Die Antworten der AfD haben wir erst am 23.6.2017 erhalten, nachdem die Stellungnahmen der anderen Parteien bereits veröffentlicht waren.
Die Reihenfolge entspricht 1. den Sitzen im Bundestag, 2. den Sitzen in den Landtagen mit Stand 13.5.2017.
Die WELT berichtet über die WerteInitiative und die Antworten der Parteien
Die Werte, welche das Grundgesetz, die Traditionen und Üblichkeiten entscheidend geprägt haben, sind christlich-jüdisch und haben zu einer freiheitlich-demokratischen Leitkultur geführt. Jeder, der hier lebt und diese Leitkultur akzeptiert, ist Teil der Gesellschaft. Die Gesellschaft ermöglicht dem Einzelnen das freie Ausleben seiner persönlichen Bedürfnisse und die Verfolgung seiner Ziele, solange sich diese nicht gegen Andere, die Gesellschaft und Gesetze stellen.
Wir wünschen uns Deutschland als Teil einer vitalen Europäischen Union.
Deutschland ist eine europäische Kulturnation, geprägt vor allem durch die christlich-jüdische Tradition und die Aufklärung. Grundlage für das Zusammenleben der Menschen in Deutschland ist die Werteordnung des Grundgesetzes. Auf diesem bewährten Fundament hat sich unsere Nation in einem demokratischen, freiheitlichen, sozialen und föderalen Rechtsstaat vereint. Hieran halten CDU und CSU fest. Je vielfältiger und pluraler eine Gesellschaft ist, desto mehr bedarf sie eines einigenden Bandes – unserer Leitkultur. Sie verbindet diejenigen miteinander, die in ein- und demselben Land leben und eine Schicksalsgemeinschaft sind. Wir arbeiten darauf hin, dass unsere Leitkultur als Grundlage unseres Zusammenlebens in Deutschland von allen hier lebenden Menschen anerkannt wird – unabhängig von Herkunft, Religion oder Bekenntnis. Zur Leitkultur gehören Prinzipien und Überzeugungen, die für uns unveräußerlich und unverzichtbar sind, zum Beispiel die Achtung der Würde jedes einzelnen Menschen und die daraus folgenden Grund- und Menschenrechte, die Bejahung des freiheitlich demokratischen Rechtsstaats und das Bekenntnis zur Sozialen Marktwirtschaft, die Eigenverantwortung jedes Einzelnen fordert und Solidarität für unschuldig in Not geratene sicherstellt.
CDU und CSU verstehen sich als die Europaparteien Deutschlands. Es waren CDU und CSU, die die Westbindung der Bundesrepublik Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg durchgesetzt haben. Diesem Erbe fühlen wir uns weiter verpflichtet.
Die SPD setzt sich für den Erhalt unserer offenen und freien Gesellschaft ein. Die ersten 20 Artikel unseres Grundgesetzes sind für uns die Basis unseres gemeinsamen Zusammenlebens.
Wir kämpfen für eine Gesellschaft, die jedem Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sexueller Identität und Religion respektvoll begegnet. Wir kämpfen für die Freiheit, dafür, dass alle ihre Meinung sagen und veröffentlichen können. Wir kämpfen auch für eine freie Presse und eine unabhängige Justiz. Wenn wir uns umschauen in Europa und der Welt, sehen wir diese Werte in Gefahr. Die SPD setzt sich für die Werte ein, damals wie heute.
Wir stehen wie keine andere Partei für die europäische Idee. Diese Idee eines geeinten Europas ist für mehr als 500 Millionen Menschen das Versprechen auf ein Leben in Frieden, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand. Uns geht es um ein wirtschaftlich dynamisches, demokratischeres und sozialeres Europa, das die Menschen in den Mittelpunkt stellt, Verständigung schafft und Zusammenhalt stiftet.
Die Bundesrepublik Deutschland ist bunt. Zu ihr gehören unter anderem auch die drei abrahamitischen Religionen: das Christentum, das Judentum und der Islam. Damit das vielfältige Leben möglichst konfliktfrei gelingt, bedarf es zweier anerkannter Normen: Das Grundgesetz, begonnen mit Artikel 1, und Deutsch als Gesellschaftssprache. Mehr allgemeine Regeln oder gar ein Katalog einer so genannten Leitkultur bedarf es nicht, sie grenzen nur aus.
DIE LINKE hat ein grundsätzlich positives Verhältnis zur europäischen Integration als Lehre aus einer Reihe europäischer und zweier Weltkriege, die ihren Ausgang wesentlich in Europa genommen haben.
DIE LINKE plädiert ausdrücklich für eine vitale Europäische Union. Nur, schönreden allein hilft nicht, besser machen ist angesagt. Die EU braucht nicht noch mehr Militär und Geheimdienste, wie aktuell gefordert wird. Eine neue Europäische Union verlangt mehr Gerechtigkeit, Solidarität und Demokratie, im Dienste der Entwicklung und des Friedens – weltweit.
Wir wollen das vereinte Europa stärken. Das einigende Band sind die zentralen Grundwerte der deutschen und europäischen Verfassungstradition: Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, die Gleichheit aller Menschen und der Geschlechter sowie ein selbstbestimmtes Leben für alle. Wer die Freiheit anderer einschränkt, verstößt gegen unsere Werte. Wir wenden uns allerdings gegen „Leitkultur“-Debatten, die ausgrenzen und spalten. Unsere Gesellschaft ist freiheitlich und pluralistisch, gerade darin liegt ihr zivilisatorisch-kultureller Fortschritt.
Eine „freiheitlich-demokratische Leitkultur“ wird von der AfD uneingeschränkt unterstützt. Allerdings sieht die AfD diese Leitkultur durch einen wesentlich falsch verstandenen und geistig nicht durchdrungenen Multikulturalismus akut gefährdet. So steht der Multikulturalismus, wenn er nicht lediglich als oberflächliche Folklore verstanden werden soll, im Gegensatz zu universalistischen Werten, wie sie vor allem aus der Moralphilosophie Kants erwachsen und die ihren Niederschlag in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gefunden haben. Denn kommunitäre Multikulturlisten forden nach kultureller Zugehörigkeit zu sortieren und dementsprechend auch eine rechtliche Separierung vorzunehmen. Letztlich führt dies zu Sonderrechten, was wiederum den von Huntington prognostizierten „clash of civilizations“ konsequent heraufbeschwört.
Bei der „freiheitlich-demokratische Leitkultur“ kann es sich freilich nur um eine freiheitlich-demokratische und deutsche Leitkultur handeln. Das ist selbstverständlich. Zu dieser Kultur gehören definitiv die deutsche Sprache und alles was mit dieser Sprache zusammenhängt (Literatur, Theater, Philosophie, einfachste bis zur kompliziertesten individuellen Sprach-Kommunikation, Medien). Dazu gehört aber auch unsere erfolgreiche technisch-wissenschaftliche Kultur, die für die Zukunft immer wichtiger wird. Nicht zuetzt gehört zur deutschen Leitkultur auch eine starke Lernkultur, die in unseren Schulen immer mehr verloren geht.
Bereits der Begriff „Leitkultur“ führt bei vielen Intellektuellen, Politikern und weiteren Vertretern der Gesellschaft zu reflexhaften Abwehrreaktionen, so dass eine wirklich offene und freie Debatte zu diesem, aber auch zu vielen anderen Themen nicht erfolgen kann. Darin erblickt die AfD eine Bedrohung des Kernbestands unserer Republik. Denn wo keine Debatte stattfindet, kann die Öffentlichkeit nicht als republikanisches Forum dienen und folglich keine Wahrheitsfindung mehr stattfinden. Dies geht einher mit einem Verlust an Wirklichkeit im öffentlichen und politischen Raum, was nach Hannah Arendt die “größte Gefahr in der Moderne” ist, denn – so Arendt weiter – “Wenn der Widerstand durch Wirklichkeit fehlt, dann wird prinzipiell alles möglich.”
Neben den bereits genannten Wurzeln unserer Werte sind die wohlverstandene Aufklärung und der Humanismus noch hinzuzufügen. Bei der Aufklärung müssen aus Sicht der AfD zumindest zwei Namen genannt werden. Zum einen Kant wegen seiner grundlegenden Arbeiten, seiner Moralphilosophie und seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“. Zum anderen Rousseau, weil er auf den Wert kleiner Einheiten hinwies, wie sie zum Bestand echter demokratischer Republiken und einem Recht, das diesen Namen verdient, notwendige Voraussetzung sind.
Die AfD sieht in der zentralisitsch organisierten Europäischen Union, die sich ja verpflichtet, eine „immer engere Union“ zu werden, eine Bedrohung eines politisch wie wirtschaftlich starken und vielfältigen Europa. Als Paradebeispiel verfehlter Politik dient der Euro, der als politisches Projekt in Dauerrettung mittels der EZB so tut, als gäbe es bereits einen Staat EU. Die Währungshoheit sieht die AfD allerdings als einen Kernbestand echter Staatlichkeit. Folglich verstößt die Handlungsgweise der EZB nach Auffassung der AfD fortgesetzt gegen Recht und Gesetz, vor allem gegen den Maastricht Vertrag. Auch daher will die AfD die EU grundlegend reformieren und fordert in ihrem Grundsatzprogramm ein „Europa der Vaterländer“. Sie sieht sich dabei in der Tradition von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle.
Wir Freie Demokraten sind überzeugt, dass das Grundgesetz das Leitbild für unsere Gesellschaft enthält.
Das Grundgesetz ist die freiheitlichste Verfassung, die Deutschland je hatte. Es ist daher keine kalte Regelsammlung, sondern eine objektive Wertordnung. Es ist die Grundlage unseres Zusammenlebens.
Es garantiert die Gewissens- und Glaubensfreiheit sowie die Gleichbehandlung der unterschiedlichen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften; das Grundgesetz ist nicht getauft. Die Ordnung des Grundgesetzes ist daher offen für alle, die seine Werte teilen – unabhängig von Religion und Weltanschauung. Im Rahmen dieser Ordnung muss es jedem Menschen aber auch freigestellt sein, so zu leben, wie er es für richtig hält; auch wenn dies den Traditionen der Mehrheitsgesellschaft widersprechen mag. Denn wir lehnen es prinzipiell ab, wenn eine Mehrheit versucht, dem einzelnen Individuum ihre Kultur aufzuzwingen, sondern respektieren jeden Menschen so, wie er ist. Deshalb fordern wir Freie Demokraten aber auch von jedem, der hier lebt oder leben möchte, Respekt vor den Grundrechten, dem Rechtsstaat und seinen Gesetzen. Bei innerer Liberalität und Toleranz kann es für niemanden Rabatt geben. Die Werte unseres Grundgesetzes sind nicht verhandelbar. Ebenso wie die gemeinsamen Werte, die sich die Europäische Union gegeben hat. Für uns Freie Demokraten liegt die Zukunft Deutschlands klar in Europa.
Wir haben die Parteien CDU, CSU, SPD, Grüne, FDP, Linke und AfD am 2.5.2017 angeschrieben und um Stellungnahme bis zum 6.6.2017 zu unseren Punkten gebeten. Das angestrebte Veröffentlichungsdatum ist der 12.6.2017.
Die Antworten der AfD haben wir erst am 23.6.2017 erhalten, nachdem die Stellungnahmen der anderen Parteien bereits veröffentlicht waren.
Die Reihenfolge entspricht 1. den Sitzen im Bundestag, 2. den Sitzen in den Landtagen mit Stand 13.5.2017.
Zur Diskussion im Bundestag bzgl. Antisemitismus erklärt der Gründer der WerteInitiative, Elio Adler:
„Unsere Gruppe jüdischer Deutscher sieht mit Schrecken, wie der stets latent vorhandene Antisemitismus durch die aktuelle Situation neues Feuer erhält. Rechte fühlen sich berufen, ihre nationalistische Hetze zu intensivieren. Bei den Linken heißt das dann „Antizionismus“ und offenbart sich in einem absurden Maß an „Israel-Kritik“ . Teile der muslimischen Communities zeigen mittlerweile auch immer deutlicher, welches judenfeindliche Potential in ihnen schlummert.
Was passiert, wenn die Hunderttausenden mehrheitlich antisemitisch und demokratiefern sozialisierten Migranten auf die Straße gehen? Wir jüdischen Deutschen sind besorgt um den gesellschaftlichen Frieden dieses Landes und fürchten, dass unser aller Zuhause seinen freiheitlichen Kern verliert. Frankreich, England, Belgien, Schweden unterliegen einer bedrohlichen Entwicklung, die wir auch hier absehen können.
Wir appellieren dringend an die Bundesregierung, sich des Themas „wiederaufkeimender Antisemitismus“ anzunehmen. Dies sollte u.a. durch Bestellung eines Antisemitismusbeauftragten im Bundeskanzleramt geschehen, der in alle diesen Bereich betreffenden Entscheidungen involviert werden sollte. “
Eine jüdische Initiative hat mit Blick auf die Bundestagswahl bei den Parteien nachgefragt: zur Leitkultur, zu Israel und zum politischen Islam.
Hier der Teil der Sendung. Der Autor inszeniert dabei ein wenig “2 Juden, 5 Meinungen”.
Die Werte, welche das Grundgesetz, die Traditionen und Üblichkeiten entscheidend geprägt haben, sind christlich-jüdisch und haben zu einer freiheitlich-demokratischen Leitkultur geführt. Jeder, der hier lebt und diese Leitkultur akzeptiert, ist Teil der Gesellschaft. Die Gesellschaft ermöglicht dem Einzelnen das freie Ausleben seiner persönlichen Bedürfnisse und die Verfolgung seiner Ziele, solange sich diese nicht gegen Andere, die Gesellschaft und Gesetze stellen.
Wir wünschen uns Deutschland als Teil einer vitalen Europäischen Union.
Der Staat hat die Aufgabe, diese freiheitlich-demokratische Leitkultur zu schützen. Dazu gehört auch, seinen Bürgern äußere, innere und soziale Sicherheit zu gewährleisten. Bei der Gratwanderung zwischen Sicherheit und dem Erhalt persönlicher Freiheitsrechte ist unser Vertrauen in den Rechtsstaat groß. Der Rechtsstaat soll wehrhaft sein. Diejenigen, die seine Leitkultur nicht akzeptieren sollen sanktioniert oder – wenn möglich – des Landes verwiesen werden.
Die Kraft des Rechtsstaats hängt u.a. von drei Komponenten ab:
1. dem Besitz von Sanktionsmitteln, 2. von der Bekanntheit dieser Mittel bei den Adressaten und 3. vom glaubwürdigen Einsatz, dieser Mittel.
Der Staat soll die Trennung zu religiösen Institutionen bewahren. Es soll für keine Religion gesonderte Gebetsräume in öffentlichen Gebäuden geben und abgesehen vom Religionsunterricht sollen keine Ausnahmen von Lehrplaninhalten öffentlicher Schulen gemacht werden.
Das Judentum ist seit über 1500 Jahren auch in Deutschland ansässig. Es ist Teil der deutschen Kultur und sein Fortbestand und Gedeihen wird vom Staat nach Kräften im Rahmen seiner Leitkultur unterstützt. Die jüdischen Deutschen verstehen sich als loyale Bürger Deutschlands und haben hier ihre Heimat. Qua Selbstdefinition hat das Judentum keine Ausbreitungstendenz und strebt keine Veränderung des gesellschaftlichen Miteinanders an.
Viele Juden sehen in Israel ihre spirituelle Heimat. Die besondere Verbindung zwischen Deutschland und dem demokratischen, jüdischen Staat, Israel, basiert auf der Geschichte; heute ist sie jedoch wesentlich durch die Wertegemeinschaft beider Demokratien sowie durch die in beiden Ländern ähnlichen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Fragestellungen geprägt.
Von Deutschland erwarten wir im Friedensprozess eine solidarische Unterstützung Israels und Verständnis dafür, dass die Erfüllung des palästinensischen Wunsches nach Selbstbestimmung nicht zu weiteren Bedrohungen von Israels Sicherheit führen darf. Neben den radikal-islamischen Gruppen ist der Iran die größte Bedrohung Israels und der freien Welt; ihm ist durch Härte statt durch Appeasement zu begegnen.
Der zunehmende Einfluss islamischer Verbände und Vereine, die der Religion eine politische Dimension geben wollen oder deren Werte mit dem Grundgesetz nicht vereinbar sind, erfüllt nicht nur die jüdischen Deutschen mit Sorge.
Hier soll der Staat strenge Kriterien an Zusammenarbeit und Förderung anlegen. Organisationen, Verbände und Moscheen, die nicht ohne Wenn und Aber hinter Demokratie und Menschenrechten stehen, sollen verboten, geschlossen und ggf. strafrechtlich verfolgt werden. Staatsverträge dürfen nur nach strengen Maßgaben geschlossen werden. Finanzielle und weisungsgebende Einflussnahme ausländischer Regierungen auf deutsche Organisationen und Personengruppen ist strikt zu unterbinden.
Im Zuge der Imprägnierung gegen den Politischen Islam und der Auflösung von Parallelgesellschaften, gilt es, die Gleichheit vor dem Recht konsequent durchzusetzen. Es darf keine rechtsfreien Zonen geben. Dies darf jedoch nicht zu unangemessener Gleichmacherei führen.
a) Beschneidung & Schächten
Die jüdische Beschneidung und das koschere Schächten sind konstituierende Bestandteile der jüdischen Religion. Ihre Bedingungen und Umstände sind jetzt bereits hinreichend geregelt.
b) Doppelte Staatsbürgerschaft
Auch wenn viel dafür spricht, dass ein Mensch nur eine Staatsbürgerschaft haben kann, gibt es Gründe, warum auch zwei möglich sein sollten. Hier braucht es Augenmaß. Historisch haben Juden Verbindungen zu mehreren Ländern. Dieses Augenmaß ist daher z.B. bei deutsch-israelischen Staatsbürgern ratsam. Auch rechtlich-technische Gründe müssen im Rahmen individueller Prüfungen berücksichtigt werden.
Richtigerweise ist der Kampf gegen den klassischen Antisemitismus (z.B. wirtschaftliche, politische und journalistische Verschwörungstheorien) politischer Konsens. Von doppelten Standards geprägte „Israel-Kritik“, „Anti-Zionismus“ und die „BDS-Bewegung“ sind jedoch derselbe Hass in anderem Gewand. Dem darf kein Raum gegeben werden. Wir fordern daher Prävention durch Aufklärung und Ächtung antisemitischer Vorkommnisse und Äußerungen.
Jeglicher Spaltung der Gesellschaft ist entgegen zu wirken. Die Verbreitung von Hass auf Andersdenkende und Minderheiten, sowie die Verachtung Einiger für die gesellschaftliche Form unserer freiheitlich-demokratische Form des Zusammenlebens, finden wir unerträglich.
Wir fordern, dass sich die bewährten, demokratischen Parteien und unsere Regierung dieser Probleme annehmen.
In eigener Sache: Die aufgeführten Unterzeichner des Positionspapiers waren in unterschiedlicher Weise an dessen Entstehung beteiligt und sehen die Positionen als eine gemeinschaftliche Meinungsäußerung. Sie sind den Initiatoren bekannt.
Die Aufnahme als Unterstützer, erfolgte ohne jegliche Prüfung und war bis zum Eingang letzten Parteienantwort möglich.
Unterzeichner/innen:
Dr. Elio Adler, Gründer der WerteInitiative
Mirjam Rosenstein, Vorstandsvorsitzende NAFFO e.V.
Rab. Yitshak Ehrenberg, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin
Rab. Yehuda Teichtal, Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin
Michael Jung, Vorstand NAFFO e.V.
Sacha Stawski, Vorsitzender Honestly Concerned e.V. und ILI – I Like Israel e.V.
Lydia Fabian
Jaqueline Rosenkranz
Dr. Michal Liokumowitsch
Dr. Michael Liokumowitsch
Sidney Jachimowicz
Anja Jachimowicz
Lala Süsskind
Patrick Reich
Dr. Rafael Korenzecher, Herausgeber „Jüdische Rundschau“
Izi Aharon, Herausgeber haOlam.de, Vorsitzender ADC Bildungswerk
Michael Bob, Unternehmer
Yves Jachimowicz
David Blunk
Sigalit Meidler-Waks, Kunsthistorikerin und Judaistin
Jacques Albeck
Andreas Schlesinger
Dr. Alexander Verowski
Dr. Katharina Adler
Tuvia Schlesinger
Prof. Dr. Karl-Erich Grözinger
Dr. Elvira Grözinger
Michael Bob, Unternehmer
Max Doehlemann
Dr. Roman Skoblo
Raphael Will
Dr. Olga Will
Alexander Goldenberg
Rachel Gutmacher-Neveling
Semadar Pery
Amos Schliack
Dr. Daniel Hoffmann
Patrick Schnabel
Vivian Kanner
Claudia Flumenbaum
Daniel Flumenbaum
Dr. Jocelyn R. Weiner
David Klapheck
Oren Ben Gai
Bettina Levy
Avitall Gerstetter
Dr. Philip Gleser
Moris Szanckower, Rechtsanwalt
Alexander Rosenkranz
Soja Nyman-Ziv
Manuel Nyman, Rechtsanwalt
Artjom Alexander Zalesski, Alpha Omega Deutschland e.V
Die WI distanziert sich hierbei ausdrücklich von rechten Unterstützern wie der AfD und ihren Wählern.
| Dr. Thomas Feist |
| Jens Spahn |
| Michaela Engelmeier (Unter Ablehnung rechter Mitunterstützer, wie z.B. der AfD) |
| Roderich Kiesewetter |
| Dr. h.c. Albert H. Weiler |
| Prof. Dr. Patrick Sensburg |
| Xaver Jung |
| Thorsten Frei |
| Cornelia Seibeld |
| Ali Ertan Toprak |
| Zemfira Dlovani |
| Ali Yildiz |
| Justus von Widekind |
| Erol Özkaraca |
| Marcel Luthe |
| Diana Schnabel |
| Ulrich Sahm |
| Daniel Alter |
| Prof. Dr. Roland Hornung |
| Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe |
| Gerd Buurmann |
| Rachel Hinterthan-Nizan |
| Axel H. A. Holst |
| Ronahi V. Chaker |
| Michael Braun |
| Dr. Saskia Ludwig |
| Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft |
| Sharon Adler |
| Sven Heina |
| Frederieke Köhler |
| Heike Loanah Wienbürger |
| Peter Beichel |
| Dr. med. Hiller Ines |
| Frank Meyer |
| Rainer Grahlen |
| Jörg Wünsche |
| Dr. Wolfgang Hintze |
| Christiane Leimbach |
| Dr. Dr. Peter Kaulen |
| Boris Iosiovitch |
| Ralf-Udo Ohlms |
| Tatjana Seidler |
| Isi Meller |
| Uwe Weiß |
| Jutta Peters |
| Michael Partin |
| Carmen Sachs |
| Björn Loeser |
| Markus Pelikan |
| Daniel Killy |
| Hartmut Peschke |
| Markus Springer |
| Gerrit Schwedler |
| Ilana Brenner |
| Beate Otto |
| Horst Matouch |
| Michael Rubin |
| Dagmar Knade |
| Dr. rer.nat. Aron Rosenthal |
| Michalis Avramidis |
| Ursula Wojciechowski |
| Bernd Fiebiger |
| Marianne Brener |
| Hanna Schwotzer |
| Wilfried Schwotzer |
| Uwe, Steinberg |
| Bettina Wagner |
| Caroline Schenkenbach |
| Sigmount Königsberg |
| Stephania Sand |
| Berger |
| Evamaria Dutschke |
| Sabine Gräf |
| Dimitrius Berger |
| Lara Kost |
| Herta Haberthaler |
| Anja Bukschat |
| Klaus Schröder |
| Erich Kaiser |
| Ulrike Landt |
| Lars Borggreve |
| Michael Bock |
| Erhard Koch |
| Jürgen Vosseler |
| Wolfram Soldan |
| Tobias Fehrenbach |
| Werner Stutz |
| Ulrike u. Michael Dierks |
| Elisabeth Lahusen |
| Dr. Michael Entezami |
| Edeltraud Kahl |
| Alexander Pojarov |
| Sascha Bruch |
| David Rodriguez Edel |
| Dr. Otmar Spies-Sonn |
| Klaus Fesefeldt |
| Hans-Dieter Nieke |
| Manfred Krüger |
| Manasse Röll |
| Sandra Kreisler |
| Theodor Ramminger |
| Dr. Elisabeth-Christine Heun |
| Musa Ergin |
| Christiane Klein |
| Gerhard Kern |
| Ralph Pechmann |
| Heino Otten |
| Daniella Rivkin |
| Viktoriya Limbach |
| Klaus Mayer |
| Monika Joachim |
| Michael Joachim |
| Michael Hickman |
| Anna May |
| Dirk Hallmann |
| Gunda Pietsch |
| Maja Blonstein |
| Christian Steinbacher |
| Karlheinz Jörg |
| Allika Milshteinmm |
| Kay Bittmann |
| May-Angele Burke – Boz |
| Bernhard Zibell |
| Nici Milnitzki |
| Sabine Georg |
| Dr. Andreas Friedlaender |
| Olaf Feig |
| Vered Zur-Panzer |
| Dr. Marius Marcoviceanu |
| Henryk Fridmann |
| Barbara Heilmann |
| David Schiller |
| Uri Bruck |
| Lars Krüger |
| Ingo Hildebrandt |
| Anja Schilling |
| Günter Winterscheidt |
| Dr. Bernd Schuller |
| Richard Meusers |
| Ferry Suarez |
| Perdita Suarez |
| Helga Müller-Haufe |
| Brigitte Büttner |
| Rita Goutkin |
| Siegfried Joisten |
| Bettina Federlein |
| Britta Shulamit Jakobi |
| Johannes Wendlinger |
| Aleksander Gelba |
| Annedore Wittum |
| Bea Servay |
| Martina Petri |
| Babett Bartkowiak |
| Frank Letzner |
| Klaus Mickus |
| Gabriel Berger |
| Dorothea Plonka-Kuiper |
| Esther Zuenti |
| Dr. rer. nat. Amelie S. Zapf |
| Andrea B. Reuter |
| Thomas Barnloher |
| Keren Padan |
| Dani Padan |
| Miron Drewiacki |
| Anne Ziegler |
| Ruth Franzen |
| D. Kähler |
| Klaus – Jürgen KALLAUCH |
| Westerheide, Adolf |
| Thomas Ulmer |
| Horst Gerdemann |
| Ruth Baeumler |
| Wilhelm Schulten |
| Gabriella Meros |
| Karl Kramer |
| Julian Deterding |
| Julian Deterding |
| Manuel Oliver Brandt |
| Wolfgang Witiko Marko |
| Walther Zinck-Sonntag |
| Dr.Simon Reich |
| Hans Michael Wittkowski |
| Martina Wendel |
| Ulrike Buschmann |
| Kai Mekschrat |
| Dipl.- Med.Kerstin Genzow |
| Elisabeth Hilbert |
| Dr.phil. Dr. theol. David Berger |
| Simone Janas |
| Susanne Lambertz |
| Ingo Joschua Skoneczny |
| Dr. Manfred Kießling |
| Jean Hoffmann |
| Gerd König |
| Immo Czerlinski |
| Günther Gräber |
| Siegfried Grossmann |
| Frank Märtin |
| Jens Bernsdorf |
| Wolfgang Stradner |
| Gernot Lodemann |
| Eduard Kinsbruner |
| Birgit Kim |
| Sara Galander |
| Krstan Herbert Hannemann Wolfsson de Wilhelm Montségur |
| Silvia Brückner |
| Wolfgang Witiko Marko |
| Manuela Petzoldt |
| Thomas Raue |
| Gerhard König |
| Sabine Maehnert |
| Jörg Haller |
| Margherita. Sommerlad |
| Leonie |
| Wadim Kanevsky |
| Kai Gildhorn |
| Ingo Way |
| Esther Berlin |
| Thomas Frost |
| Anne Kaltschmidt |
| Swen Zacharias |
| Uwe Scholz |
| Ursula Prem |
| Bastian Schitkowsky |
| Karin Monsees |
| Christoph Flegel |
| Bettina Knust |
| Jörg Kumler |
| Andy Vix |
| toni ferro |
| Ruth-Monika Spicker |
| Egon Bernhardt |
| Eric Bingener |
| s. amend |
| Robert Cohn, |
| Jürgen-Peter Szameit |
| Birgit Engel |
| Gerd Ziehl |
| Maurice Philip Remy |
| Uwe Hora |
| Maria Ossowski |
| Diana Spies |
| Dr. Alexander Dittmar |
| Ina König |
| Erika Konradi |
| Ina König |
| Martina Jülich |
| Kathrin Schmidt |
| Oliver Liedtke |
| Karin Geldenbott |
| Jürgen Utrata |
| Carola Labrenz |
| Thomas Franke |
| Benhamini von Löwesach |
| Katja Krouppa |
| Hauke Hintze |
| Alice Mehrer |
| Karen Heuges |
| Andrea Leidel |
| Christoph Thinnes |
| Günther Harries |
| Anne Zielisch |
| Veronika Paulmann |
| Tobias Hübner |
| Dr. Thomas Grote |
| Julia Spinola |
| Thomas Haller |
| Heidi Schvarcz |
| André Bibo |
| Sebastian Altmann |
| Angelika Zipporah Aram |
| Bernd Duerrwald |
| Martin Schau |
| Jan Zippel |
| Lothar Hilbig |
| Adolf Göttker |
| Angela König |
| Eliana Drach |
| Milana Kogan |
| Christine Strauch |
| Christiane Limburg |
| Alexandra Ahmadi |
| U. Rosen |
| Karl Reitschuster |
| Henny Jahn |
| Andreas Taubert |
| Misha Spyke |
| Dr. Manfred Stein |
| Sabrina Schneider |
| Sabine Ergezinger-Dettmeier |
| Sebastiaan Liethoff |
| Juia Liethoff-Boltianski |
| Steffen Wolf |
| Karl Kramer |
| Michael T. Benker |
| Olaf Gallos |
| Eduard Spritzmann |
| uwe kleinschnittger |
| Hubert Ludwig |
| Doris Balzer |
| Monika Ludwig |
| Bärbel Witzel |
| Gabriel Juri |
| Stefan Kretschmer |
| Florian Kohlweg |
| Christoph Kössmeier |
| Jan Wohlfahrt |
| Carsten Tergast |
| Hans-Jürgen Wilhelm Kläske |
| Frank Meyer |
| Mirko böhnky |
| Dvora Lubnecki-Bock |
| Dr. Richard Auer |
| Robert Baranj |
| Kurt Engel |
| Heinz Heß |
| Roie Mercazi |
| Ute Engelmohr |
| Jörg Harmening |
| Marianne Langenbach |
| Rebecca Wasowicz |
| Daniela Burkart |
| Alexander Klich |
| BARBARA STOCK |
| Armando A. Simon-Thielen |
| Bernhard Joachim Weidenbach |
| Anat Bleiberg |
| Brita Gelius |
| Frank-Christian Hansel |
| Monika Petry |
| Gabriele Borchert |
| Patricia Derlin |
| Cristiano Morais Monteiro |
| Cornelia Maimon Levi |
| Bernward Boden |
| Matthias Düwel |
| Neli Pavlovic |
| Judka lisker |
| Matthias Mittag |
| Saskia Stein |
| Barbara Kashi |
| Klaus Friedl |
| Hermann Bredl-Sealtiel |
| Hartmut Neuhaus |
| Hela Schandelmaier |
| Barbara Mehlgarten |
| Dieter Eckert |
| Andrea Lauser |
| Maria Schneider |
| Christoph Seite |
| Ritter johann |
| Bianca Siegreich-Bischof |
| Max Privorozki |
| Oliver Wetzel |
| klaus m. wilhelm |
| Jörg Müller |
| Ingo Illbruck |
| Caren Rothmann |
| Michael Henne |
| Dr. Barbara Schwindt |
| Sonja Gabriel |
| Dr. Tore Langholz |
| Michael Schulze |
| Michael Schmidt |
| Rostyslav Zolotkovskiy |
| Sabina Stefan |
| Chris Wrobel |
| Martina Schröder |
| Tomasz Kulbacki |
| Manfred Goretzki |
| Mario Malcher |
| Maximilian Schulz |
| Melanie Philippsen |
| Burkard Schulte-Vogelheim |
| Eliana Stern |
| Ramon Weber |
| Dietmar Selbach |
| Hans-Jürgen Schmutzler |
| Katharina Günther |
| Hermann-Josef Merting |
| Christine Haberland |
| Sebastian Finsel |
| Eva Schwis |
| Susanne PUTSCHE DOBERT |
| Hanna Bonnyai |
| Nafiz Ozbek |
| Nicola Elisabeth Greive |
| Dr. Naftali Neugebauer |
| Patricia Krombach |
| Eberhard Koch |
| Tobias Gienow-Elsner |
| Dennis Giebert |
| Caterina Cin |
| Prof. Dr. Frank Niebuhr |
| Wolfgang Roth |
| Chantal Walter |
| Stefanie Galla |
| Lars Jönsson |
| Tilman Ludwig |
| Peter Handrick |
| Walter Majewski |
| Alon Lurie |
| Harriet Kontny-Romich |
| Rüdiger Winter |
| Eva-Maria Böhner |
| Berthold Richter |
| Markus Durchlaub |
| Karsten, Bellin |
| Senger, Claudia |
| Janiec, Sandra |
| Schwab, Elisabeth |
| Rupprecht, Peter |
| Bartel, Friedemann |
| Iranyi, Daniel |
| Reppe, Gerd-O. |
| Manuela Rohde |
| Eckert, Helmut |
| michael, wilding |
| Schulten, Wilhelm |
| Fischer, Silke |
| Würth, Andreas |
| Joder, Richard |
| Neubauer, Tim |
| Domagala, Andre |
| Seldner, David |
| Boldt, Andreas |
| Burkard, Elisabeth |
| Löw, Claudia |
| Thimm, Gabriele |
| Pinkawa, Andreas |
| Angela, Balge |
| Schönfisch, Norbert |
| Dub, Siwan |
| Dub, Sharon |
| Dub, Jeannette |
| Dub, Hanuš |
| Kobschätzky, Hans |
| Sperber, Eckhard |
| Kowalke, Sebastian |
| Clemens, Nemann |
| Dost, Evelyn |
| Meyer, Stefanie |
| Scholze, Dirk |
| Volke, Ingrid |
| Kai, Schirmer |
| Will, Hans-Joachim |
»Er selbst hat seinen Text als Diskussionsbeitrag bezeichnet«, sagt Elio Adler zu de Maizières Papier. »Und dazu ist er meiner Meinung nach hervorragend geeignet.« Der Berliner Zahnarzt hatte 2014 die »Werteinitiative« gegründet, eine jüdische Gruppe, deren Ziel die Stärkung freiheitlich-demokratischer Grundwerte und die Beziehung Deutschlands zu Israel ist. Angesichts der vielen Flüchtlinge aus Syrien müsse auch darüber gesprochen werden, welche Werte ihnen als Basis des Zusammenlebens vermittelt werden sollen, sagt Adler. »Wir erleben derzeit eine Enthemmung, die von vielen Seiten ausgeht, von rechten Parteien, die Bürger ermutigen, rassistisch zu agieren, von Linksextremen, die ihre Judenfeindlichkeit mit Verschwörungstheorien über das Kapital untermauern, und von Muslimen, die ihre religiösen und kulturellen Vorurteile auszuleben versuchen. Man weiß gar nicht, wogegen man zuerst etwas unternehmen soll.« Da begrüße er die Leitkulturdebatte. Es ginge doch nicht um »das Mindestmaß dessen, was alle machen müssen«, betont er, »sondern eher um eine Art Kompass, der die Richtung anzeigt«.
CHRISTLICH Adler berichtet, dass die meisten Juden in seiner Initiative sehr positiv auf die zehn Punkte reagiert hätten. »Einige wenige haben sich an der starken Betonung der christlichen Prägung gestört – aber das ist nun einmal faktisch in Deutschland so.«
Aus Anlass der Bundestagswahl 2017 hat ein lockerer Verbund jüdischer Deutscher die „Werteinitiative“ gegründet, um ihnen wichtige Themen vor der Wahl an maßgebliche Politiker heranzutragen. Die JÜDISCHE RUNDSCHAU druckt den aktuellen und vollständigen Text, auf den sich die Unterzeichner um Dr. Elio Adler geeinigt haben.