Religionen bei uns positiv entwickeln können und ihr Einfluss in einem säkularen Staat begrenzt bleibt.

Deutschland ist aus seinen Taten in der Nazizeit oder auch aus seiner schweigenden Tatenlosigkeit während des Genozids an den Armeniern eine historische Verantwortung erwachsen. Dieser gerecht zu werden fordert, jetzt aktiv an den Schulen einzugreifen  und verbindliche Werte für das friedliche Zusammenleben bereits in der Schule umzusetzen.

Herr Kauder, das Thema “Antisemitismus” ist ein besonderes Thema; man kann ihm am besten gerecht werden, wenn man seine Bekämpfung in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext stellt. Dann steht er nicht mehr als Phänomen alleine im Raum, sondern wird als integraler Pegelstandsanzeiger für das Maß des gesellschaftlichen Zusammenhalts erkennbar.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Elio Adler
Vorstandsvorsitzender WerteInitiative
jüdisch-deutsche Positionen e.V.Berkaer Str. 41
14199 Berlinkontakt@werteinitiative.de

Albert Weiler, CDU
Mitglied des Deutschen Bundestags

Platz der Republik 1
11011 Berlin

albert.weiler@bundestag.de


Unterstützer:

Irmer, Hans-Jürgen (Mitglied des Deutschen Bundestags, CDU)

Frei, Thorsten (Mitglied des Deutschen Bundestags, CDU)

Stumpp, Margit (Mitglied des Deutschen Bundestags, GRÜNE)

Bellmann, Veronika (Mitglied des Deutschen Bundestags, CDU)

Hirte, Prof. Heribert (Mitglied des Deutschen Bundestags, CDU)

Müller, Alexander (Mitglied des Deutschen Bundestags, FDP)

Patzelt, Martin (Mitglied des Deutschen Bundestags, CDU)

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Gemeinsame Erklärung mit jüd. Rapper Ben Salomo

Die antisemitischen Vorfälle an deutschen Schulen häufen sich. Es ist ein zunehmendes Problem, dass „Jude“ an Schulen als Schimpfwort gilt und jüdische Schüler drangsaliert werden.Viele Ursachen, eine Wirkung!

Neben den derzeit in der öffentlichen Diskussion präsenten Ursachen (Erziehung, Bildung, religiöse und kulturelle Prägung etc.) weisen jüdische Organisationen schon lange auf antisemitische Texte in der deutschen Musikszene hin. Auch, wenn wir die Freiheit der Kunst als hohes Gut achten, müssen Musiker sich aber der Folgen bewusst sein, wenn ihre Texte antisemitische Klischees beinhalten: Wenn Sie diese bedienen, tragen sie dadurch zu einem Teil des Problems auf den Schulhöfen bei. Wie sehen Rapper hier ihre eigene Rolle?

Dazu der Rapper Ben Salomo: „Ich bin Rapper und ich bin Jude. Dass andere Musiker die Opfer des Holocaust und antisemitische Klischees benutzen, um dieses dann für fragwürdige PR zu nutzen und so mehr Geld zu verdienen, ist grauenhaft. Klar ist Kunstfreiheit wichtig, aber wir haben als Künstler doch auch eine Verantwortung darüber zu wachen, was wir mit unseren Songs bewirken!“

Es ist uns klar, dass die betreffenden Musiker selbst auch nur Produkt ihrer Erziehung und ihres Umfelds sind und sie daher möglicherweise gar nicht merken, wann sie Grenzen überschreiten, die man nicht hätte überschreiten müssen. Gerade in Zeiten, in denen eine Gesellschaft unter Druck steht und der Zusammenhalt in Gefahr ist, muss sich jeder – auch Künstler – fragen: Trage ich in meinem Wirkungsbereich etwas für oder gegen ein gemeinsames, friedliches Miteinander bei? Das gilt im Kleinen und erst recht im Großen und nennt sich: wertebasierte, gesellschaftliche Verantwortung.

Ben Salomon oder wir stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.
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Presseerklärung zum Vorschlag des ZDM “10 Imame und 10 Rabbiner in Schulen”

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, schlägt vor, zehn Imame zusammen mit zehn Rabbinern in die Schulen zu schicken.

Grundsätzlich eine schöne Idee. Aber hängt die klare Positionierung der muslimischen Verbände von jüdischer Mitwirkung ab?

Es handelt sich hier nicht um einen bilateralen Konflikt, zu dessen Lösung sich zwei Seiten aufeinander zubewegen müssen. Es gibt keine Übergriffe jüdischer Kinder auf muslimische Mitschüler, es gibt keine jüdischen Demonstrationen in Berlin, auf denen islamische Symbole verbrannt werden, es gibt keine muslimischen Toten, die in Frankreich oder Belgien wegen ihres Glaubens von Juden, unter Berufung auf die jüdische Religion, getötet wurden.

Elio Adler, Vorsitzender der WerteInitiative/jüdisch-deutsche Positionen dazu: „Wir brauchen keine Symbolpolitik, sondern erwarten, dass die muslimischen Verbände den für sie möglicherweise schmerzhaften Weg des Kehraus von Antijudaismus, Antizionismus und Antisemitismus gehen. Wenn dies nachhaltig und glaubhaft passiert, werden Juden bestimmt auch für viele Formen des gemeinsamen Wirkens offen sein.“

Juden standen und stehen schon seit Jahrzehnten für interreligiösen Dialog bereit (z.B. meet2respect) – daran scheiterte es noch nie. Aber in diesem Fall liegt der Ball eindeutig bei den muslimischen Verbänden.

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Presseerklärung zu erneuten Diskussion: “Islam gehört zu Deutschland”

An der Aussage “Der Islam gehört zu Deutschland” scheiden sich die Geister. Das erneute Aufkommen dieser Frage zeigt, dass die bisherige Antwort nicht ausreichend ist. Was bedeutet “gehört dazu”?

Alle Pro- und Contra-Formulierungen zeigen eines: Wir wollen Individuen den Weg ins Zentrum der Gesellschaft ebnen, jedoch der politisch-religiösen Ideologie des Islamismus, keinen Raum bieten.

Die pauschale Feststellung, “Der Islam gehört zu Deutschland” ist nicht hilfreich, da sie als Freibrief für die Agenda des legalistischen Islam dient.

Aber auch das Gegenteil ist in seiner Absolutheit falsch und kränkt die integrierten, freiheitsfreundlichen Muslime in unserem Land.

Der Vorsitzende der WerteInitiative/jüdisch-deutsche Positionen, Elio Adler, dazu: “Sicher gibt es einen Islam, der zu Deutschland gehört, aber ebenso gibt es einen, vor dem wir uns schützen müssen. Es ist an der Zeit hier klar zu differenzieren und zu zeigen, welcher Islam zu uns gehört und welcher nicht. Diese Trennung vorzunehmen widerstrebt vielen Verantwortlichen; ohne diese scharfe Trennung wird die Frage nach Zugehörigkeit aber nie beantwortet werden können. “

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Presseerklärung zur steigenden Zahl antisemitischer Vorfälle an Schulen

Wieder einmal haben muslimische Kinder ein jüdisches Schulkind in Berlin attackiert. In diesem Fall waren es “nur” Worte. Dabei wird es jedoch voraussichtlich nicht bleiben. Die Hemmschwelle, antisemitische Feindbilder nach außen zu tragen, sinkt immer weiter, sodass hier leider auch bald Taten zu erwarten sind.

Dazu der Vorsitzender der zivilgesellschaftlichen WerteInitiative, jüdisch-deutsche Positionen, Elio Adler: „Diese kleinen muslimischen Kinder sind unschuldig! Sie wurden nicht mit einer derartig aggressiven Haltung geboren, sondern haben sie erworben. Von Eltern, Geschwistern, Freunden und wer sie sonst noch beeinflusst. Leider haben sie ein Verständnis ihrer Religion gelernt, welches den Anspruch auf absolute Wahrheit beinhaltet und sie so an ein Überlegenheitsgefühl glauben. Das wiederum veranlasst sie sogenannte „Ungläubige“ anzugreifen. Eine solche Mischung aus Überlegenheitsgefühl und Aggression nennt man: Faschismus.“

Dagegen helfen keine betroffenen Lippenbekenntnisse der Verantwortlichen. Es muss zur Pflicht für Schulleiter(innen) werden, derartige Vorfälle z.B. beim Antisemitismus-Beauftragten des jeweiligen Bundeslandes zu melden. Diese koordinieren sich dann bundesweit. Die Identität der Täter und Opfer sollte dabei in jedem Falle kategorisiert und nötigenfalls anonymisiert werden. Ein standardisierter Katalog von Fragen an die Täter würde dabei helfen, die Quellen der Radikalisierung zu bestimmen und mit angemessenen präventiven oder repressiven Maßnahmen reagieren zu können. Staat und Gesellschaft müssen heute begreifen, dass man mit Faschismus – auch mit islamischem – nicht reaktiv, sondern in eigenem Interesse offensiv umgehen muss.

Es ist nicht neu, aber weiterhin aktuell: Heute sind‘s die Juden und morgen sind die anderen dran.