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Ahmad Mansour beim politischen Gesprächskreis jüdischer Berliner der Berliner CDU Fraktion.

Der Psychologe Ahmad Mansour gehört zu den profundesten Kennern der islamistischen Szene in Deutschland. Der gebürtige arabische Israeli arbeitet seit Jahren in der Extremismusprävention unter muslimischen Jugendlichen. In seinem Impulsvortrag vor rund 40 jüdischen Berliner Teilnehmern sprach er über Ideologie und Entwicklung des politischen Islam und dessen – leider erfolgreicher – Strategie zur Radikalisierung muslimischer Jugendlicher. Es gibt, so Mansour, inzwischen eine „Generation Allah“ aus der sich Salafisten und Terroristen rekrutieren. Der Antisemitismus gehört zu den Kernelementen ihrer Ideologie.

Dagegen vorzugehen, erklärte Mansour aus seiner eigenen Erfahrung, erfordert pädagogische Intervention in Schul-und Jugendeinrichtungen, vor allem aber auch in den virtuellen sozialen Netzwerken. Für die Millionen neu ins Land gekommenen muslimischen Flüchtlinge forderte er unter anderem eine demokratische Sozialisierung im Rahmen der Integrationskurse.

Mansour mahnte auch eine selbstbewusstere Haltung der Mehrheitsgesellschaft zu ihren Werten voraus. Kritisch äußerte er sich über falsch verstandene Toleranz von Staat und Gesellschaft gegenüber fragwürdigen Islamverbänden. Als ein Beispiel nannte er die Einladung eines islamistischen Imams als Redner bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Anschlags am Berliner Breitscheidplatz. Diese

Einladung sei nicht nur aus Unkenntnis erfolgt, sondern Resultat einer Politik des gezielten Wegsehens, insbesondere der verantwortlichen evangelischen Kirchenvertreter. Die von Politik und Gesellschaft hofierten Islamverbände nutzen Ignoranz und Schwäche der Mehrheitsgesellschaft für ihre Strategie. Dabei stehen sie, so Mansour, nicht für die Majorität der Muslime in Deutschland. Statt Islamisten, die die freiheitlich-demokratische Ordnung ablehnen, eine Plattform und damit Legitimierung zu geben, müsse die „unsichtbare Mehrheit“ der nicht radikalen, friedlichen und der Demokratie zugeneigten Muslime aktiviert werden.

Wie auch die WerteInitiative, sieht Ahmad Mansour Integration und Sicherheit als vorherrschende Themen, um die sich unser Land dringend kümmern muss. Wir danken ihm für seine couragierte Arbeit und seine klaren Worte. Unser Dank gilt auch Cornelia Seibeld (MdA) und der CDU-Fraktion Berlin, die diesen hoch informativen Abend ermöglicht haben.

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Ein Mahnmal ist keine Werbebühne

Die in Berlin lebende Israelin Orit Arfa hat als Werbung für ihr neues Buch ein Musikvideo gedreht. Darin kommen anzügliche Szenen vor, welche im “Denkmal für die ermordeten Juden Europas” gedreht wurden.

Wir empfinden das als einen inakzeptablen Missbrauch dieses besonderen Ortes, welcher zwar ein Ort inmitten der Stadt ist und in dessen Gängen sich daher auch ein Teil des “Lebens in der Stadt” abspielt, er jedoch nicht als Spaß-, Party- oder Film-Knutsch-Location benutzt werden soll.

Wir haben Frau Arfa daraufhin angeschrieben und gebeten, die entsprechenden Szenen im Video auszutauschen. Leider will sie das nicht und hat ihre Antwort wiederum als Werbung für ihr Buch genutzt. Die Intention ihrer filmischen Aussage mag nachvollziehbar sein; dennoch finden wir, dass das Video Gefühle verletzt und man sich dessen sehr bewusst sein muss. Da es eine Reihe Menschen gibt, die um die Bedeutung des Mahnmals nicht wissen oder sie nicht verstehen, gilt es, sorgsam und verantwortungsvoll damit umzugehen.

Ja, es gibt andere und vielleicht auch dringendere Probleme in unserem Land, aber das Eine macht das Andere nicht unwichtiger.

Screenshots aus dem YouTube-Video

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Antrag der CDU-Berlin zum Verbot Flaggenverbrennung

Zum morgigen Antrag der Berliner CDU, im Bundesrat eine Gesetzesänderung anzuregen, welche Verbrennung von Flaggen verbieten soll, sagte Elio Adler von der jüdischen WerteInitiative: „Wer Flaggen verbrennt, missbraucht das Recht auf freie Meinungsäußerung. Flaggenverbrennung steht nicht für politischen Streit, sondern die darin enthaltene Botschaft ist: Der  Andersdenkende soll vernichtet werden. Daher hoffen wir, dass der Antrag eine breite Mehrheit findet. Wir haben den Regierenden Bürgermeister, Michael Müller, und den Fraktionsvorsitzenden, Raed Saleh, letzte Woche bereits angeschrieben und dieser Hoffnung Ausdruck verliehen.“

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Die Chance: (Meinungs)Freiheit im Iran

اخیر آزاد و باز باشد. در آلمان چندی از مردم میخواهند که این آزادی را تخریب کنند. شما اکنون در ایران این را تجربه می‌کنید که چنین تخریبی‌ به کجا ختم خواهد شد: در کشوری زندگی‌ می‌کنید که مذهب آلت دستی برای ستم بر مردم شده. شا با پوست و خون در حال تجربه آن چیزی هستید که دولت از شهروندان خود آنقدر در وحشت است، که برای دفاع و پابرجایی قدرت خود بر روی آنان شلیک میکند. شما تجربه می‌کنید که آزادی خود بخود و به اسانی‌ بدست نمیاید. ما برای شما توانایی و تعقل بیش از بیش برای پیروزی در این مبارزه را داریم. قلبمان با شماست. ما هرگونه اعمال خشونت را محکوم می‌کنیم و شمارا تشویق می‌کنیم که صلح‌آمیز و قوی باشید. ما از جهان میخواهیم تا با شما همبستگی داشته و از تمامی آن ارزشهایی که ما از آن لذت می‌بریم، حمایت کند. به امید اینکه سال ۲۰۱۸ سال آزادی، صلح و دموکراسی واقعی برای شما باشد، درودهای صمیمانه خود را ابراز مییداریم. “WerteInitiative” – jüdisch-deutsche Positionen.

Liebe Bürger Irans, wir sind eine Gruppe von Juden und leben in Deutschland. Wir wollen, dass die deutsche Gesellschaft so frei und offen bleibt wie in den letzten Jahrzehnten. In Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die diese Freiheit zerstören wollen. Ihr erlebt, wohin das führt. Ihr erlebt, wie es ist, in einem Land zu leben, in dem Religion dazu benutzt wird, Menschen zu unterdrücken. Ihr erlebt, wie es ist, wenn eine Regierung sich so sehr vor ihren eigenen Bürgern fürchtet, dass sie bereit ist, auf sie zu schießen. Ihrer erlebt, dass Freiheit etwas ist, das nicht von selbst existiert. Wir wünschen Euch viel Kraft und Weisheit, um Euren Kampf zu gewinnen. Wir sind in unseren Herzen mit Euch! Wir verurteilen jede Gewaltanwendung und ermutigen Euch, friedlich und stark zu bleiben. Wir bitten die Welt, mit Euch solidarisch zu sein und darin zu unterstützen, dass Ihr unter den gleichen Werten leben könnt, die auch wir genießen. Möge 2018 das Jahr Eurer Freiheit, Eures Friedens und Eurer echten Demokratie sein!

Herzliche Grüße, WerteInitiative. – jüdisch-deutsche Positionen.

Dear citizens of Iran, we are a group of Jews living in Germany. We want German society to remain as free and open as it has been in the last few decades. There is an increasing number of people in Germany who want to destroy this freedom. You know where that leads. You have experienced what it is like to live in a country where religion is used to oppress people. You have experienced what it is like when a government is so afraid of its own people that it is ready to shoot at them. You know that freedom is something that does not exist by itself. We wish you a lot of strength and wisdom to win your fight. We are with you in our hearts. We condemn every use of violence and encourage you to stay peaceful and strong. We ask the world to declare solidarity with you and to allow for you to live under the same values we enjoy. May 2018 be the year of your freedom, peace and real democracy.

Cordially, WerteInitiative. – Jewish-German positions.

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Gedenkgottesdienst anlässlich des Jahrestages des Terrorangriffs am Breitscheidplatz

Die Opfer werden verhöhnt, die Gesellschaft an der Nase herumgeführt und die moderaten, säkularen Muslime der Stadt bekommen einen Tritt ins Gesicht. Die Message ist: es gibt kein Entweichen vor den Islamisten!

Berlin (stellvertretend für die gesamte Bundesrepublik) ist unfähig mit dem politischen Islam umzugehen. Chronisch wird dessen Invasivität, Aggressivität und auf langfristigen Erfolg ausgelegte Strategie unterschätzt. Die Auswahl eines über alle Zweifel erhabenen Imams bzw. einer solchen Imamin, hätte ein positives Signal an die muslimische Community und die deutsche Mehrheitsgesellschaft sein können. Leider wurde diese Chance verpasst und einem umstrittenen Imam das Wort gegeben. Einer der Veranstalter, die Evangelische Kirche, erklärt nun, dass Mohammed Matar vom “Zentralrat der Muslime” empfohlen wurde. Damit hat die Kirche die Gelegenheit versäumt, selbst politisch zu gestalten.

Haben die verantwortliche Staatssekretärin, Frau Chebli, oder der Regierende Bürgermeister, Herr Müller, den Namen von Herrn Matar einmal gegoogelt?
Diese Gemengelage macht den Gedenkgottesdienst zu einem weiteren Tiefpunkt im Umgang mit dem Attentat.

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Jewish News Service in regard to 19.12.2017

“German politicians were careful to say the right words and honor the victims,” Adler said. “They don’t have a defiant kind of attitude that you would find in Israel. It’s more about, ‘We have this burden to carry and we’ll carry it.’”

While the government officials spoke of mistakes that were made, with Berlin Mayor Michael Müller asking for “forgiveness” for the oversights that enabled the 2016 attack, Adler would like to see these words backed by action. He is also uncertain how the government will crack down on the aggressive anti-Israel protests throughout Germany in response to President Donald Trump’s recognition of Jerusalem as the Israeli capital.

“They are not prepared for Islamist protests just like they were not prepared for Islamic terror,” Adler said, though he and other Jewish community leaders and commentators are acknowledging that they have seen some improvement in official responses to the recent protests.

http://www.jns.org/latest-articles/2017/12/21/anti-israel-protests-berlin-christmas-market-attacks-anniversary-test-german-officials#.Wj6N_ob42Um=

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Judenhass am Brandenburger Tor

Wir sind geschockt. Geschockt über die Aggression, die uns Juden von augenscheinlich muslimischen Teilen der Gesellschaft entgegenschlägt. Sie lassen uns durch Parolen wissen, dass wir entweder massakriert werden  oder als erpresste Dhimmis unter ihrer Herrschaft leben sollen. (Dank an mena-watch: „Eine weitere Parole lautete: „Khaybar Khaybar ya yahud, jaish Mohammed sa yaoud“ =„Chaibar, Chaibar, oh ihr Juden! Mohammeds Heer kommt bald wieder!“ – ein Verweis auf die Schlacht von Chaibar im Jahr 628, bei der der Prophet Mohammed und seine Anhänger gegen die in der Oase Chaibar lebenden Juden kämpften. Die Juden waren damals gezwungen, sich zu ergeben, nachdem viele von ihnen massakriert worden waren.“)

Wir sind enttäuscht, wie zahlreich und engagiert sich diese Leute gegen Juden und gegen die einzige Demokratie im Nahen Osten, Israel,  mobilisieren lassen und wie unmöglich es ist, von ihnen auch nur annähernd Ähnliches in der Verurteilung von islamistischem Terror zu erleben.

Wir sind geschockt, aber nicht überrascht. Schon 2014, während des Gaza-Kriegs wünschten uns diese Leute den Tod! Wir sind höchst besorgt, dass die Ankündigung des US-Präsidenten bzgl. der Anerkenntnis Jerusalems als Hauptstadt Israels, die deutsche Politik mehr zu beunruhigen scheint, als diese Hasser, 200 Meter vom Reichstag entfernt. Die Polizei hat die Veranstaltung nach einer Weile aufgelöst. Den Hass tragen diese “Demonstranten” weiterhin durch die Stadt. Wir appellieren an die Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene, dringend alles in ihren Möglichkeiten Stehende zu tun, um Derartiges jetzt und in Zukunft zu unterbinden. Eine Einkesselung mit Personalienfeststellungen und Verhaftungen der Rädelsführer wären sinnvoll gewesen, um die Gesellschaft gezielt vor  diesen Leute schützen zu können. Dieser Missbrauch des Rechts auf freie Meinungsäußerung und des Demonstrationsrechts ist unerträglich.

Beweisvideo:

https://twitter.com/ResDocs/status/939223559683104770

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Enteignungsversuch der Qumran-Rollen

Wir sind von der Entwicklung, dass die Qumran-Rollen nicht in Deutschland ausgestellt werden können, enttäuscht und befremdet.

Die Begründung, nach welcher die Bundesrepublik der israelischen Regierung diesbezüglich keine Immunitätszusage erteilen könne, halten wir für bedenklich und für eine Fehlentscheidung.

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Die Tatsache, dass die Qumran-Rollen in einem Gebiet gefunden wurden, welches international als umstritten gilt, ändert nichts daran, dass es sich bei diesen, auf das antike Judentum zurückgehenden und in weiten Teilen auf Althebräisch verfassten Rollen, um jüdisches und somit israelisches Kulturgut handelt.

Der Gründer der WerteInitiative, Elio Adler, erklärte dazu: „Wir sehen es als Wert an, dass Völker Ihre Geschichte als integralen Bestandteil ihrer Selbstdefinition behandeln; dass sie mit ihrer Geschichte leben und Schlüsse aus ihr ziehen.

Die Qumran-Rollen sind historische Dokumente, welche für Juden weltweit ein Teil ihrer Geschichte und damit ihrer Identität widerspiegeln.“

In den Augen der Bundesbeauftragten für Kultur, Frau Monika Grütters, sind die Besitzverhältnisse ungeklärt. Das ist uns in keiner Weise nachvollziehbar, zumal Frau Grütters in kulturellen Fragen i.d.R. eine hohe Expertise hat.

Wie jüngst bekannt wurde, hatte Frau Grütters im Fall Gurlitt sehr engagiert eine ca. 1500 Werke umfassende Kunstsammlung beschlagnahmen wegen des Verdachts der Raubkunst lassen und nach intensiven Nachforschungen vier Jahre später bei lediglich 5-6 Werken feststellen konnte, dass es sich tatsächlich um Raubkunst handelte.

Dieses massive Vorgehen begründete Frau Grütters mit der Verpflichtung Deutschlands, dafür zu sorgen, dass die Werke an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückgeführt werden sollten.

Nun dagegen stellt die Ministerin das Eigentum des jüdischen Volkes und des jüdischen Staates an den Relikten seiner Ursprünge in Frage, mehr noch, sie zieht in Erwägung, dass von palästinensischer oder jordanischer Seite legitime Ansprüche auf diese Rollen erhoben werden könnten.

Den jüdischen Besitz der Qumran-Rollen anzuerkennen käme unserer Auffassung nach keiner Anerkenntnis eines jüdischen Anspruchs auf die Westbank, dem Fundort der Rollen, gleich. Die fehlende Besitz-Anerkennung der Rollen dagegen positioniert sich eindeutig.

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9. November 1938 – 9. November 2017

09. November 1938: Das Datum, an dem jüdische Häuser brannten, markiert einen sichtbaren Ausbruch das damaligen Antisemitismus und war der Startpunkt des Versuchs der industriellen Vernichtung des europäischen Judentums.

09. November 2017: Unfassbar, dass Judenhass noch immer von den unterschiedlichsten Seiten in Erscheinung tritt! Wachsender Antisemitismus besorgt uns jüdische Deutsche. Unseretwegen und wegen des gesamtgesellschaftlichen Friedens.