Aktivitäten Veranstaltungen

Einladung: Wertebasierte Demokratie in Deutschland – vom Kopf ins Herz

Der Schutz von Demokratie und Freiheit betrifft uns alle. Gerade am 9. November stellt sich die Frage, wie man Lehren der Geschichte in die Gegenwart übertragen kann. Daher stellt der jüdische Verein WerteInitiative dieses Thema in den Fokus und lädt im Rahmen der ersten Berliner Woche der Freiheit zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion ein:

Wie können die humanistischen Werte des Grundgesetzes die Gesellschaft zusammenhalten? Wie stiften sie eine gemeinsame emotionale Basis und ein Gefühl der Zugehörigkeit für alle Bürgerinnen und Bürger?

Der trockene Begriff des „Verfassungspatriotismus“ muss mit Inhalt und Emotionen gefüllt werden. Statt die Nation über Abstammung und Herkunft zu definieren, stellt eine aufgeklärte Sichtweise das Zusammenleben auf die Basis gemeinsamer Werte. Grundlage für diese Werte sind die universellen Prinzipien des Grundgesetzes: Freiheit, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit.

Die Veranstaltung ist der zwölfte Teil der Diskussionsreihe „360° – Sicherung jüdischen Lebens und der Demokratie“.

Datum: Sonntag, 9. November 2025
Uhrzeit: 18:00 – 19:30 Uhr (Einlass 17:30 Uhr)
Ort: Landesvertretung Thüringen, Anton-Wilhelm-Amo-Str. 64, 10117 Berlin

Unsere Podiumsgäste:
Georg Maier, Innenminister des Freistaats Thüringen
Sven H. Korndörffer, Vorsitzender der Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e. V.
Elio Adler, Vorsitzender der WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen e.V.
Düzen Tekkal, Autorin, Journalistin und Menschenrechtsaktivistin

Moderation: Alina Stiegler (Journalistin)

Die Veranstaltung findet live vor Ort statt und wird aufgezeichnet, um im Anschluss veröffentlicht zu werden. Alle Teilnehmenden stimmen einer Veröffentlichung zu.

Anmeldung über diesen Link.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Zutritt nur für bestätigte Gäste.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende Diskussion!

Aktivitäten Meinungen

Pressemitteilung: Stellungnahme anlässlich des 7. Oktobers 2025

Pressemitteilung

„Zwei Jahre nach dem Pogrom vom 7. Oktober 2023 auf israelische Zivilisten sehen wir uns mit einer bitteren Realität konfrontiert“, sagt Elio Adler, Vorstandsvorsitzender der WerteInitiative e.V. „Antisemitismus ist im Zentrum der deutschen Gesellschaft und politisch anschlussfähig. Und er ist radikal, vernetzt und gefährlich. Die Bedrohung für Juden darf nicht länger als gefühlte Bedrohung dargestellt werden – sie ist real.“

Dass sie es ist, belegen aktuelle Zahlen. Anschläge auf Jüdinnen und Juden kann man mittlerweile schon als weltweiten traurigen und normalisierten Trend bezeichnen.

Der Bundesverband RIAS legt nun einen Bericht vor, der mit erschütternder Deutlichkeit die Dimensionen antisemitischer Agitation, die zunehmend in Gewalt mündet, in Deutschland aufzeigt. Und er belegt, was Jüdinnen und Juden seit zwei Jahren erleben und mitteilen – was jedoch zunehmend ungehört bleibt, ignoriert und beiseite gewischt wird. Der Bericht analysiert systematisch antisemitische Vorfälle im politischen Raum nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Die Ergebnisse sind alarmierend:

  • Politischer Antisemitismus ist kein Randphänomen. Er wird in Parteien, Gewerkschaften, Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen sichtbar.
  • Antizionismus dient zunehmend als Deckmantel für Judenhass. Israel wird dämonisiert, delegitimiert und mit der Shoah gleichgesetzt.
  • Der Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 wird vielfach relativiert oder gerechtfertigt. Täter-Opfer-Umkehr wird auch in politischen Kontexten formuliert.
  • Jüdische Perspektiven werden systematisch ignoriert oder diskreditiert. Besonders betroffen: jüdische Studierende und jüdische Akteure in der Öffentlichkeit.
  • Die Entgrenzung von Antisemitismus erfolgt über akademische, kulturelle und aktivistische Räume. Dabei werden vordergründige Menschenrechtsnarrative instrumentalisiert, um Hass gegen den jüdischen Staat zu legitimieren.

Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz belegt, dass der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und die anhaltende Eskalation im Nahen Osten die Sicherheitslage in Deutschland massiv verschärft haben. Antisemitismus und Israelfeindlichkeit wirken dabei als ideologisches Bindeglied zwischen unterschiedlichen extremistischen Milieus – von Islamisten über propalästinensische Extremisten bis hin zu Teilen der linken und rechten Szene. Sicherheitsbehörden decken immer häufiger Anschlagspläne gegen jüdische und israelische Einrichtungen auf, während antisemitische Narrative in sozialen Medien und auf Demonstrationen breit gestreut werden. Iranische Proxies wie Hamas und Hisbollah, islamistische Propaganda und transnationale Netzwerke tragen zur Radikalisierung bei und bedrohen das jüdische Leben in Deutschland akut.

Zwei Jahre nach dem 7. Oktober: Alarmierende Bilanz

Sowohl RIAS als auch der Verfassungsschutz zeigen: Der Antisemitismus in Deutschland ist nicht nur laut und sichtbar geworden – er ist politisch anschlussfähig, vernetzt und radikal. Und das nicht nur am Rand, sondern in der Mitte zivilgesellschaftlicher, akademischer und politischer Räume.

Besonders erschreckend ist, wie offen der Hass auf Israel als Deckmantel für Judenfeindschaft genutzt wird: Als „Israelkritik“ getarnte Dämonisierung, Täter-Opfer-Umkehr nach dem 7. Oktober, Relativierungen der Shoah und Delegitimierungen jüdischer Selbstverteidigung durchziehen die sich häufenden Vorfälle wie ein roter Faden. Es sind nicht mehr nur extremistische Ränder, sondern selbsternannte Menschenrechtsorganisationen, Kulturakteure, Hochschuldozierende und Politiker, die diesen Diskurs befeuern – oft unter dem Deckmantel der Humanität.

Die Botschaft an Jüdinnen und Juden in Deutschland ist dabei eindeutig: Euer Schmerz zählt nicht. Eure Sicherheit ist nachrangig. Eure Existenz ist verhandelbar. Das ist nicht nur moralisch verwerflich und einer Demokratie unwürdig – es ist gefährlich. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für die demokratische Kultur, für den inneren Frieden dieses Landes.

Wir fordern daher von der Politik, unter dringendem Verweis auf den jüngst vorgelegten 5-Punkte-Plan gegen Antisemitismus:

  • Eine konsequente Benennung von Antizionismus als moderne Form des Antisemitismus
  • Eine politische Ächtung antisemitischer Narrative – auch und gerade, wenn sie im Gewand der Israelkritik daherkommen.
  • Die Einstellung von Fördergeldern für Organisationen, die offen oder strukturell antisemitische Inhalte verbreiten, oft unter dem Deckmantel der Menschenrechte.
  • Ein deutliches politisches Signal: Die Sicherheit jüdischen Lebens und das Existenzrecht Israels sind nicht verhandelbar.
  • Den Einfluss ausländischer Akteure wie Iran und Hamas auf deutschem Boden effektiv zu unterbinden.

Von Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Akteuren:

  • Klare rote Linien gegenüber Israelhass, Shoah-Relativierung und antisemitischer Agitation.
  • Aktive Schutzkonzepte und ernsthafte Einbindung jüdischer Perspektiven – besonders im universitären Kontext.
  • Eine öffentliche Auseinandersetzung mit den eigenen blinden Flecken in Bezug auf Antisemitismus.

Die aktuellen Berichte von RIAS und dem Verfassungsschutz sind längst keine Alarmzeichen mehr. Sie sind Bestandsaufnahme eines Zustands, den wir nicht länger hinnehmen dürfen.

„Wer es mit ‘Nie wieder’ ernst meint, muss sich jetzt positionieren – auch wenn es unbequem ist“, sagt Adler. „Wir dürfen Antisemitismus nicht länger nur analysieren, wir müssen ihn bekämpfen. Klar. Konsequent. Gemeinsam. Jetzt!“

Weiterführende Links:

Verfassungsschutz
https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2025/pressemitteilung-2025-10-06-jahrestag-hamas.html

RIAS-Bericht
https://report-antisemitism.de/documents/25-10-06_BVRIAS_Politischer-Antisemitismus-7-Oktober.pdf

5-Punkte-Plan des D-A-CH Bündnis gegen Antisemitismus
Petition · Nie wieder heißt JETZT – Fünf Punkte gegen Antisemitismus! – Deutschland · Change.org

Aktivitäten

Rückblick: Erster Kurdisch-Jüdischer Kongress

Am 7. September 2025 fand in Berlin der erste kurdisch-jüdische Kongress statt. Der Kongress brachte jüdische und kurdische Akteure aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Medien zusammen, um über gemeinsame Herausforderungen und Zukunftsperspektiven innerhalb der deutschen Politik und Gesellschaft zu diskutieren. Im Zentrum standen Antisemitismus, Kurdenfeindlichkeit sowie der wachsende Einfluss islamistischer und nationalistischer Ideologien.

Organisiert wurde der Kongress von der Kurdischen Gemeinde Deutschland und dem jüdischen Verein WerteInitiative. Zentrales Ergebnis des Kongresses ist eine Gemeinsame Erklärung.

Die Konferenz hat gezeigt, dass freiheitlich-demokratische Grundwerte nur dann als gemeinsame Basis für ein vielfältiges Zusammenleben funktionieren, wenn sie auch aktiv gelebt werden. Beide Organisationen betonten, dass sowohl die jüdische als auch die kurdische Gemeinschaft extrem heterogen sind. Individuelle Identitäten können erhalten, geschützt und ausgelebt werden – nicht durch Identitätspolitik, sondern durch das gemeinsame Verständnis, Mitglied einer pluralen Gesellschaft auf Grundlage geteilter Werte zu sein.

Neben diesem positiven Verständnis eines Miteinanders verbindet beide Bevölkerungsgruppen die Erfahrung, Minderheit und Feindbild zu sein: Anfeindungen und Terror von politischen Extremisten und Islamisten und Fälle gesellschaftlicher Ausgrenzung gehören zu ihrer Realität. Vor dem Hintergrund weltweiter antiwestlicher Agitation versuchen sich antiimperialistisch gebende Linksextremisten zudem, Kurden und Juden gegeneinander auszuspielen.
Der Kongress hat deutlich gezeigt, dass dieses Kalkül nicht aufgeht. Denn jenseits individueller Bedrohungslagen und Erfahrungen eint Kurden und Juden eine Vision: die Allianz zweier Gruppen, die bei aller Verschiedenheit ein gemeinsames Werteverständnis teilen – von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Ali Toprak, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinschaft Deutschlands, erklärte:
„Dieser Kongress markiert einen historischen Moment für die kurdisch-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland. Wir möchten die langjährige Verbindung zwischen Kurden und Juden stärken und gemeinsam für freiheitlich-demokratische Werte eintreten.“

Elio Adler, Vorsitzender des jüdischen Vereins WerteInitiative, sagte:
„Wir sind überwältigt von der Resonanz auf unseren Kongress. Die zur Verfügung stehenden Plätze waren innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Es macht Mut, in Zeiten der Spaltung einen so großen Wunsch nach Gemeinsamkeit und gegenseitigem Respekt zu erleben.“

Die Gemeinsame Erklärung der Organisatoren finden Sie hier.

Aktivitäten WI-Talk

WI-Talk: Türkischer Rechtsextremismus in Deutschland. Graue Wölfe und die Querfront des Judenhasses

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Wir sprechen mit dem Politikwissenschaftler Dr. Ismail Küpeli über Rechtsextremismus – aber nicht über AFD oder Reichsbürger, sondern eine Form, die in Deutschland oft übersehen wird: über den türkischen Rechtsextremismus der Grauen Wölfe.

In seinem neuen Buch „Graue Wölfe. Türkischer Rechtsextremismus in Deutschland“ beschreibt Küpeli nicht nur die Ideologie und Strukturen dieser Bewegung, sondern auch, wie sich die Grauen Wölfe mit anderen demokratiefeindlichen Kräften von rechts, links und islamistischer Seite verbinden.

Warum genau sind die Grauen Wölfe so gefährlich? Welche Rolle spielt Antisemitismus dabei? Und wie können wir als Gesellschaft wirksam reagieren?

Link zum Buch: Graue Wölfe – UNRAST VERLAG

Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.

Aktivitäten WI-Talk

WI-Talk: Die Mullahs, der Iran und der Kampf um Freiheit. Ein Gespräch mit Jamshid Sharmahds Tochter

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Unser Gast ist Gazelle Sharmahd. Ihr Vater, Jamshid Sharmahd, ein bekannter Aktivist und Journalist und deutscher Staatsbürger, wurde 2020 vom iranischen Regime aus Dubai entführt, in Isolationshaft gefoltert, in einem Schauprozess verurteilt und im Jahr 2024 hingerichtet. Gazelle kämpft seitdem unermüdlich – für Gerechtigkeit, für die Freilassung politischer Gefangener und gegen die Verharmlosung von Terrorregimen im Westen. Wir sprechen darüber, was ihrem Vater zugestoßen ist, wie Gazelle selbst lebt, wie westliche Demokratien reagieren – und warum der Fall auch Parallelen zu den derzeit von der Hamas festgehaltenen Geiseln in Gaza hat.

Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.

Aktivitäten Meinungen

Pressemitteilung: Jüdischer Verein zum Waffenboykott von Kanzler Merz

Pressemitteilung

Berlin, 08.08.2025 – Der jüdische Verein WerteInitiative zeigt sich zutiefst besorgt über den von Bundeskanzler Friedrich Merz verfügten Exportstopp für sämtliche Rüstungsgüter, die „im Gazastreifen eingesetzt werden könnten“.

Der Koalitionsvertrag und alle grundsätzlichen politischen Versprechen deutscher Spitzenpolitiker räumen der Sicherheit Israels höchste Priorität ein. Ein Exportstopp, der explizit auch Luft- und Raketen­abwehrsysteme erfasst, konterkariert dieses Versprechen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Noch ist keine dritte Kraft bereit, eine Ordnungsfunktion in Gaza zu übernehmen. Es bleibt zunächst nur Israel, welches das übernehmen kann. Die Erklärung von Ministerpräsident Netanjahu, dass keine Annexion des Gazastreifens beabsichtigt sei, ist dabei eine wichtige Klarstellung. Angesichts der heutigen Drohungen von Abdollah Haji Sadeghi, dem Vertreter des religiösen Führers des Iran bei den Revolutionsgarden (IRGC), Ali Khamenei, gegen Israel, erscheint der Exportstopp in jeder Hinsicht nahezu grotesk.

Elio Adler, Vorsitzender der WerteInitiative: „Wer Israels Abwehr­fähigkeit einschränkt, schwächt es nicht nur faktisch. Er signalisiert dessen Feinden auch einn schweren Bruch mit dem jüdischen Staat. Kanzler Merz bleibt zudem eine Erklärung schuldig, wie der nun angekündigte Schritt den noch in Gaza verbliebenen Geiseln – auch den deutschen – zur Freilassung verhelfen kann. Wir fordern daher die Union auf, diesen gefährlichen Irrweg zu korrigieren.“

Während Israel defensiv geschwächt wird, fließen Hilfsgüter weiter – ohne wirksame Endverbleibskontrollen – in den Gazastreifen. Dies trotz des dokumentierten systematischen Diebstahls und Missbrauchs durch die Hamas. Solche Doppel­standards gefährden nicht nur israelische, sondern auch palästinensische Zivilisten.

Aktivitäten Veranstaltungen WI in der Diskussion

02.09.2025: WerteInitiative in der Diskussion mit Ismail Küpeli

Wann: 02. September 2025; 19:30 Uhr, Einlass 19 Uhr

Wo? Berlin Mitte, genauer Ort nur nach Anmeldung!

Der Eintritt ist kostenlos und nur mit Anmeldebestätigung.

Die WerteInitiative lädt in ihrer Reihe „WerteInitiative in der Diskussion“ zu Lesung und Gespräch.

Moderation: Nelly Eliasberg, Sprecherin der WerteIntiative e.V.


Der Autor Ismail Küpeli wird Passagen seines aktuellen Buches “Graue Wölfe. Türkischer Rechtsextremismus in Deutschland” lesen und dabei zum Gespräch zur Verfügung stehen.

Der unter dem Namen “Graue Wölfe” bzw. “Ülkücü-Bewegung” organisierte türkische Rechtsextremismus stellt in Deutschland zahlenmäßig die zweitgrößte extrem rechte Bewegung dar. Gemeinsam beleuchten wir die zutiefst autoritäre und menschenfeindliche Ideologie dieser Bewegung und diskutieren dabei vor allem die darin seit dem 7. Oktober 2023 zunehmende Bedeutung von Verschwörungsdenken und (israelbezogenem) Antisemitismus.

 

Anmeldung unter: WI in der Diskussion mit Ismail Küpeli

Aktivitäten WI-Talk

Blitz-WI-Talk: Mihail Groys: “Meine deutsche Geschichte”

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In unserem neuen Format Blitz-WI-Talk sprachen wir diesmal mit dem Publizisten und politisch aktiven Mihail Groys über sein neu erschienenes Buch “Meine deutsche Geschichte – wie ich als ukrainischer Jude meine neue Heimat sehe”.

In seinem neuen Buch blickt Mihail Groys auf das Land, das ihm vor einem Vierteljahrhundert zur Heimat wurde – ein Land, das er heute mit geschärftem Blick analysiert. Seine Lebensgeschichte beginnt im Donbass, von wo er in den 1990er-Jahren mit seiner Familie nach Deutschland kam. Doch Groys betrachtet Deutschland nicht nur mit den Augen eines Zugewanderten. Als Jude nimmt er Entwicklungen, Debatten und Stimmungen auf besondere Weise wahr.

Link zum Buch: Meine deutsche Geschichte – zsverlag.de

Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.

Aktivitäten Veranstaltungen

AUSGEBUCHT! ERSTER KURDISCH-JÜDISCHER KONGRESS 2025

Die WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen e.V. und die Kurdische Gemeinde Deutschland e.V. laden herzlich ein zum ersten kurdisch-jüdischen Kongress am 7. September 2025 in Berlin.

Der Kongress bringt jüdische und kurdische Akteure aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Medien zusammen, um über gemeinsame Herausforderungen und Zukunftsperspektiven zu diskutieren. Im Zentrum stehen Antisemitismus, Kurdenfeindlichkeit sowie der wachsende Einfluss islamistischer und nationalistischer Ideologien – insbesondere aus der Türkei, dem Iran und Teilen der arabischen Welt.
Gleichzeitig soll der Kongress Raum schaffen für den Austausch über geteilte Werte, Erfahrungen und Strategien – mit dem Ziel, neue Allianzen zu bilden und gemeinsam für eine starke, freiheitlich-demokratische Gesellschaft einzutreten.
Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich auch an Menschen, die weder jüdisch noch kurdisch sind, sich aber für die Themen und Perspektiven interessieren und solidarisch engagieren möchten.

Themenschwerpunkte:

  • Geschichte und Gegenwart der kurdisch-jüdischen Allianz
  • Der Anstieg von Antisemitismus und Kurdenfeindlichkeit in Deutschland
  • Einfluss und Wirkungsweisen islamistischer und nationalistischer Netzwerke
  • Deutschlands Nahostpolitik: Perspektiven auf Türkei, Iran, Syrien sowie israelisch-kurdische Beziehungen
  • Feministische Perspektiven im kurdisch-jüdischen Kontext
  • Kurdisch-jüdische Kritik an gegenwärtig dominanten postkolonialen Ansätzen

Die Veranstaltung bietet verschiedene Panels, themenspezifische Breakout-Sessions und ein gemeinsames Abendessen. Die Teilnahme ist kostenlos.

14:30 Uhr Beginn, Einlass ab 13:30 Uhr
18:30 Uhr gemeinsames Abendessen
21:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Moderation: Alina Stiegler & Leonard Kaminski

 

Die Veranstaltung ist ausgebucht und eine Anmeldung nicht mehr möglich!

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen oder islamistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen oder islamistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, verschwörungsideologische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Bisher Zusagen von:

Christoph de Vries (Keynote)

Shila Erlbaum

Weitere Referenten sind angefragt!

Aktivitäten WI-Talk

WI-Talk: Radikale Linke und Islamismus. Die antiwestliche Koalition in den Zentren der Wissenschaft

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Diesmal sprechen wir über ein Thema, das besonders viele lieber meiden würden – und das macht es umso dringlicher: den Schulterschluss zwischen radikaler linker Identitätspolitik und islamistischem Aktivismus, der zunehmend die akademische Welt durchdringt und unsere offene Gesellschaft herausfordert.

Unsere Gäste, Franziska Sittig und Noam Petri, haben mit ihrem Buch “Die intellektuelle Selbstzerstörung – Wie der Westen seine eigene Zukunft verspielt” einen Weckruf verfasst. Sie analysieren, wie diese ideologische Allianz nicht nur das freie Denken untergräbt, sondern auch den Antisemitismus befeuert – und der betrifft nicht nur Jüdinnen und Juden, sondern erschüttert die Grundfesten unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung.

Link zum Buch: “Die intellektuelle Selbstzerstörung” online kaufen

Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.