Aktivitäten

Treffen mit Stephan Thomae (FDP)

Elio Adler, Vorstandsvorsitzender der WerteInitiative, und Stephan Thomae (FDP)

Im Gespräch mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion, Stephan Thomae, konnten wir  die Arbeit unseres Vereins und unseren Blickwinkel auf die aktuelle politische Lage ausführlich darstellen. Als Oppositionspartei kommt der FDP dabei die wichtige Aufgabe zu, die Arbeit der Regierung kritisch zu begleiten und die Akteure nötigenfalls in bestimmten Bereichen zu sensibilisieren. Wenn dies konstruktiv geschieht, kann das zu einem Vetrauensgewinn der Bevölkerung in die Politik beitragen und so verhindern, sich radikalen Kräften zuzuwenden.

Aktivitäten

Treffen mit Dr. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung

Im Treffen mit dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Dr. Felix Klein, sprachen wir über eine Vielzahl von Themen.

Wir haben das Gespräch genutzt, um ihn in seinem Engagement gegen die BDS-Bewegung und den Al-Quds-Tag zu unterstützen und ihm unser weiteres, diesbezügliches Vorgehen darzustellen.  


Herr Klein berichtete vom Treffen mit den Berichterstattern „Antisemitismus“ aller Bundestagsfraktionen. Hier zeichnet sich erfreulicherweise eine parteiübergreifende, themenbezogene Zusammenarbeit ab. Außerdem treibt Herr Klein grade die Einrichtung einer bundesweiten Meldestelle für antisemitische Vorfälle maßgeblich voran. Ein freier Träger soll bundesweit ein dem RIAS-System ähnliches Meldesystem implementieren. 


Erfreulicherweise ist seine Personalausstattung weiter voran geschritten und der Aufbau seines persönlichen Büros abgeschlossen. Neben einer Vielzahl von Gesprächen ist noch ein Koordinierungstreffen der bisher von den Ländern eingesetzten Antisemitismus-Beauftragten zu nennen, welches Ende des Monats stattfinden wird.

Aktivitäten

Presseerklärung zu den deutsch-israelischen Regierungskonsultationen in Israel

Zu den heutigen, in Israel stattfindenden, deutsch-israelischen Regierungskonsultationen erklärt die WerteInitiative jüdisch-deutsche Positionen e.V.:

Wir als deutsche Juden schauen erwartungsvoll auf die heutigen deutsch-israelischen Regierungskonsultationen. Israel ist für uns ein besonderes Land, in das Viel von uns familiäre oder freundschaftliche Kontakte haben. Auch emotional hat der Staat Israel für die meisten Juden eine hohe Bedeutung.

Für Deutschland ist Israel seit über 50 Jahren einer der wichtigsten diplomatischen Partner. Vor dem Hintergrund der leidvollen Geschichte entstanden, sind die deutsch-israelischen Beziehungen heute so vielfältig wie die beiden Gesellschaften selbst. Damit die vielschichtigen  Beziehungen zukunftsfähig bleiben und weiter ausgebaut werden, braucht es diese Regierungskonsultationen.

Beide Länder können in den unterschiedlichsten Bereichen voneinander profitieren. So ist die führende Start-Up-Nation am Mittelmeer heute beispielsweise weltweites Vorbild in Sachen Technologie und Innovation und damit ein optimaler Wirtschaftspartner für den Exportweltmeister Deutschland.

Beim gesellschaftlich relevanten Thema der Integration kann Deutschland von Israel einiges lernen. Denn Israel gelang es schon als jungem Staat, eine große Anzahl von Flüchtlingen und Einwanderern aus verschiedenen Ländern zu integrieren.

Der Wert einer guten Zusammenarbeit wird auch im Bereich der heute untrennbar miteinander verbundenen Außen- und Innenpolitik deutlich. Der Vorsitzende der WerteInitiative, Elio Adler, dazu:

“Beide Länder sehen sich mit der Bedrohung durch Terror konfrontiert. Daher sollte es im Interesse beider Länder sowie unserer gemeinsamen Werte sein, die Bevölkerung vor kriminellen Aktivitäten von Terror-Organisationen, wie z.B. der Hisbollah, zu schützen. Wenn diesen auf deutschem Boden entschieden entgegengewirkt wird, kann damit sowohl bei uns in Deutschland als auch in und um Israel der Frieden gewahrt werden.“

Ferner sollten auch zukünftig Begriffe wie „Staatsräson“ und „Besondere Beziehungen“ mit Leben und Inhalt gefüllt werden. Ein deutsch-israelischer Jugendaustausch, bei dem die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen, jenseits des Geschichtsunterrichts, besteht, ist dafür essentiell.

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Über uns

Die „WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen“ ist ein politischer, jüdisch-deutscher gemeinnütziger Verein, der sich als eine zivilgesellschaftliche, jüdische Stimme in Deutschland etabliert hat. Wir setzen uns für die Stärkung der Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung aus jüdischer Perspektive ein. Dies tun wir, indem wir den wertebasierten politischen, gesellschaftlichen und medialen Diskurs, das bürgerschaftlich-jüdische Engagement in Deutschland und das deutsch-israelische Verhältnis fördern. Unsere Aktivitäten liegen in den Themenbereichen Innere Sicherheit, politische Bildung, Extremismusprävention, Kampf gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.


Aufgabenbereich
Die Tätigkeit umfasst im Einzelnen:

  • die organisatorische Führung der Vereinsgeschäftsstelle inkl. Mitgliedermanagement und kleinem Buchungswesen.
  • Vorbereitung und Organisation von Veranstaltungen und Mitgliederversammlungen
  • Assistenz bei der Informationsrecherche zu vereinsrelevanten Themen
  • Vorbereitung von Meetings und Terminen, Erstellung von Kurzdossiers über Gesprächspartner
  • Erstellen von Gesprächsprotokollen, Postings auf Website und in Social Media, Verfassen von Newslettern und Tätigkeits- sowie Jahresberichten, Vorbereitung von Förderanträgen

Abend- und Wochenendveranstaltungen erfordern eine gelegentliche zeitliche Flexibilität.


Erforderliche Sprachkenntnisse:
Deutsch (fließend/verhandlungssicher), Englisch von Vorteil


Arbeitszeit: Teilzeit (ca. 12 Wochenstunden)

Fachliche Qualifikation:

  • begonnenes oder abgeschlossenes Hochschulstudium (z.B. im politik-, sozial- oder geschichtswissenschaftlichen Bereich)
  • Erfahrung auf dem Gebiet der Vereinsarbeit von VorteilKenntnisse der politischen Landschaft in Deutschland, grundlegende Kenntnisse im Bereich jüdischer Themen
  • sicherer Umgang mit Kommunikations- und Informationssystemen, sehr gute PC-Kenntnisse, insb. MS Office, sicherer Umgang mit Social Media (v.a. Facebook, Twitter)

Persönliche Anforderungen:

  • Freude und Interesse an politischen Themen
  • Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft
  • Selbstständige, engagierte, strukturierte und zügige Arbeitsweise
  • Kommunikationsfähigkeit, Organisationsfähigkeit, Teamfähigkeit

Bei Interesse senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen einschließlich Lebenslauf, Foto, relevanter (Dienst-)Zeugnisse sowie Ihrer Gehaltsvorstellung an:

WerteInitiative e.V.
Berkaer Str. 41
14199 Berlin

oder per E-Mail an: kontakt@werteinitiative.de

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“Jewish Places” Website mit Risiken

Aus DIE WELT

Auch die „Jewish Places“-Karte berge Missbrauchspotenzial sagt Elio Adler, Vorsitzender der „WerteInitiative“, die jüdisch-deutschen Positionen in öffentlichen Debatten eine Stimme geben will. „Das ist sicher gut gemeint. Aber es muss auch gut gemacht werden.“

Wichtig seien ihm drei Dinge: „Erstens sollten dort nur Orte, Organisationen oder Einrichtungen auftauchen, bei denen das ‚Jüdischsein‘ Teil der Selbstdefinition ist.“ Ein jüdisches Restaurant wie das von Feinberg gehöre in diesem Sinne durchaus dazu. Ein jüdischer Rechtsanwalt habe hingegen nichts darin zu suchen.

Zweitens müsse es eine Relevanz für das Publikum geben. „Wenn etwa Touristen das jüdische Leben Berlins erkunden möchten, gibt es keinen Grund, warum ein Bürobetrieb einer jüdischen Organisation dort aufgelistet ist“, sagt Adler.

Das Problematischste aber sei, dass Dritte dort Einträge vornehmen können. „Betroffene Institutionen müssen vorher angefragt und um Erlaubnis gebeten werden – wenn es sich nicht grade um öffentliche Einrichtungen wie Jüdische Gemeinden handelt.“

Ganzer Text hier.

Aktivitäten

Gesprächstermin mit MdB Klaus-Dieter Gröhler

Stunden vor der Wahl des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion hatten wir Gelegenheit zu einem Treffen mit einem uns wohl bekannten Gesicht:

Klaus-Dieter Gröhler, CDU, besucht regelmäßig jüdische Veranstaltungen und ist bei der No-AlQuds-Demonstration dabei. Die WerteInitiative hat ihre Arbeit als jüdisch-deutsche Stimme vorgestellt und Beispiele unserer Aktivitäten erläutert.
Im Gespräch mit Herrn Gröhler haben wir die derzeitige Stimmung in der Gesellschaft analysiert und über die Notwendigkeit gesprochen, dass sich die eher unpolitische Mehrheit der Bevölkerung, positionieren muss. Dies ist erforderlich, weil sonst die verschiedenen Extremisten den Diskurs dominieren. Ein zukünftiger, gegenseitiger Austausch wurde verabredet.

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»Jüdisch in Anführungszeichen«

Aus jungle.world:

Nach großer Aufmerksamkeit sehnt sich jeder Veranstalter. Allerdings dürfte sich das Jüdische Museum Berlin Beachtung in anderer Form gewünscht haben. Die W.-Michael-Blumenthal-Akademie des Museums plant in Zusammenarbeit mit der Alice-Salomon-Hochschule, dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung und dem Rat für Migration eine internationale Konferenz unter dem Motto »Living with Islamophobia«. Die Veranstaltung soll am 11. und 12. Oktober stattfinden, doch schon jetzt gibt es harsche Kritik. Elio Adler, der Vorsitzende des Vereins »Werteinitiative – jüdisch-deutsche Positionen«, sieht die Konferenz als »Teil der Gleichmacherei von zwar gleichermaßen verurteilenswerten, aber eben dennoch sehr verschiedenen Phänomenen: Antisemitismus und Islamfeindlichkeit«. Sein Verein hat gemeinsam mit über 30 anderen ­jüdischen Organisationen die »Grundsatzerklärung Antisemitismus« erstellt, um »diesem Trend der Gleichmacherei entgegenzuwirken«. Dem Jüdischen Museum empfiehlt Adler, »auch angesichts weiterer Befremdlichkeiten das Wort ›jüdisch‹ in Anführungszeichen zu schreiben«.

Adler ist nicht der einzige Kritiker der Konferenz. …..

Ganzer Text hier.

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Presseerklärung zur Gründung einer jüdischen Gruppe in der AFD (JAFD)

Mit Befremden und Besorgnis nehmen wir zur Kenntnis, dass sich innerhalb der AfD eine jüdische Parteigruppe gründet. Wir halten jedes Engagement in dieser Partei für falsch, denn sie benutzt ihre vermeintliche Juden- bzw. Israel-Freundschaft insbesondere als Legitimation, um gegen Muslime zu agitieren.

Es ist nicht nur die Rhetorik von Figuren wie Gedeon, Höcke, Gauland oder Weidel, die erkennen lässt, woher der Wind weht; auch, wer sich durch diese Partei angezogen fühlt, macht das deutlich: Die so genannten „besorgten Bürger“ unterlassen es regelmäßig, sich von mitmarschierenden, hasserfüllten Neonazis abzugrenzen und delegitimieren sich somit selbst. Damit sind sie in einer Linie mit den Funktionären der AfD, welche dem äußeren rechten Rand ihrer Follower meist mit Schweigen begegnen.

Liebe AfD-affine Juden: Es läuft sicherlich nicht alles rund in Deutschland und es gibt Probleme, die speziell uns Juden betreffen. Die AfD jedoch wird diese Probleme nicht zu Gunsten eines friedlichen Miteinanders unterschiedlicher Kulturen lösen, sondern spalten. Ihr Muster wird dabei sein: „Heute die, morgen ihr“. So wird man sich scheibchenweise einer monoreligiösen und vornehmlich national-ethnisch definierten Gesellschaft nähern.

Wir sagen deshalb: Juden dienen nicht als Feigenblatt für plumpe AfD-Hassbotschaften!

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Interreligiöses Bündnis setzt gemeinsam Zeichen gegen Antisemitismus

Antisemitische Gewalttaten und Parolen nehmen in Deutschland zu, so auch gegen den jüdischen Restaurantbesitzer Yorai Feinberg in Berlin, der täglich antisemitischer Hetze ausgesetzt ist. Ein interreligiöses Bündnis, bestehend aus der Ibn Rushd – Goethe Moschee, der Evangelischen Kirchengemeinde Tiergarten, dem Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus und der WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen , hat nun ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt. Gemeinsam versammelten sie sich im Restaurant Feinberg’s und zeigten sich solidarisch mit Yorai Feinberg und seinem Team.

Auf dem Bild vordere Reihe (v.l.n.r.): Yorai Feinberg, Seyran Ates, Rebekka Weinmann, Dr. Elio Adler
Hintere Reihe: (v.l.n.r.):  Abbas El-Fares, Lala Süßkind, Jochen Felicke

(c) Ibn-Rushd Goethe Moschee

(c) JFDA – Jüd. Forum f. Demokratie u. gegen Antisemitismus

„Antisemitismus ist Menschenfeindlichkeit und greift uns daher alle in einer offenen Gesellschaft an. Als Ibn Rushd – Goethe Moschee sind wir Teil der deutschen Gesellschaft und sehen uns ebenso in der gesellschaftlichen sowie historischen Verantwortung den Antisemitismus nicht nur zu ächten, sondern ihn konsequent zu bekämpfen.“ begründet Seyran Ates die Idee zur Veranstaltung.

Pfarrerin Rebekka Weinmann von der Evangelischen Kirchengemeinde Tiergarten ergänzt: „Ich solidarisiere mich mit Yorai Feinberg, weil ich davon überzeugt bin, dass kein Mensch angegriffen werden sollte. Nicht wegen seiner Herkunft, seiner Religion und auch nicht aus anderen Gründen. Es war eine bereichernde Erfahrung, mit Menschen muslimischen, jüdischen und christlichen Glaubens zusammen am Tisch zu sitzen, zu essen, gute Gespräche zu führen und zu beten, denn das zeigt mir, dass die Kraft des Glaubens uns friedlich verbinden kann – und außerdem: was verbindet mehr als ein gemeinsames Essen mit guten Gesprächen.“

Lala Süsskind vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus war die Wut über den erstarkenden Antisemitismus deutlich anzumerken: „Mir reicht es: Es ist höchste Zeit, dass sich alle anständigen Menschen für ein friedlicheres Zusammenleben einsetzen!“

Elio Adler von der WerteInitaitive – jüdisch-deutsche Positionen betonte, dass es in einer Demokratie Veranstaltungen wie diese seien, die dazu beitragen, dass ein friedliches Miteinander Normalität sei. Die WerteInitiative unterstützte politisch gerne “Leuchttürme”, die sich auf Basis der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung zum Wohle der gesamten Gesellschaft engagieren.

Abbas El-Fares, Koordinator der Ibn Rushd-Goethe Moschee für den interreligiösen Dialog, zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung: „Es ist uns heute gelungen ein deutliches Zeichen setzen für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben. Jegliche Art von Hass, Hetze, Antisemitismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit wird von uns auf das Schärfste verurteilt.“

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Die Evangelische Akademie Bad Boll lädt BDS-Antisemiten als Referenten ein

Die Akademie war mehrfach vorab informiert worden und auch der Antisemitismusbeauftagte der Bundesregierung hatte sich ablehnend geäußert. Aber, sie wussten es besser. Wir fragen daher ernsthaft in unserem Brief: Wo stehen Sie? Was ist Ihre Agenda?

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist skandalös und unerträglich, dass Sie eine Tagung über die „Unfähigkeit des konstruktiven Dialogs“, der „durch Kampagnen von unterschiedlichen Seiten verhindert wird“, mit einer Überzahl von Referenten, die der antisemitischen BDS-Kampagne zugehörig oder nahestehend sind, besetzen.

Auf das Grundrecht der Meinungsfreiheit beruft sich in einem Disput jede Seite. Es ist jedoch etwas anderes, ob an den Handlungen der israelischen Regierung konstruktive Kritik geübt wird oder Vertretern der BDS-Kampagne ein Forum geboten wird, ihre israelfeindlichen Meinungen zu inszenieren. Denn neben ihrer meist sehr einseitigen Kritik an Israel und ihren vielfach sehr vereinfacht dargestellten Sachverhalten, unterstützen Anhänger und Sympathisanten von BDS, bereits durch Ihre Zustimmung zur BDS-Kampagne, im gleichen Zug den Teil der BDS-Kampagne, der die Existenz Israels ablehnt und weitere antisemitische Bestandteile aufweist. So z.B. das Unterstützen eines bewaffneten und mörderischen „palästinensischen Widerstands“, der sich häufig auch gegen israelische Kinder und Zivilisten richtet. Diese Teile kann man nicht ausblenden.

Übertragen auf Ihre derzeitige Tagung bedeutet dies: Auch, wenn Sie sich um Ausgewogenheit bei den Referenten bemühen wollten, geben Sie doch einer überwiegenden Mehrzahl von BDS-Anhängern – auch jüdischen (mit Herrn Melzer haben Sie jemanden eingeladen, der sogar gerichtlich gesichert als „berüchtigter Antisemit“ bezeichnet werden darf) – eine Bühne.

Ebenfalls kooperieren Sie mit hoch umstrittenen Organisationen wie Pax Christi. Wem Sie eine Bühne geben, dessen Äußerungen werden im Schutze der Meinungsfreiheit salonfähig gemacht. Die Nähe Ihrer Gäste zur vielfach auf höchster politischen Ebene als antisemitisch anerkannten BDS-Kampagne übersehen Sie im besten Fall geflissentlich oder promoten Sie im schlechtesten Fall absichtlich.
Sie werden seit Tagen jenseits der Öffentlichkeit auf das höchst bedenkliche Konzept Ihrer Veranstaltung hingewiesen und veröffentlichen nun sehenden Auges eine Stellungnahme, die Ihre Unbelehrbarkeit klar und deutlich zeigt. Wo stehen Sie wirklich? Was ist Ihre eigentliche Agenda?
Solange Sie solche Veranstaltungen machen, sollten Sie bitte bei der nächsten Demo gegen Antisemitismus schweigen, denn es entbehrt hinreichender Glaubwürdigkeit.

Mit irritierten Grüßen